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Laichgewässer von Amphibien existieren doch

Laichgewässer von Amphibien existieren doch.

Moorburger Elbdeich: NABU widerspricht Klaus Rüpke.

Mit Verwunderung hat der NABU auf Äußerungen des engagierten Moorburger Bürgers Klaus Rüpke im Zusammenhang mit der Krötenwanderung über den Moorburger Elbdeich reagiert. Laut NABU sei es falsch, dass dort „links und rechts des Straßenabschnitts“ gar keine Laichgewässer von Amphibien existieren würden, wie im Neuen RUF zu lesen war. „Wer dies überprüfen möchte, muss lediglich vom Deich aus nach Norden sehen: Hier befinden sich angrenzend gleich mehrere Gewässer unterschiedlicher Größen und Formen. Die Fläche wird seit Langem durch einen ansässigen Moorburger ganz im Sinne des Naturschutzes gepflegt und entwickelt. Im Jahr 2009 wurde das Projekt sogar mit dem Hanse-Umweltpreis ausgezeichnet“, erklärte Frederik Schawaller vom Leitungsteam NABU-Gruppe Süd.
Bei einer Untersuchung der Amphibienbestände dieses Gebiets wäre im vergangenen Jahr durch den beauftragten Gutachter festgestellt worden, dass eine Amphibienwanderung auch über den Moorburger Elbdeich hinweg verlaufe, verbunden mit „Verkehrsopfern“. Daraufhin wäre durch die Umweltbehörde BUKEA eine Geschwindigkeitsbegrenzung während der Amphibienwanderung initiiert worden. Der NABU unterstütze dies ausdrücklich. Hierauf angesprochen, beharrte Rüpke jedoch bei seiner Aussage, dass links und rechts des bestimmten Straßenabschnitts im Moorburger Elbdeich keine Laichgewässer existieren würden.
Es handele sich, so Rüpke weiter, bei einem der vermeintlichen Krötengebiete um eine mittlerweile bewaldete Abraumfläche, die in den 1980er-Jahren als Spülfläche ausgewiesen worden wäre. Somit eher ein unwirtliches Biotop für gewässerliebende Amphibien, meint Rüpke. Dieser bleibt auch bei seiner Feststellung, dass wandernde Kröten noch nie am Moorburger Elbdeich wahrgenommen worden wären – weder lebend noch totgefahren.
In den Augen zahlreicher Moorburger hätte die Tierschutzmaßnahme laut Rüpke in der Folge besondere Züge angenommen, indem ein spezieller Grund für die Geschwindigkeitsbegrenzung als mittelbare Gefahr für die Kröten genannt wurde. So wäre verlautbart worden, dass die Sogwirkung schnell vorbeifahrender Fahrzeuge die inneren Organe der Kröten lebensgefährlich verletzten könnte, weiß Rüpke zu berichten. Die Umweltschutz-Organisation NABU hätte Tempo 30 damit begründet, so Rüpke.

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Sichere Schul- und Kitawege in Kirchdorf und Georgswerder?

Sichere Schul- und Kitawege in Kirchdorf und Georgswerder?.

Runder Tisch einberufen.

Fehlende oder unzureichende Rad- und Gehweginfrastruktur, unübersichtliche Knotenpunkte, mangelnde Beleuchtung, eine für Lastenräder und Fahrräder mit Anhänger schlecht nutzbare Hövelweg/Schulzenbrücke sowie ein teilweise deutlich zu schnelles und aggressives Fahrverhalten einzelner Autofahrer: Der Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg kommt in einer Empfehlung aus Januar dieses Jahres an den Regionalausschuss Wilhelmsburg/Veddel/Kleiner Grasbrook zu einem vernichtenden Urteil, was die Schul- und Kitawege in Kirchdorf und Georgswerder betrifft. Denn obwohl die Schulen und die Stadt sich ausdrücklich dafür einsetzten, dass Kinder selbstständig zur Schule gelangen, sei das für viele Kinder aus Kirchdorf und Georgswerder, die über die Radroute 23 (unter anderem Niedergeorgswerder Deich, Kirchdorfer Straße) sowie über die Hövelweg/Schulzenbrücke und deren Zuläufe zur Elbinselschule und in die Kitas fahren, aufgrund der genannten Gefahrenpunkte kaum möglich. Insbesondere im Bereich Niedergeorgswerder Deich/Kirchwiesen treffen morgens Baustellenfahrzeuge, HVV-Busse und dichter PKW-Verkehr aufeinander. Kinder müssten sich dort ihren Weg zur Schule oder Kita durch einen für sie schwer überschaubaren Verkehrsraum suchen. Deswegen begleiteten viele Eltern ihre Kinder weiter mit dem Rad oder stiegen auf das Auto um.
Aufgrund dessen forderte der Beirat einen „Runden Tisch ,Sichere Schul- und Kitawege Kirchdorf/Georgswerder‘“ mit dem Ziel, konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Schul- und Kitawegsicherheit zu sammeln, zu bewerten und zu priorisieren. Sowohl der Regionalausschuss als auch behördliche Institutionen sehen ebenfalls die Problematik, sodass der geforderte „Runde Tisch“ eingerichtet wird. Das Treffen findet statt am Dienstag, 19. Mai, um 17 Uhr in der Gaststätte Kupferkrug, Niedergeorgswerder Deich 75.
Eingeladen sind unter anderem Vertreter der Elbinselschule (Schulleitung und Elternrat), des Bezirksamts Hamburg-Mitte, des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG), der Polizei (PK 44), der Verkehrsunternehmen, des Beirats für Stadtteilentwicklung sowie interessierteAnwohner.
Es wird um Anmeldung bis zum 17. April 2026 per E-Mail an regionalbeauftragte@hamburg-mitte.hamburg.de gebeten.

