Musik in d ́ Lüchterkark
mit den Künstlern von LAWAY, LA KEJOCA und dem
Borkumer Albertus Akkermann ist das besondere Programm zur Winterzeit unter dem
Motto „FOLK MEETS CLASSIC“. Ein Meer von Kerzen erhellt stimmungsvoll die Kirchen,
in denen Lieder zu Advent und Weihnacht, sowie winterliche Songs von den Menschen
zwischen Moor und Meer erklingen.
Die Friedensbotschaft der Weihnacht trägt die „Musik in d‘ Lüchterkark – FOLK
MEETS CLASSIC“ alljährlich in die Welt hinaus. Seit Jahren ist sie im
Nordwesten Deutschlands, in Ostfriesland und dem Oldenburgerland eine
Kultveranstaltung von außergewöhnlicher musikalischer Vielfalt. Vom
Christmas Carol über bekannte Arien aus Oper und Oratorium, vom Winterfolk
aus Skandinavien und weihnachtlichen Volksliedern bis hin zu feuriger
Flamencomusik – das alles gibt es hier zu hören. Und wie immer, viel auf Platt.
Samstag 7. Januar Michaeliskirche Neugraben – 19:30 Uhr VVK 22€ / Abendkasse 25€
VVK im Kirchenbüro Neugraben, Cuxhavener Str. 323, Tel. 040 7018469 und bei den
Ticketmaster-VVK-Stellen, z.B. Ticketshops des Hamburger Abendblattes.
Autor: Andrea Ubben
Endlich wieder! – „Adventszauber“ in Cranz
Hunderte von Kindern, Eltern, Nachbarn und Lehrern trafen sich nach 2j Corona-Pause in der Grundschule und feierten.
Die Dritt- und Viertklässler führten witzige Sketche (mit Body Percussion) und Lieder auf („We will rock you“- der Queen-Klassiker umgeschrieben zum selbstbewussten „Wir wolln euch was zeigen!“) unter der Leitung von Sylvie Rehder; das Publikum war begeistert.
Es gab Hütten mit Gebasteltem vom Hort, Selbstgenähtem und Marmeladen vom Elternrat sowie Fühl-Socken für den Tastsinn und Apfeldrehen für die Geschicklichkeit. Schminken und Basteltische der Lehrer ergänzten das Aktivprogramm.
Der Sportverein SV Este 06/70 präsentierte sich; die Erwachsenenkurse sollen um ein Angebot für Kinder in Cranz ergänzt werden.
Die Tische in der adventlich geschmückten Pausenhalle bogen sich unter den üppigen Platten mit Kuchen, Muffins, gebrannten Mandeln und kurdisch-türkischen und polnischen Köstlichkeiten. Von Apfelkuchen bis Bulgur und Piroggen hatten wir vom Elternrat alles zu bieten und versorgten unsere Gäste in bester Stimmung. Draußen standen die Männer am Grill, unterstützt von der Freiwilligen Feuerwehr.
Das Highlight für die Kinder war natürlich die riesige Tombola. Das Versprechen „Jedes Los gewinnt“ wurde eingelöst- beladen mit Fußbällen, Sparschweinen, Spielen und vielem mehr zogen alle belebt und beschwingt wieder nach Hause. Danke an unsere großzügigen Sponsoren Mömax Hamburg, Jysk Harburg, Toom Buxtehude, Apotheke Langner, SEZ Apotheke Neugraben, Sparkasse Hamburg, Rieper Jork, Blümel Moisburg, Raiffaisen Jork.
Mit den Einnahmen kann der Schulverein den Ausflug zum Schlittschuhlaufen nach Harsefeld im Januar finanzieren, unseren Klassiker im Januar für alle Kinder.
Kinder können wieder schaukeln
Kinder können wieder schaukeln.
Spendenparlament und Quartiersbeirat spenden.
