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Busverbindung nach Ehestorf auch von Niedersachsen abhängig

Busverbindung nach Ehestorf auch von Niedersachsen abhängig.

Fehlende Fahrgeldeinnahmen zu beachten.

Die Busverbindung zwischen z.B. dem nördlichen und zentralen Eißendorf in Richtung Ehestorf sind sehr umwegig und zeitaufwendig. Fahrgäste müssen auf dem Hinweg über die Haltestelle Harburg Rathaus, auf dem Rückweg sogar über den Bahnhof Harburg fahren. Bezeichnend sei, so die SPD, „dass z. B. die HVV-Auskunft für die Verbindung von der Haltestelle „Auf der Jahnhöhe“ – Museum Kiekeberg keine Busse vorschlägt, sondern einen Fußweg von 39 Minuten. Mit dem Museum Kiekeberg und dem Wildpark Schwarze Berge verfüge Ehestorf jedoch über zwei sehr attraktive Ziele, „die auch von vielen Harburgerinnen und Harburgern gern besucht werden.“
Um mehr Menschen im westlichen Teil des Harburger Kerngebiets eine attraktive Busverbindung nach Ehestorf anzubieten, käme für die SPD daher eine Verlängerung der Linie 443 (Meckelfeld – Bf. Harburg – Eißendorf (Majestätische Aussicht) in Frage. Diese Linie könnte zumindest zu den Öffnungszeiten der Ausflugsziele versuchsweise z.B. im 1-Stunden-Takt nach Ehestorf verlängert werden. Als Ersatz für die Haltestelle Majestätische Aussicht (sie kann dann nicht mehr bedient werden) sollte geprüft werden, ob eine neue Haltestelle im Ehestorfer Weg eingerichtet werden kann.
Die Bezirksverwaltung wurde gebeten, sich bei der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) und der Hamburger Verkehrsverbund GmbH (HVV) dafür einzusetzen, „dass zwischen Eißendorf und Ehestorf, ggf. in Absprache mit dem Landkreis Harburg, direkte Busverbindungen hergestellt werden, damit zumindest das Museum Kiekeberg und der Wildpark Schwarze Berge noch besser mit dem Bus erreichbar sind.“
Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende nimmt dazu wie folgt Stellung: „Der Vorschlag einer Verlängerung der Linie 443 wird grundsätzlich als sinnvoll eingeschätzt. Auch der Landkreis Harburg hat gegenüber dem HVV bereits entsprechende Anregungen zu einer Verlängerung gegeben. Eine Verknüpfung am Museum Kiekeberg mit der Linie 340 würde eine bessere Erreichbarkeit der Rudolf-Steiner-Schule mit sich bringen. Ebenso würde eine Verknüpfung mit den RegionalBus-Linien 4200 und 4210 die Erreichbarkeit der Technischen Universität Hamburg (TUHH) aus den Gemeinden Rosengarten, Nenndorf und Tötensen verbessern.“
Da es sich bei einer Verlängerung der Linie 443 jedoch überwiegend um eine Leistung außerhalb Hamburgs handele, sei die Frage der Ausgestaltung der Linie auch von der Mitfinanzierung des Landkreises Harburg abhängig. Zudem seien die aktuell pandemiebedingten Fahrgastrückgänge und in Folge die fehlenden Fahrgeldeinnahmen zu beachten. Eine Umsetzung wäre insoweit mittelfristig in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung der Fahrgastzahlen und Einnahmen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu prüfen.

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Digitaler Unterricht soll Präsenzunterricht ergänzen

Digitaler Unterricht soll Präsenzunterricht ergänzen.

Was sich Schüler in Harburg wünschen.