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Wie kann sich der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Harburg entwicklen?

Wie kann sich der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Harburg entwicklen?.

„Handelskammer on tour“ in Harburg.

Harburg wird zum Treffpunkt für Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtgesellschaft: Mit dem Format „Handelskammer Hamburg on tour“ bringt die Handelskammer Hamburg zentrale Zukunftsthemen direkt in den Bezirk. Am Mittwoch, 15. April, sind Unternehmer, Gründer, Studenten und Interessierte von 15 bis 22 Uhr in den Speicher am Kaufhauskanal, Blohmstraße 22, eingeladen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Harburg weiterentwickeln kann. Besucher erwartet ein vielfältiges Programm mit praxisnahen Talks, Workshops, Best Practices sowie kostenfreien Beratungsangeboten – etwa zu Gründung, Finanzierung, Nachfolge, Energie oder Innovation.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Austausch: Start-ups treffen auf Studenten, Unternehmen auf Wissenschaft, und Akteure aus Politik und Kultur kommen miteinander ins Gespräch. Ergänzt wird das Programm durch den „Walk of Innovation“, der aktuelle Forschungs- und Kooperationsprojekte aus Harburg sichtbar macht.
Höhepunkt des Tages ist der Abend-Talk „Harburg – What’s next? Ein Standort im Wandel“. Unter der Moderation von NDR-Moderatorin Harriet von Waldenfels diskutieren unter anderem Kammer-Präses Norbert Aust, der ehemalige Bahn- und Airbus-Manager Rüdiger Grube, Bezirksamtsleiter Christian Carstensen sowie Schauspieler und Autor Sebastian Ströbel über Perspektiven und Entwicklungen im Hamburger Süden.
Auch Stimmen aus Wissenschaft und Gründungsszene bringen ihre Perspektiven ein, darunter Vertreter der Technischen Universität Hamburg und innovative Start-ups aus der Region. Zum Abschluss des Talks verbindet Heinz Strunk Humor, Beobachtungsgabe und Harburg-Bezug zu einem pointierten Ausklang, der zum Nachdenken anregt. Die Teilnahme ist kostenfrei und flexibel möglich – Besucher können auch nur einzelne Programmpunkte besuchen. Es wird um vorhergehende Anmeldung der Gäste unter www.handelskammer-hamburg.de/on-tour gebeten, dort gibt es auch weitere Informationen zur Veranstaltung. Wer sich spontan entscheidet, zu kommen, ist ebenfalls herzlich willkommen.

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Da waren es nur noch drei

Da waren es nur noch drei.

Zwei weitere Austritte aus der AfD-Fraktion.

Da waren es nur noch drei: Die Rede ist von der AfD-Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg. Waren es nach der Bezirkswahl 2024 sieben AfD-Abgeordnete, so ist aktuell nur noch ein Trio übrig geblieben. Jüngst sollen die AfD-Abgeordneten Andreas Ehlers und Harald Feineis aus der AfD-Fraktion ausgetreten sein. Als Gründe werden ein angeblicher körperlicher Übergriff auf einer parteiinternen Sitzung im März und vermeintlich hohe Geldsummen auf dem Fraktionskonto, ohne dass es dafür eine ordnungsgemäße Rechenschaftslegung gebe, genannt. AfD-Fraktionschef Helge Ritscher bestätigt gegenüber dem Neuen RUF die Austritte von Ehlers und Feineis. Den Vorwurf der körperlichen Gewalt weist Ritscher entschieden zurück. „Alles Quatsch“, sagt der AfD-Fraktionsvorsitzende. Bei den Geldern auf dem Fraktionskonto handele es sich laut Ritscher um staatliche Zuschüsse, mit denen verantwortungsvoll umgegangen wird. Auf die zukünftige Arbeit der AfD-Fraktion angesprochen, betonte Ritscher, dass man weiter seine tägliche Arbeit in allen Ausschüssen nachgehen würde. Wie beispielsweise Anträge oder Anfragen einreichen, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Dafür sei die AfD vom Bürger gewählt worden, so Ritscher. Dieser erinnert abschließend daran, dass Personen, die aus der AfD-Fraktion austreten, mit einem Parteiausschlussverfahren rechnen müssten.