Aufatmen beim Verein zur Förderung der Integration in Wilhelmsburg: Dank großzügiger Spenden kann das psychomotorische Bewegungsangebot des Vereins im vollen Umfang weitergeführt werden. Der Verein baut jede Woche eine neue Bewegungslandschaft für die Kinder in der Sporthalle des Hauses der Jugend Wilhelmsburg auf. Vor Kurzem wurden bei einer Sicherheitsprüfung Mängel festgestellt. Ein Turnbaukasten, einige Schaukel-Deckenhaken, ein Trampolin und eine Hängematte müssen repariert beziehungsweise ersetzt werden. Nun hat das Hamburger Spendenparlament in seiner November-Sitzung beschlossen, den Verein mit 5.228 Euro zu fördern. Zuvor hatte bereits der Quartiersbeirat Reiherstiegviertel den Verein mit 1.200 Euro finanziell unterstützt. „Mit den großzügigen Spenden können die Schäden nun beseitigt, neues dringend benötigtes Sportgerät kann angeschafft werden. Die Kinder sind überglücklich, werden sie doch bald ihre geliebten Schaukeln und Kletterleitern wieder nutzen können. Und Trampolin- und Kastensprünge werden ebenfalls wieder möglich sein“, so Uli Gomolzig, Vorsitzender des Vereins.
Und es gibt noch einen weiteren Grund zur Freude: Auch im kommenden Jahr unterstützt die Reimund C. Reich Stiftung den Verein zur Förderung der Integration in Wilhelmsburg mit 48.000 Euro. Somit ist die Finanzierung der Personalkosten für das Jahr 2023 ebenfalls gesichert.
Der Verein bietet seit 17 Jahren unter anderem Sport- und Bewegungsangebote im Haus der Jugend Wilhelmsburg an. Dabei arbeitet der Verein bewusst und sehr erfolgreich mit Kindern, Jugendlichen und den dazu gehörenden Familien. Er unterstützt die Familien darüber hinaus auch mit Erziehungsberatungen und niedrigschwelligen Familienhilfen. Die psychomotorischen Angebote konnten seit 2005 stetig erweitert werden, sie erreichen inzwischen wöchentlich mehr als 650 Kinder. Es sei gelungen, das Vater-, Mutter-, Kind-Turnen an drei Tagen wöchentlich – jeweils Montag, Dienstag, Mittwoch von 16 bis 18 Uhr zu etablieren, so der Verein. Am psychomotorischen Angebot beteiligen sich inzwischen nahezu 80 Familien.
Harburg begrüßt die Adventszeit
Harburg begrüßte stimmungsvoll die Adventszeit
Weihnachtliches Treiben in der Harburger City mit Weihnachtsmann & Co.
Harburg hat heute voller Erfolg die schönste Zeit des Jahres begrüßt – die Adventszeit. Am ersten Adventssamstag des Jahres verteilte der Weihnachtsmann zusammen mit seinem Weihnachtsengel eifrig leckere Weihnachtsschokolade an die kleinen und großen Harburger:innen. Damit brachten die beiden viele Augen wahrlich zum Strahlen. Anschließend schlenderten zwei leuchtende Eisköniginnen auf Stelzen durch die Harburger City, zogen staunende Blicke auf sich und sorgten für zahlreiche schöne Fotos. Weihnachtliche Leckereien gab es hinterher auf dem traditionellen Harburger Weihnachtsmarkt – ob gebrannte Mandeln, Lebkuchen, Bratwurst vom Rost oder einen wärmenden Glühwein – der ganze Tag sorgte für eine stimmungsvolle Atmosphäre bei Jung und Alt.
Wunschzettelschreiben an den Weihnachtsmann im Atelier Habibi
Im Atelier Habibi haben etliche Kinder und auch Erwachsene unter künstlerischer Leitung von Sly und seinem Team einzigartige Wunschzettel mit viel Freude, Kreativität und Spaß selbst gestaltet. Und das Besondere: Die Wunschzettel werden nun im Anschluss durch Harburg Marketing nach Himmelpfort versendet, sodass jede:r der Absender:innen noch vor Weihnachten eine persönliche Antwort vom Weihnachtsmann erhält.
Weihnachtswall – Harburger:innen gestalteten gemeinsam ein Winterlicht ganz ohne Strom
Unter dem Motto stromfreies Winterlicht, gestalteten die Harburger:innen gemeinsam mit Walls Can Dance und Harburg Marketing die Wand vor dem Gloriatunnel. Das Ergebnis aller Beteiligten war eine bunte und einzigartige Weihnachtswall. Bei der Erstellung des Winterlichts wurde eine spezielle Nachleuchtfarbe verwendet. Diese zieht ihre Strahlkraft aus dem Tageslicht und schafft somit eine nachhaltige Beleuchtung ganz ohne Strom.
Wenn die medizinische Versorgung zum Patienten wird (Teil 1).
Essay von Henning Reh.