Schüler waren besonders lange den Corona-Einschränkungen ausgesetzt. Um die Kontakte dieser Gruppe möglichst stark zu reduzieren, fand zunächst Homeschooling statt, dann folgte der Wechselunterricht. Auch persönliche Treffen mit Gleichaltrigen in der Schule und im Leben außerhalb der Schule, zum Beispiel beim Sport, in Vereinen oder in Jugendtreffs, war lange Zeit nicht möglich. Seit dem Sommer findet wieder Präsenzunterricht statt, flankiert durch eine Teststrategie.
Der schulpolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Nils Hansen, der selbst Lehrer in Bergedorf ist, tauschte sich am 15. Februar über das Thema „Schule in Zeiten von Corona“ mit mehreren Harburger Schülern aus. Sie waren einer Einladung von Sören Schumacher gefolgt. Der Harburger SPD-Bürgerschaftsabgeordete hatte diese Online-Veranstaltung initiiert und freut sich über die rege Teilnahme der Schüler: „Dass viele Schülerinnen und Schüler sich so ausgiebig und differenziert mit uns ausgetauscht haben und Einblick gegeben haben, was ihrer Meinung nach gut läuft und wie sie sich die Zukunft wünschen, ist für uns Bürgerschaftsabgeordnete sehr wertvoll“, so Schumacher abschließend.
Besonders wichtig war den Schülern, dass der Präsenzunterricht auf jeden Fall aufrechterhalten werden müsse. Dies sei unverzichtbar für ein gutes Lernen, aber auch für das soziale Miteinander. Sie begrüßten, dass es für Härtefälle dennoch Ausnahmeregelungen gebe.
Die sehr engagierten Schüler teilten ihre Erfahrungen aus dem letzten Jahr, richteten aber auch ihre Fragen und Anliegen an Hansen und Schumacher. Sie berichteten aus dem veränderten Schulalltag während der Pandemie, wie der Unterricht in dieser Zeit gestaltet wurde und wie die Digitalisierung des Unterrichts durch die Corona-Pandemie einen wesentlichen Schub erhalten hat. Auch neue Möglichkeiten des Unterrichts haben sich nach ihrer Erkenntnis eröffnet, doch würden nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, bedauerten sie. Das WLAN funktioniere an den Schulen fast immer. Auch seien mittlerweile viele Endgeräte vorhanden. Diese würden bei Bedarf von den Schulen gestellt, „sodass Familien, die sich den Kauf von Tablets nicht leisten können, dennoch mit der nötigen Technik versorgt werden.“ Bei der Wartung der Geräte und der Software gebe es allerdings auch Optimierungsmöglichkeiten.
Die Schülerinnen wünschten sich, der digitale Unterricht solle fortgeführt werden und den bisherigen Unterricht so wertvoll ergänzen. Dazu sei es aber auch notwendig, dass das Instrumentarium und die Software weiterentwickelt werden und dass die Lehrerinnen und Lehrer Fortbildungen erhalten, um diese neuen pädagogischen Mittel möglich zielgenau einsetzen zu können.

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Kessel, Flotte Lotte, Thermomix

Kessel, Flotte Lotte, Thermomix.

„Herdanziehungskraft. Küche und Kochen“ im Freilichtmuseum.

