Harburg neu entdecken

Arch. Museum -Das Cover der Neuerscheinung:

Harburg neu entdecken.

Neue Publikation und digitale Plattform zur Stadtgeschichte.

Harburg ist entgegen landläufiger Meinung eine Entdeckung wert: Ab sofort in Form eines neu erschienen Buches (104 Seiten) und einer digitalen Plattform zur Harburger Stadtgeschichte. Der „Harburger Geschichtspfad“ und die „Kultur-Routen Harburg“ (www.kulturrouten-harburg.de) laden zu einer historischen Entdeckungstour ein, die von den Anfängen der bis 1937 selbständigen Stadt bis in die Gegenwart des südlichsten Hamburger Bezirkes führen. Rainer Maria Weiß, Direktor des Archäologischen Museums Hamburg und die Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen, aus deren Feder das Vorwort stammt („Ich möchte Sie herzlich einladen, sich mit Hilfe dieses Büchleins auf den Weg zu machen, um Harburg und die Harburger Stadtgeschichte zu erkunden – und für sich zu entdecken.“) stellten es am Montag gemeinsam mit Jens Brauer, seit zwei Jahren Leiter der Abteilung Stadtgeschichte im Archäologischen Museum Hamburg, und Michael Markel im Rathaus vor.
Die neue digitale Kultur-Routen Harburg“ bündelt außerdem bereits existierende Angebote und Kurzführer zur Harburger Stadtgeschichte, zur Kunst im öffentlichen Raum oder zur Geschichte des Binnenhafens und des Alten Friedhofs. Die Inhalte können über Smartphone und Tablet abgerufen werden. Der Harburger Geschichtspfad ist ab sofort Teil dieser Plattform und gleichzeitig als Buch erhältlich. Dieser neue Service ist ein Gemeinschaftsprojekt des Stadtmuseums Harburg und des Bezirksamts Harburg, die Bezirksversammlung unterstützte die finanziellen Bedarfe, denn, wie Weiß erläuterte, Ausstellungen zu machen sei relativ einfach, Bücher herauszugeben aber verdammt teuer.
Jens Brauer erläuterte: „Mit der digitalen Plattform „Kultur-Routen Harburg“ kann die Geschichte Harburgs, im Rahmen eines multimedialen Rundgangs entdeckt werden. Die kostenlose Web-App ist auf mobilen Geräten, aber natürlich auch zu Hause am PC nutzbar. Wer möchte, kann sich aber auch mit dem gedruckten Führer zum Harburger Geschichtspfad auf den Weg machen. Das Buch im handlichen Format stellt 36 Stationen des Pfades vor, führt von den Anfängen der Stadt bis in die Gegenwart und informiert über Gebäude, Plätze und Straßen. Die Web-Apps als auch das Buch erzählen bekannte Geschichten und eröffnen neue Einsichten in die lange Geschichte Harburgs. An den einzelnen Stationen können das Gestern und Heute nebeneinander erlebt werden. Fotos und kurze Porträts der historischen Orte erzählen, wie sich Harburg entwickelt und gewandelt hat. An vielen Punkten des Geschichtspfades werden dadurch Brüche sichtbar, die der Zweite Weltkrieg, der wirtschaftliche Strukturwandel oder die Stadtplanung im Stadtbild hinterlassen haben. Es werden aber auch einige neue Standorte vorgestellt, wie zum Beispiel das Harburger Schloss, dessen Gewölbekeller demnächst als neue Museumsfiliale des Stadtmuseums Harburg eröffnet werden soll.“
Die digitale Plattform „Kultur-Routen Harburg“ bündelt außerdem viele bereits existierende Angebote zur Harburger Stadtgeschichte und zur Kunst im öffentlichen Raum. Alle sind attraktiv bebildert, so dass sich ein Ausflug an die geschichtsträchtigen Orte schon von der Couch aus lohnt. Ebenso viel Spaß macht es allerdings, die „Kultur-Routen Harburg“ direkt vor Ort anzuwenden. Die Nutzung der Plattform ist einfach: Durch das Scannen eines QR-Codes gelangt man auf die Webseite der „Kultur-Routen Harburg“. Hier können verschiedene Themen ausgewählt werden und mit Hilfe einer Karte wird man dann von Ort zu Ort geführt.
Wer nach dem Rundgang noch einmal ins Detail gehen möchte, kann in den Kapiteln des Buchs (Auflage: 1500) schmökern, das für 5 Euro im Museumsshop des Stadtmuseums Harburg erhältlich ist.



Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen