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HSV verstärkt Frauenfußball-Engagement

HSV verstärkt Frauenfußball-Engagement.

Catharina Schimpf wird Koordinatorin.

Die Verantwortlichen der HSV Fußball AG und des HSV e.V. haben es bereits vor Monaten initiiert, nun wird das gemeinschaftliche Projekt auf die nächste Entwicklungsstufe gehoben: Der im HSV e.V. angesiedelte Frauenfußball soll künftig weiter gestärkt werden und dabei insbesondere von den vorhandenen gewachsenen Strukturen der HSV Fußball AG profitieren. „Wir wollen den Frauen- und Juniorinnenfußball im HSV gemeinsam professionalisieren“, sagt HSV-Vorstand Jonas Boldt. Mit Catharina Schimpf besetzt ab Juli 2021 eine Mitarbeiterin der HSV Fußball AG den Posten der Koordinatorin Frauenfußball. Schimpf, selbst erfahrene Erst- und
Zweiligaspielerin der HSV-Frauen, übernimmt in enger Abstimmung mit Horst Hrubesch und dem Nachwuchsleistungszentrum sowie mit Tobias Lietz, Teamleiter Spitzensport im HSV e.V., die operative Führung der neuen Mission. Hrubesch hatte als ehemaliger Bundestrainer bereits zu Beginn seines Einstiegs beim HSV die Wiedererstarkung des HSV-Frauenfußballs gefordert. Knapp zehn Jahre nach dem freiwilligen Rückzug aus der Bundesliga werden nun die Maßnahmen zum Erreichen der nächsten Etappenziele vorbereitet, zu denen auch die zeitnahe Rückkehr in den Bundesligafußball zählt. Alle weiteren Informationen dazu gibt es online unter www.hsv-ev.de.

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Hotline Saubere Stadt

Die Hotline „Saubere Stadt“ der Stadtreinigung Hamburg nimmt unter 040 25761111 wilde „Müllecken“ auf, beseitigt sie oder leitet sie an die zuständigen Institutionen weiter. Noch einfacher geht es mit der App der Stadtreinigung Hamburg. Neben der Funktion „Müllecke melden“ gibt es noch weitere Angebote in der App, wie zum Beispiel den Toilettenfinder. Die App steht im Play- und im App-Store kostenlos zum Downloaden zur Verfügung, Stichwort Stadtreinigung Hamburg.

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Wilhelmsburg

Beirat für Stadtteilentwicklung

Der Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg kommt am 5. Mai um 18.30 Uhr zu seiner 70. Sitzung zusammen. Die Sitzung wird digital stattfinden. Der Link zur Zoom-Konferenz ist zu finden unter www.stadtteilbeirat-wilhelmsburg.de.
Die Mitglieder des Beirates kommen zusammen, um über aktuelle Entwicklungen im Stadtteil zu sprechen und diese mitzugestalten. Die Sitzung ist öffentlich. Unter anderem berichtet Abeba-Sium Kiflu vom BI Elbinseln zum Projekt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“.

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100 Jahre Straßenbau-Geschichte kommt zum Vorschein

100 Jahre Straßenbau-Geschichte kommt zum Vorschein.

Rückbau der Wilhelmsburger Reichsstraße schreitet voran.

