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„Eine Autobahn kann kein Klimaschutzprojekt sein“

„Eine Autobahn kann kein Klimaschutzprojekt sein“.

Umweltverbände reichen Klage gegen A26-Ost ein.

Die Hamburger Landesverbände von BUND und NABU werden, wie bereits auf einer Veranstaltung in Moorburg am 23. Januar angekündigt, gemeinsam eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss zur A26-Ost einreichen. Das hätten die Vorstände der beiden Umweltverbände nach eingehender fachlicher und juristischer Untersuchung des Planfeststellungsbeschlusses entschieden. Die Bundesverbände von BUND und NABU unterstützen die Klage. Dem nicht einmal zehn Kilometer langen Autobahnstück mangele es laut BUND und NABU aufgrund veränderter Rahmenbedingungen am Bedarf. Es zerstöre wertvolle Natur, sei mit den Klimazielen nicht vereinbar und zudem mit geschätzten 2,3 Milliarden Euro sündhaft teuer. Beide Verbände sammeln ab sofort Spenden, um die Kosten für die Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht abzufedern, erkärten die Umweltverbände in einer Pressemitteilung.
„Umweltverbände können nicht einfach so klagen, weil ihnen ein Projekt nicht gefällt. Es muss klare rechtliche Anhaltspunkte geben, denn Gerichte entscheiden nicht, was ‚richtig‘ ist, sondern, was rechtmäßig ist. Wir sind zu der Auffassung gekommen, dass die Planung zur A26-Ost im Konflikt mit dem Gesetz steht. Dass der Bau der Autobahn überhaupt noch zur Debatte steht, ist der fehlenden Weitsicht der politisch Verantwortlichen geschuldet. Die Belange des Umwelt- und Naturschutzes werden in der öffentlichen Abwägung noch immer viel zu selten adäquat berücksichtigt. Wir werden versuchen, dieses Versäumnis mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu korrigieren“, erläutern BUND und NABU.
Vor allem im jetzt planfestgestellten ersten Abschnitt bei Moorburg seien die Auswirkungen auf die Natur erheblich. Wertvolle Biotopflächen, die ein attraktiver Lebensraum für zahlreiche teils bedrohte Pflanzen- und Tierarten wären, darunter auch Moor- und Torfböden, werden dort zerstört. Das Ausgleichskonzept des Vorhabenträgers für die zu erwartenden Naturschäden erfülle nach Auffassung der Umweltverbände die rechtlichen Vorgaben nicht. Während die Kompensation der Schäden über 15 Kilometer entfernt im Hamburger Osten umgesetzt würden, könne ein ökologischer Ausgleich nur dann wirksam sein, wenn er in räumlicher Nähe stattfindet. So sei es auch rechtlich vorgesehen.
Die Umweltverbände setzen sich dafür ein, eine taugliche Ost-West-Verbindung auf dem nur wenige Kilometer nördlich gelegenen Veddeler Damm zu organisieren. Diese ursprünglich geplante Alternative wird im aktuellen Verfahren nicht ausreichend berücksichtigt. Dabei setzt der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) richtigerweise vor allem auf Erhalt vor Neubau. Weil zudem eine neue Köhlbrandquerung sowieso gebaut werden muss, ist nach Auffassung von BUND und NABU ein Ausbau der zentralen Haupthafenroute infrastrukturell, finanziell und ökologisch angemessen, so BUND und NABU.
Vertreter des Runden Tisches Hohenwisch demonstrierten am 6. Februar vor einem DEGES-Stand in der Nähe der Marktfläche am Sand gegen die geplante A26-Ost. Zur Erklärung: Die DEGES verantwortet Planung und baudurchführung für den Neubau und die Erweiterung von Autobahnen und bundesstraßen. Mit von der Partie waren auch Akteure vom BUND und NABU sowie Aktive aus Moorburg und Wilhelmsburg. Mit im Schlepptau befanden sich ebenfalls die Kids des Kindergartens Kinderland. Lisa-Mia Schaich vom Runden Tisch Hohenwisch appellierte an die DEGES-Vertreter, das Projekt A26-Ost zu den Akten zu legen. Zudem sprach sie eine Einladung an die DEGES aus. Deren Vertreter könnten bei einer Veranstaltung auf dem Anwesen des Moorburger Veranstalters Manfred Brandt ihre Sicht der Dinge darlegen. Sie kündigte überdies weitere Aktionen an. Darunter auch solche, bei denen Spenden für die Klagen gesammelt werden sollen. Die DEGES-Vertreter hingegen warteten nach eigener Aussage immer noch auf eine Einladung von den Gegnern der A26-Ost, sagte DEGES-Pressesprecher Ulf Evert. Man sei bereits in vielen Stadtteilen vor Ort gewesen, um die Bürger über die A26-Ost zu informieren. Hier in Harburg sei die letzte Station. Natürlich würde man gerne auch nach Moorburg kommen – aber bislang habe es keine Einladung gegeben, erklärte Evert. Dieser wies darauf hin, dass die DEGES-Vertreter lediglich über die baulichen Details der A26-Ost berichten könnten. Über politische Grundsatzfragen zum Thema A26-Ost würden sie keine Stellung beziehen, teilte Evert mit.