Vom offenen Herdfeuer bis zum modernen Herd – das Freilichtmuseum am Kiekeberg zeigt vom 6. März bis zum 23. Oktober die neue Sonderausstellung „Herdanziehungskraft. Küche und Kochen“. Besucher erhalten Einblicke in Küchenmodelle, Küchengeräte und Kochrezepte aus zwei Jahrhunderten. Am Eröffnungssonntag, dem 6. März, führt die Kuratorin Anne Herrgesell die Besucher durch die neue Sonderausstellung im „Agrarium“. Beim Mitmachprogramm backen und kochen Kinder an unterschiedlichen Herdstellen im Museum.
Museumsdirektor Stefan Zimmermann erklärt: „In Küchen entstehen seit jeher Rezepte und Traditionen mit Familie und Freunden. In unserer Ausstellung zeigen wir die Entwicklung der privaten Küche als Arbeitsraum, als Aufenthaltsort und als sozialen Treffpunkt.“ Kuratorin Anne Herrgesell ergänzt: „Unsere Besucher erkennen hier, wie das Kochen mit der Zeit immer effizienter und schneller wurde ­- vom Schürhaken und Kessel vor 150 Jahren, über die ‚Flotte Lotte‘ in den 1930er-Jahren bis zum Thermomix heute. Wir stellen in der Sonderausstellung auch die Frage, wie Küchen und Kochen in der Zukunft aussehen könnten. Aktuelle Trends wie die Vernetzung und Automatisierung mit ‚Smart Kitchen‘ und Sprachassistenten stehen für Veränderungen.“
Am Eröffnungssonntag führt die Kuratorin die Besucher um 11 und 14 Uhr durch die neue Ausstellung und beantwortet ihre Fragen. Wer auf der Suche nach Rezepten ist, wird in den historischen Kochbüchern von Henriette Davidis aus dem 19. Jahrhundert fündig. Kinder backen duftende Apfelringe über dem offenen Feuer im historischen Heidehof des Museums. Am modernen Herd kocht die Landfrau Sonja Freitag mit Kindern Gemüsesuppen – die pürieren die jungen Köche selbst mit einer „Flotten Lotte“. Im Röstereicafé Koffietied nehmen Kaffeeliebhaber um 11.30 Uhr und 14.30 Uhr an einer Kaffee-Verkostung teil. Der Museumsgasthof „Stoof Mudders Kroog“ bietet traditionelle norddeutsche Gerichte.
Die Wander-Ausstellung ist Teil des Ausstellungsverbunds „Alltag, Arbeit, Anstoß, Aufbruch“ und befindet sich im Obergeschoss des 3.000 Quadratmeter großen „Agrariums“, Deutschlands erster Dauerausstellung über Landwirtschaft und Nahrungsproduktion.
Ein Rundgang durch die historischen Gebäude im Freilichtmuseum am Kiekeberg veranschaulicht die Entwicklung von Küchen: Vor 200 Jahren kochte die Magd im Heidebauernhof eine Mahlzeit im Kessel über dem offenen Feuer für die Hofgemeinschaft, mit viel Rauch unter dem Dach. 100 Jahre später gab es im Fischerhaus einen gusseisernen Herd mit Rauchabzug, an dem die Hausfrau oft Gemüse oder auch mal Pfannkuchen zubereitete. In der Nissenhütte sehen Besucher, wie nur 40 Jahre später Flüchtlinge wieder mit einem einfachen Behelfsherd, der „Kochhexe“, ums Überleben kämpften. Nach dem Wirtschaftsaufschwung dient im Quelle-Haus der 1970er-Jahre bereits ein Elektroherd zum Kochen.
Erwachsene zahlen 9 Euro Museumseintritt, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei. Aktuelle Informationen zum Besuch gibt es unter www.kiekeberg-museum.de.

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Frauenschicksale: (Äber-)Leben in der Kriegs- und Nachkriegszeit

Frauenschicksale: (Äber-)Leben in der Kriegs- und Nachkriegszeit.

Sonntagsführung mit Vera Thiel.

Zwei Tage vor dem Weltfrauentag (8. März) beschäftigt sich die Sonntagsführung im Ostpreußischen Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung in Lüneburg, Heiligengeiststraße 38, mit dem Schicksal von Frauen während des Zweiten Weltkrieges und in den Nachkriegsjahren.
Es waren Frauen, die vom Vertreibungsschicksal besonders betroffen waren, die während der Flucht häufig extreme körperliche sowie psychische Gewalt erleben mussten und teilweise als Zwangsarbeiterinnen in Arbeitslager verschleppt wurden. Während der Nachkriegszeit mussten viele von ihnen mit ihren Kindern jahrelang in Internierungslagern leben und sich später den außerordentlichen Herausforderungen am Ankunftsort stellen. Die Frauen hatten nicht nur die belastende Situation einer Zwangseinquartierung zu bewältigen, sie mussten sich auch um die Ernährung ihrer Kinder und älteren Angehörigen kümmern. Anhand einiger interessanter Exponate aus den Bereichen Flucht, Vertreibung und Ankommen wird Vera Thiel explizit auf diese Thematik eingehen.
Die Teilnehmerzahl für die Führung, die um 14 Uhr beginnt, ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de ist erforderlich. Die Corona-Regeln werden tagesaktuell auf der Webseite des Museums veröffentlicht. Das Tragen einer FFP2-Maske in den Innenräumen ist Vorschrift.

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„Zukunftsplan: Hoffnung“

„Zukunftsplan: Hoffnung“.