Mühelos knackt der sonnenblumengelbe Bagger mit seiner riesigen Zange den Beton in kleine Stücke, überall gucken Stahlmatten heraus: Jahrzehntelang hat die sogenannte Stahlbewehrung der Brücke der ehemaligen Wilhelmsburger Reichsstraße, die über den Ernst-August-Kanal führte, seine Standhaftigkeit verliehen. Nun heißt es Abschied nehmen von dem Bauwerk. Der Rückbau der alten Trasse der Wilhelmsburger Reichsstraße – ein knapp vier Kilometer langer Damm – schreitet voran. „Wir haben bereits 75 Prozent der Straße entsiegelt“, verrät Jakub Oblocki, Projektmanager bei der IBA Hamburg und für den Rückbau zuständig. Die Zahlen dazu sind beeindruckend: 315.000 Kubikmeter bewegter Sand, 35.000 Quadratmeter entsiegelte Straße, 28.000 Tonnen Asphalt. „Vom Asphalt ist allerdings die Hälfte teerbelastet. Mit Teer wurden früher Straßen gebaut“, weiß Oblocki. Mittlerweile ist Teer beim Straßenbau verboten, der belastete Schutt wird dementsprechend entsorgt.
Aber es wurden beim Rückbau auch interessante Dinge entdeckt. So kommt jetzt die sogenannte ‚Packlage‘ zum Vorschein. „Hier sieht man 100 Jahre Geschichte des Straßenbaus“, zeigt sich Oblocki begeistert. Die Packlage bildete im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die unterste Befestigungsschicht im Straßenaufbau und wurde vom französischen Straßenbauingenieur Pierre Marie Jérôme Trésaguet im Jahre 1764 erfunden. Sie bestand aus relativ großen Steinen oder Steinstücken, die aus größeren Steinen herausgeschlagen wurden. Einige der Natursteine, die für die Packlage der Wilhelmsburger Reichsstraße verwendet wurden, sollen in Zukunft sichtbar sein. Es ist geplant, diese in den neuen Quartieren zu verbauen.
Am 4. Oktober 2019 wurde die Wilhelmsburger Reichstraße für immer stillgelegt. Der Verkehr verläuft seitdem über die neue Bundesstraße B75 parallel zur Bahntrasse im Osten Wilhelmsburgs. Kurz nach der Verlegung startete der Rückbau. Durch den Rückbau entstehen dringend benötigte Flächen für moderne Quartiere mit bezahlbaren Wohnungen für alle Bevölkerungsgruppen sowie zusätzlichen Bildungs-, Sport- und Freizeitangebote. Insgesamt werden in den vier neuen Quartieren – Inselparkquartier, Wilhelmsburger Rathausviertel, Elbinselquartier und Spreehafenviertel – in den nächsten Jahren rund 5.400 Wohnungen entstehen. In unterschiedlich großen Baufeldern sollen vielfältige Strukturen von modernen Mehrfamilienhäusern bis hin zu Town Houses oder Vorhaben für Baugemeinschaften realisiert werden.
Zuerst wurde der südliche Bereich zurückgebaut. Dadurch wurde zunächst die Trennung des Wilhelmsburger Inselparks aufgehoben. Hier kann man nun – ohne eine Brücke nutzen zu müssen – von einem in den anderen Teil des Inselparks gehen. Nachdem nun auch im nördlichen Bereich große Teile der Straße entsiegelt wurden, stehen jetzt die Brücken auf dem Abrissplan. Die Brücke über den Ernst-August-Kanal ist so gut wie abgerissen, vor gut zwei Wochen startete der Abriss der Brücke über die Rotenhäuser Straße. „Die Brücke über die Mengestraße wird als letzte abgerissen werden“, erlärt Jakub Oblocki. Gut zu wissen: Die Unterführung des parallel zur Mengestraße verlaufenden Fußwegs in unmittelbarer Nähe zur alten Brücke, die durch ihr Himmelbild die Nutzerinnen und Nutzer immer wieder begeistert, wird bleiben. „Die wird in das Quartier integriert“, erzählt Lisa Buttenberg, IBA-Projektentwicklerung Quartiersentwicklung. Bis zum Spätsommer soll der Rückbau abgeschlossen sein. Mit den vorbereitenden Maßnahmen in den Quartieren soll, Stand jetzt, Anfang 2023 begonnen werden.

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Aurubis ist gut durch die Corona-Pandemie gekommen

Aurubis ist gut durch die Corona-Pandemie gekommen.

Hakverdi besucht Werk auf der Veddel.