Die medizinische Versorgung im Bezirk Harburg und insbesondere in der Region Süderelbe ist bekanntermaßen problematisch. Gründe gibt es dafür viele, Lösungsansätze auch. Doch Verbesserungen bleiben aus. Hier geht es nicht um Schuldzuweisung, sondern um Problemlösung. Hier kommt die medizinische Versorgung selber als Patient und soll geheilt werden. Zumindest sollen Therapieformen aufgezeigt werden. Dazu erfolgt zunächst im ersten Beitrag die Beschreibung des Zustands (Anamnese), die Feststellung des Problems (Diagnose), bevor dann in dem nächsten Beitrag das Aufzeigen von möglichen Lösungsansätzen (Therapien) und der Ausblick auf die Behandlung (Indikation) des Patienten erfolgt. Welche davon dann die auch erforderliche Behandlung ist, bleibt offen, um der Diskussion Raum zu lassen, die hoffentlich dann einen Beitrag zur Lösung leisten wird.
Es leben rund 170.000 Menschen im Bezirk Harburg, davon gut 56.000 Menschen in der Region Süderelbe. Während nach Auffassung der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVHH) eine hausärztliche Versorgung zu 100% gewährleistet ist, wenn durch eine Arztstelle 1.609 Menschen versorgt werden, stellt es sich in Süderelbe ziemlich anders dar. In Neugraben-Fischbek sind es immerhin nur 2.137, in Hausbruch muss eine Arztstelle 4.233 Menschen versorgen. Im Schnitt sind es 2.807 Menschen je Arztstelle. Das entspricht einer dramatisch geringen Versorgungsquote von lediglich 57,33%.
In der Region Harburg sieht es schon besser aus. Von Heimfeld bis Rönneburg liegt die Versorgungsquote bei fast 93%. Doch das liegt vor allem daran, dass im Harburger Kerngebiet die Quote bei satten 204,5% liegt.
Fakt ist aber, dass die Menschen aus Süderelbe somit kaum die Möglichkeit haben, nach Harburg auszuweichen, da die dort vorhandenen Kapazitäten auch dort benötigt werden.
Die KVHH versteht ganz Hamburg als einheitliches Versorgungsgebiet und sieht deshalb die Versorgung als gesichert an. Damit steht Hamburg im Vergleich mit ländlichen Regionen auch gut da. In Eppendorf, Harvestehude, Rotherbaum und Uhlenhorst liegt die Versorgung zwischen 159% und 175%, in Blankenese bei 224% und in Hoheluft-Ost bei rund 475%. Da können die Süderelber zwar mit Wehmut über die Elbe schauen, doch wenn man mit dem ÖPNV vom Fischbeker Heidbrook bis Hoheluft-Ost oder Blankenese mehr als eine Stunde für die einfache Fahrt benötigt, ist dies keine besonders attraktive Alternative.
Die KVHH hat sicher auch die Interessen der Patienten im Blick, ist aber grundsätzlich eine standesrechtliche Interessenvertretung der Ärzt:innenschaft. Hier werden Arztsitze vergeben, Gebiete aufgeteilt und Ressourcen verwaltet. Sicherlich mag es gute Gründe dafür geben, warum in manchen Stadtteilen mehr Arztsitze vorhanden sind. Gerne auch mal im Umfeld von großen Kliniken. Gerne auch mal dort, wo mehr Privatpatienten sind.
Eine 100%ige Versorgung ist gegeben, wenn auf einen Arzt oder eine Ärztin 1.609 zu versorgende Menschen kommen. Unabhängig von der Morbidität, also unterschiedlichen Krankheitsbelastungen, wie sie zum Beispiel in Abhängigkeit vom sozialen Status, den ökonomischen Möglichkeiten, bestehen. Oder einfacher ausgedrückt: Armut macht kranker und behandlungsbedürftiger. Im Sinne einer gerechten und solidarischen Versorgung müssten also in belasteteren Regionen mehr medizinische Angebote vorhanden sein. Gesundheit und sozialer Status sind eng miteinander verknüpft.
Hierbei der Ärzt:innenschaft einen Vorwurf zu machen, wäre zu kurz gedacht. Hinter ihnen liegt eine hochqualifizierte, jahre-, teilweise jahrzehntelange Aus- und Weiterbildung. Ihr Ziel ist, Menschen zu helfen, Leben zu retten. Nicht das große Geld. Wer das als Ziel hat, wird nicht Arzt oder Ärztin. Doch wie können auch bislang unterversorgte Regionen besser versorgt werden? Dafür gibt es verschiedene Ansätze.