Weltgebetstag am 4. März gemeinsam feiern.

Weltweit wird immer am ersten Freitag im März der Weltgebetstag gefeiert. Frauen eines Landes bereiten dafür die Liturgie vor, suchen Gebete, Gedanken und Lieder aus, die dann weltweit im Gottesdienst genutzt werden. In diesem Jahr haben Frauen aus England, Wales und Nordirland den Weltgebetstag unter dem Titel „Zukunftsplan: Hoffnung“ vorbereitet. Im Kirchenkreis Hittfeld wird der Weltgebetstag am 4. März in Buchholz, Hollenstedt, Neu Wulmstorf und Rosengarten (Nenndorf) gefeiert.
„Ich will Euch Zukunft und Hoffnung geben!“ Diese Zusage bekommt Israel von Jeremia mitten in der babylonischen Gefangenschaft. In einer Zeit, in der der Weg und die Zukunft nicht klar sind. Dazu erläutert Marlene Kockel vom Buchholzer Vorbereitungsteam: „Dieser Text steht im Zentrum des diesjährigen Weltgebetstages. In einer Zeit, in der alles anders ist, als wir es kannten. In der wir uns vielen neuen Situationen gegenüberstehen sehen.“ Und das Vorbereitungsteam aus England, Wales und Nordirland erläutert: „Weltweit blicken Menschen mit Verunsicherung und Angst in die Zukunft. Die Corona-Pandemie verschärfte Armut und Ungleichheit. Zugleich erschütterte sie das Gefühl vermeintlicher Sicherheit in den reichen Industriestatten.“
Die Gottesdienste im Kirchenkreis Hittfeld am Freitag, 4. März:
Buchholz
Wie jedes Jahr bereiten ökumenische Frauen aus Buchholz und Umgebung den Weltgebetstag vor. In diesem Jahr findet er in der Christuskirche, Bremer Straße 63, in Buchholz statt. Beginn 19 Uhr. Eine Teilnahme per Zoom ist möglich unter https://zoom.us/j/92894504344.
Hollenstedt
In Hollenstedt findet der Gottesdienst um 19 Uhr in der St. Andreaskirche unter der 2G-Regel statt. Für Bürger der Samtgemeinde wird ein Fahrdienst angeboten. Interessierte melden sich bis zum 2. März im Kirchenbüro an, Tel. 04165 8355.
Rosengarten
Die Kirchengemeinde Rosengarten lädt zum Gottesdienst um 19 Uhr in die Kreuzkirche Nenndorf ein, ohne Beisammensein, ohne anschließendes Essen. Der Gottesdienst findet analog unter den Corona-Regeln statt, eine Maske ist zu tragen.
Neu Wulmstorf
Die Lutherkirchengemeinde lädt zum Gottesdienst um 19 Uhr in die Lutherkirche. Eine vorige Anmeldung ist erforderlich, entweder im Gemeindebüro (Tel. 040 7008463) oder online https://lutherkirche.gottesdienst-besuchen.de. Ebenso ist es Pflicht, eine Maske zu tragen.
Da aufgrund der Pandemie auch in diesem Jahr mit weitaus weniger Spenden am WGT-Gottesdienst an den einzelnen Orten zu rechnen ist, bittet das Buchholzer Vorbereitungsteam um Spenden für den Weltgebetstag: Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V., Evangelische Bank EG, Kassel, IBAN: DE60 5206 0410 0004 0045 40.
„Gleichzeitig weist das Team auf die Projektarbeit des WGT hin, die in jedem Jahr ein, zwei neue Projekte aufnimmt, die aus den weltweit eingesammelten Spenden unterstützt werden. In diesem Jahr werden Frauen in Pakistan zu mehr Selbstbewusstsein ermutigt durch den Erwerb von verschiedenen Fähigkeiten. So können sie auch ein kleines Einkommen erwirtschaften. Und in Ghana führte unter der zurzeit herrschenden Pandemie die Kinderverheiratung zu einem drastischen Anstieg. Hier sorgt die Organisation PAORP für Aufklärungsprogramme, damit sie fähig werden, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kirchenkreises Hittfeld.