Mit 2500 Mitarbeitern ist Aurubis einer der wichtigsten Arbeitgeber auf den Elbinseln. Metin Hakverdi, SPD, für Harburg, Süderelbe und Wilhelmsburg im Bundestag, besuchte vergangene Woche das Werk, um sich über die Situation im Werk und die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu informieren. „Der permanente persönliche Dialog ist entscheidend. Wir müssen in dieser Krise zusammenhalten und solidarisch sein. Ich kämpfe für die Arbeitsplätze und dafür, dass die Menschen in den Betrieben gesund durch die Krise kommen“, sagt der Abgeordnete.
Roland Harings, Vorstandvorsitzender der AURUBIS AG, fasst die Situation bei Aurubis so zusammen: „Aurubis ist gut durch die Corona-Pandemie gekommen. Bereits sehr früh in der Pandemie haben wir deutliche Maßnahmen ergriffen, um die sozialen Kontakte unter der Belegschaft zu reduzieren. Die Schichten wurden entzerrt.“ Man habe die Begegnung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den verschiedenen Schichten versucht zu vermeiden. Die Kantine sei auf „Zum Mitnehmen“ umgestellt worden. Der Vorstand habe sich jeden Freitag mit einem Informationsbrief an die Belegschaft gewandt, um über die Corona-Situation im Werk aufzuklären. Die frühzeitig eingerichtete Task Force habe Maßnahmen ergriffen, um gut durch die Krise zu kommen. „Wo es möglich gewesen ist, haben wir auch auf Homeoffice gewechselt“, ergänzen Betriebsratsvorsitzender Lothar Pfannebecker und Betriebsratsmitglied und Mitglied im Aufsichtsrat, Deniz Acar. Dabei habe man sich auf die Betriebsvereinbarung MAIS beziehen können. MAIS steht für Mobiles Arbeiten in Sondersituationen. „Wir haben auch rechtzeitig unsere Sicherheitsbestände ausgebaut. Wir haben unsere Lagerflächen bis an die Kapazitätsgrenzen gefüllt. Deshalb konnten wir die Produktion ununterbrochen fortsetzen“, so Harings weiter.
Bei dem Besuch war auch die Zukunft des Unternehmens wichtiges Gesprächsthema. „Aurubis ist ein wichtiger Arbeitgeber. Die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens ist im vitalen Interesse der Elbinseln. Daher informiere ich mich regelmäßig über die Maßnahmen, wie sich das Unternehmen auf die Zukunft vorbereitet“, so Hakverdi. Die Aurubis AG ist in die Wasserstoffstrategie der Stadt eingebunden. Vorstandvorsitzender Harings nimmt der Stadt gerne Wasserstoff als Energieträger ab. Die globale Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens müsse aber im Blick behalten werden. Deshalb verspricht er sich finanzielle Unterstützung von der Stadt. Vom Kraftwerk Moorburg aus sollen über Pipelines energieintensive Unternehmen mit Wasserstoff versorgt werden. Damit will die Stadt ihre Klimabilanz verbessern und die Unternehmen bei der Reduktion ihrer CO2-Ausstoße unterstützen. Wasserstoff ist aber, verglichen mit Erdgas oder anderen Brennstoffen, deutlich teurer.
Hakverdi sprach auch über die Situation der Auszubildenden. „Im Bereich Ausbildung müssen wir dafür sorgen, dass die Corona-Pandemie nicht dazu führt, dass die Zahl der Ausbildungsplätze sinkt. Wir müssen sicherstellen, dass Auszubildende gut durch die Pandemie kommen“, sagt er. Die Zahl der Ausbildungsplätze seien nicht gesunken. Betrieblich seien die Auszubildenden ebenfalls gut durch die Pandemie gekommen. Lediglich der Schulbereich der Ausbildung habe nicht gut geklappt. „Die Auszubildenden machen sich Sorgen, wie Prüfungen ablaufen werden“, teilte Jungendausbildungsvertreter der Aurubis AG, Yusuf Cifci, mit. „Wir müssen die Sorgen der jungen Menschen ernst nehmen. Auszubildende dürfen nicht zu Verlierern dieser Pandemie werden“, pflichtet ihm Metin Hakverid bei.