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BKD statt BOD?

BKD statt BOD?.

CDU macht sich für Kontrolldienst stark.

Seit fast 10 Jahren hat Harburg keinen Bezirklichen Ordnungsdienst (BOD) mehr. Seitdem gibt es eine Lücke für die von Bürgern wahrgenommenen Probleme im Bereich Sicherheit und Ordnung, meint die CDU.
Das Vier-Säulen-Modell des Senats, in das die Aufgaben des BOD übertragen werden sollte, sei gescheitert, ein Vakuum für bürgernahe, alltägliche Ordnungs- und Sicherheitsaspekte entstanden. Bürger sollen Ordnungswidrigkeiten im öffentlichen Raum stattdessen telefonisch oder schriftlich melden, weiß der CDU-Bezirksabgeordnete Rainer Bliefernicht zu berichten. Mehreren Versuchen in der Vergangenheit-unter anderem 2021 in Harburg- den BOD wiederauferstehen zu lassen sei kein Erfolg beschieden.
Stattdessen gebe es seit 2021 im Bezirk Mitte den Bezirklichen Kontrolldienst (BKD). Neben der Überwachung von Großveranstaltungen im gesamten Stadtgebiet habe der 26köpfige Kontrolldienst im Bezirk weitere Aufgaben übernommen. Diese Einheit soll umfassend und in vielen verschiedenen Lebensbereichen für mehr Ordnung sorgen. Durch mehr Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung soll die Zufriedenheit der Bürger erhöht und die Polizei entlastet werden – gerade bei Großveranstaltungen, skizziert Bliefernicht. Dieser sieht in dem BKD einen angemessenen BOD-Nachfolger. Der Kontrolldienst sei eine Verstärkung im Bereich Sicherheit und Ordnung im Bezirk Mitte. Auch Harburg benötige mehr denn je einen leistungsfähigen Ordnungsdienst, der niedrigschwellig bezirkliche Belange durchsetze, für mehr Sicherheit und Ordnung und damit eine bessere Lebensqualität in Harburg sorgt. Es gilt, die von den Bürgern wahrgenommenen Probleme sichtbar zu beheben, sagt Bliefernicht.
Gleichzeitig könne die Polizei sich wieder auf ihre zentralen Aufgaben im Bezirk konzentrieren (Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung, vorbeugende Bekämpfung/Verhütung von Straftaten, Amts- und Vollzugshilfe, Strafverfolgung, Versammlungsschutz, Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten), so Bliefernicht. Dieser zeichnet auch als Antragsteller für den folgenden Antrag verantwortlich. In diesem wird der Vorsitzende der Bezirksversammlung gebeten, sich nochmals ausdrücklich beim Senat und allen zuständigen Fachbehörden dafür einzusetzen, dass im Bezirk Harburg wieder ein leistungsfähiger Ordnungsdienst eingesetzt wird und die entsprechenden Finanzmittel und Stellenzuweisungen erfolgen. Auch die Bezirksamtsleiterin wird gebeten, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für eine Wiedereinführung des bezirklichen Kontrolldienstes in Harburg stark zu machen und die Umsetzung zu forcieren.

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Mehr als 30 Jahre Engagement für das Kulturhaus Süderelbe

Mehr als 30 Jahre Engagement für das Kulturhaus Süderelbe.

Marketta Eksymä-Winkelmann in den Ruhestand verabschiedet.

Nach mehr als dreißig Jahren im Kulturhaus Süderelbe ist Marketta Eksymä-Winkelmann in den regulären Ruhestand eingetreten. Die gebürtige Finnin kam als Reiseverkehrskauffrau in den 1980er-Jahren nach Hamburg, lebte fortan in Harburg/Süderelbe und fand als Kursteilnehmerin der Ölmalerin Magrit Werner ihren Einstieg in die Bildenden Künste. Als eine Verwaltungskraft im „Alten Kulturhaus“ am Standort Ehestorfer Heuweg gesucht wurde, begann sie ihre berufliche Laufbahn im Stadtteil- und Kulturzentrum. Der Umzug des Kulturhauses 2011 in das neu gebaute Bildungs- und Gemeinschaftszentrum (BGZ) Süderelbe am Neugrabener Bahnhof eröffnete ihr ein neues Kapitel – große Ateliers, Werkstätten, Musikräume, Veranstaltungsflächen sowie hervorragende Kooperationen mit Schule, Kita, Jugendclub und Sportvereinen unter einem Dach. Durch ein berufsbegleitendes Studium zur Kulturwirtin qualifiziert, übernahm Marketta Eksymä-Winkelmann 2017 die Geschäftsführung im Kulturhaus, immer in enger Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlichen Vorstand. Ende Januar übergab sie nun „die Schlüssel“ an ihre Nachfolgerin Johanna Eisenschmidt. Die studierte Kulturwissenschaftlerin war Referentin für Unternehmerische Verantwortung bei BUDNI in Wandsbek, dann Assistentin der Intendanz und Geschäftsleitung in der Stiftung Kulturpalast Hamburg in Billstedt und seit 2020 im Kulturhaus Süderelbe für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie für das Kurs- und Veranstaltungsmanagement zuständig. Die gebürtige Marmstorferin lebte zehn Jahre in Heimfeld, wo sie auch das Stadtteilfest mit organisierte. Seit drei Jahren lebt die 38-Jährige in Neugraben-Fischbek und ist begeistert von Stadtteil und Menschen hier.
„Ich danke Marketta für ihre sorgsame Einarbeitung und Übergabe im Kulturhaus – zu Recht wurde meine Chefin in der Abschiedsrede unserer Vorsitzenden Ines Sulzbacher als die Seele unseres Hauses bezeichnet! Mit dem neu aufgestellten Team aus drei hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen werden wir unser Leitbild Kunst und Kultur für alle vor Ort weiter mit Leben füllen“, betont Eisenschmidt. Das Kursangebot für Kinder und Erwachsene, Deutschkurse, ein Begegnungscafé, Kinoprogramm, Kindertheater, Konzerte und Kabarettaufführungen – das Kulturhaus und sein Quartiersraum JoLa würden stark nachgefragt und genutzt. Der Wachstumskurs wird nach den Einschränkungen der Corona-Pandemie unverändert fortgesetzt, kündigt Eisenschmidt an.

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VTH-Damen landen Überraschungserfolg gegen Stralsund

VTH-Damen landen Überraschungserfolg gegen Stralsund
3:2-Heimsieg gegen Spitzenteam der Regionalliga Nord
Die Volleyball-Damen des VT Hamburg haben sich mit einem Überraschungserfolg in die Winterpause verabschiedet. In der CU Arena setze sich das Team von Trainer Gerd Grün am Samstag (17.12.) gegen die Tabellenführerinnen der Regionalliga Nord durch. Gegen die 2. Damen des 1. VC Stralsund siegten die Neugrabenerinnen in einem sehr engen Match 3:2 (21:25, 25:14, 22:25, 25:18, 15:6). Die Volleyballerinnen der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft (HNT) überwintern damit auf Rang sieben der Regionalliga-Tabelle.
Der unerwartete Erfolg sorgte für viel Euphorie bei den anwesenden VTH-Anhängern. Für Trainer Grün bleibt das Ziel aber der Klassenerhalt: „Die Liga soll kleiner werden. Deshalb steigen gleich vier Teams am Ende der Spielzeit ab. Und da wollen wir keinesfalls dabei sein“, sagte Grün. Tatsächlich trennen die VTH-Damen derzeit nur vier Punkte vom ersten Abstiegsrang. Dass es endlich mit einem Sieg gegen ein Spitzenteam geklappt hat, freute aber auch Grün. Gefeiert wurde der Erfolg im Anschluss der Partie mit Gästen und Fans bei der „Aftergame-Christmas-Party“.
Das neue Jahr startet für die VTH-Damen mit einem Neujahrsturnier in der CU Arena. Am Sonntag, den 8. Januar sind neben Konkurrenten aus der Regionalliga auch Teams aus der dritten Liga dabei. In der Regionalliga Nord geht es am 14. und 21. Januar mit zwei wichtigen Auswärtsspielen im Kieler Stadtteil Wik und in Parchim weiter. Beide Gegner stehen derzeit in der Tabelle hinter dem VTH. Im ersten Heimspiel des neuen Jahres empfängt das Volleyball-Team Hamburg am 29. Januar um 15 Uhr in der CU Arena den 1. VC Norderstedt.

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Tafel in Hausbruch: Dankbarkeit und Motivation

Tafel in Hausbruch: Dankbarkeit und Motivation

Das Echo des Spendenaufrufs für die Tafel in Neuwiedenthal (Der Neue Ruf vom 26.11.22) war überwältigend. Karin Strietzel vom Team der ehrenamtlichen Helferinnen: „An den Montagen im Advent sind wir geradezu überrannt worden. So viele Menschen haben Lebensmittel oder Geld gebracht – wir konnten die Tüten für die Bedürftigen endlich mal wieder so richtig füllen. Und nicht zuletzt erfahren wir Ehrenamtlichen viel Anerkennung, das freut uns auch.“
Oliver Domzalski aus Neugraben, der Initiator der Spendenaktion, freut sich ebenfalls über die Großzügigkeit seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger: „Ich hoffe, das motiviert dazu, auch im neuen Jahr weiter regelmäßig an die Tafel zu denken und etwas vorbeizubringen. Die Not wird auch 2023 groß sein.“ Und er nennt nochmal die wichtigsten Fakten: Abgabe montags zwischen 11:30 und 14:00 im Untergeschoss der Thomaskirche (Striepenweg / Lange Striepen). Spenden bitte nur direkt bei den Damen abgeben! Gerne genommen werden Lebensmittel, Toilettenartikel und Bargeldspenden mit dem Vermerk „Tafel Neuwiedenthal – für den Kauf von Naturalien“.