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Yared Dibaba und Nicole Steins packen mit an!

Yared Dibaba und Nicole Steins packen mit an!.

„VEREINt im Norden“ auf dem Kibaho.

Da war ganz schön viel los auf dem Kinderbauernhof (Kibaho) Kirchdorf-Süd Anfang vergangener Woche: Maler, Dachdecker, Garten- und Landschaftsbauer, sogar ein Glaser war vor Ort, flankiert von Kameramännern, Tontechnikern, Aufnahmeleitern, Journalisten und mehr als zwei Dutzend ehrenamtlichen Helfern aus Wilhelmsburg, die sich auf den rund 15.000 Quadratmetern tummelten! Und mittendrin: Kibaho-Leiter Gerd Horn mit NDR-Moderator Yared Dibaba und 90,3-Moderatorin Nicole Steins. Sie alle waren gekommen, um ein bisschen Glanz in die Bude(n) zu bringen – und das bei bestem Hamburger Schmuddelwetter!
Im Rahmen der NDR-Aktion „VEREINt im Norden – Yared packt an“ zieht das sympathische NDR-Urgestein Dibaba durch Norddeutschland und sucht unterstützenswerte Vereine. Immer mit dabei: eine Kollegin aus einem der NDR-Landesfunkhäuser, in diesem Fall Nicole Steins aus Hamburg.
Unterstützenswert ist der Kinderbauernhof allemal: Seit rund 40 Jahren ist der Flecken am Rande der Hochaussiedlungen nicht nur für Kinder ein Paradies, lockt besonders am Wochenende unzählige Besucher auf den Hof, die entweder nur gucken oder aktiv helfen wollen. Aber auch das gehört zur Wahrheit: Vieles ist in die Jahre gekommen, bräuchte einen neuen Anstrich, ein neues Dach oder auch einfach nur mal eine Grundreinigung. Hinzu kommt, dass der Kibaho derzeit finanzielle Unterstützung braucht, denn es fehlen rund 50.000 Euro für das laufende Jahr (der Neue RUF berichtete). Einiges ist dank zahlreicher Spender auf einer eigens eingerichteten Spendenseite bereits zusammengekommen, insgesamt rund 9.400 Euro, Tendenz steigend.
Die Hilfsaktion vom NDR ist ein weiterer Baustein, um die Idylle zu retten. Derzeit wird in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt nach einem neuen Träger gesucht. Damit der sich gleich von Anbeginn in den Kinderbauernhof schockverliebt, haben sich die zahlreichen Helfer alle ordentlich ins Zeug gelegt, allen voran Dibaba und Steins.
Dabei gab es für die beiden Moderatoren viel zu tun: Während Nicole Steins sich am Aufbau eines Tipis beteiligte, stieg Yared Dibaba wortwörtlich den Schweinen aufs Dach! Doch dafür mussten die beiden Bewohner – die Schweine Gerry und Finn – erst einmal geweckt und anschließend in ein anderes Gehege getrieben werden. Was für ein Heidenspaß – zumindest für die beiden Moderatoren, die diese Aufgabe noch gemeinsam erledigten. Gerry und Finn hingegen zeigten sich ziemlich unbeeindruckt von der Prominenz und gingen erstmal ihren eigenen Weg. Erst der Geruch von frischen Leckereien aus Obst und Gemüse veranlasste die Schweine, Dibaba und Steins zu folgen.
Während Steins schön am Boden bleiben konnte, erklomm Yared Dibaba ein Baugerüst, das extra zur Reparatur des Schweinedachstalls aufgestellt worden war. Ob das denn auch gut gesichert sei, wollte der 56-Jährige im Vorwege wissen. Die Frage quittierte Dachdecker-Azubi Jennifer Rilke mit einem verschmitzten Lächeln, ließ das Gerüst gekonnt ein bisschen wackeln und half dem Moderator anschließend in luftige Höhe.
Nicole Steins zeigte sich mehr als zufrieden mit der Aktion: „Das ist großartig, dass wir das machen und einem großen Publikum zeigen, dass es solche Orte und Vereine wie den Kinderbauernhof gibt, die es zu schützen gilt!“ Mehr als aufregend war die Aktion auch für Gerd Horn und seinem großartigen Team aus den ehrenamtlichen Helfern, die fleißig mitgewirkt haben. „Das ist ganz witzig, auch mal hinter die Kulissen von so einer Fernsehproduktion zu schauen“. Aber nicht nur das, es sei auch eine wichtige Aktion, in die er viel Hoffnung setze!
Übrigens: Im Juni soll die Sendung im NDR ausgestrahlt werden.
Wer den Kibaho finanziell unterstützen möchte, die Spendenseite ist auf www.gofundme.com unter dem Titel „Gemeinsam sind wir stark und retten den Kinderbauernhof“ zu finden.