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„Die Vollsperrung ist nicht erforderlich“

„Die Vollsperrung ist nicht erforderlich“.

Moorburger Elbdeich: Gutachten widerspricht HPA.

Die geplante Vollsperrung des Moorburger Elbdeiches bewegt weiterhin die Gemüter. Nach dem ersten Sturm der Entrüstung beauftragte der „Runde Tisch Moorburg/Hohenwisch“ das Büro RegioConsult. Verkehrs- und Umweltmanagement, eine fachliche Stellungnahme zur Straßenanbindung Altenwerder Süd – Genehmigungsplanung Moorburger Elbdeich/Altenwerder Hafen zu erstellen. In erster Linie kam es dem Auftraggeber darauf an, fachliche Defizite aufzuzeigen. Dieser Aufgabe ist RegioConsult nachgekommen. Nach Durchforstung des verfügbaren Materials listete RegioConsult aus seiner Sicht einige Fehler der Bauplanung von Hamburg Port Authority Hamburg (HPA) auf. In seinem Fazit kommt RegionConsult zu folgendem Urteil: „Die Auswertung der Planunterlagen zeigt, dass die vorgelegte Planung entscheidungserhebliche Schwächen aufweist. Die Vollsperrung ist angesichts der vorhandenen Straßenräume und geplanten Querschnitte nicht erforderlich. Eine halbseitige Sperrung für längsgeteiltes Bauen ist somit möglich, sodass der ÖPNV nicht umgeleitet werden muss und die Erreichbarkeit des Baustellenbereiches auch für die Anlieger voll gewährleistet werden kann, ohne dass sie in die Baustelle einfahren müssen“, so RegioConsult. Die nicht vorgelegte Baustellenverkehrsprognose und die fehlende Baulärmprognose würden zeigen, dass sich sowohl der Vorhabensträger als auch die Genehmigungsbehörde nicht ausreichend mit der Eingriffsproblermatik beschäftigt haben. Dazu gehöre auch die Abwicklung der Baustellenverkehre, die über die Walterhofer Straße nach Norden und Süden denkbar sei, erklärt Region Consult.„Auffällig ist außerdem, dass die Angaben zur Steigerung des Schwerverkehrs in den Unterlagen entscheidungserheblich voneinander abweichen“, erklärt Region Consult abschließend.

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Fachkräfte werben für den Pflegeberuf

Fachkräfte werben für den Pflegeberuf.

„Aktionstag Pflege“ in der Stadtteilschule.

Es ist ein Thema, das derzeit in aller Munde ist und von dem fast jeder – früher oder später – betroffen sein wird: der Pflegenotstand in Deutschland. Auch wenn sich nach Angaben von Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks die Zahl der Auszubildenden in den vergangenen zehn Jahren in den Pflegeberufen nahezu auf 2.000 verdoppelt hat, reicht das vorn und hinten nicht. Viele Stellen sind nicht besetzt, das Pflegepersonal hoffnungslos überarbeitet, Patienten und Angehörige meist mehr als unzufrieden. Um mehr Jugendliche für einen Beruf in der Pflege zu begeistern, setzt die Stadt Hamburg jetzt auf sogenannte Botschafter, die in ihren Stadtteilen für den Pflegeberuf werben sollen. Diese Botschafter für die Pflege haben sich zu einem Netzwerk aus Stadtteilbotschaftern zusammengeschlossen. Sie zeigen den Schülern im Unterricht und an Aktionstagen berufliche Perspektiven und Weiterbildungsmöglichkeiten auf, befinden sich in den Stadtteilen im Austausch mit den Berufs- und Studienkoordinatoren der Schulen und sind auch Ansprechpartner für die Eltern bezüglich der Berufswahl ihrer Kinder. Die Stadtteilschule Wilhelmsburg hat zum Beispiel vor Kurzem eine Kooperation mit dem Krankenhaus Groß-Sand geschlossen. Ab den Sommerferien können Schülerinnen und Schüler der neu eingerichteten Profilklasse „Gesundheit und Soziales“ unter anderem direkte Einblicke in den Pflegealltag werfen und schauen, ob sie für den Beruf geeignet sind. Dabei stehen ihnen die Pflegebotschafter des Krankenhauses Groß-Sand zur Seite.
Beim „Aktionstag Pflege“ vergangene Woche traten nun erstmals erfahrene Fachkräfte aus der Pflege in den Dialog mit Schülerinnen und Schülern der Stadtteilschule Wilhelmsburg. Unter dem Motto „echt gepflegt“ berichten sie vor Ort von ihren vielfältigen Erfahrungen, Erlebnissen und auch Herausforderungen aus dem Pflegealltag. Als Botschafter für die Pflege werben sie authentisch für ihren Beruf. Was fasziniert sie an ihrer Arbeit, wie vielfältig ist sie? An Infoständen mit praktischen Beispielen aus dem Handlungsfeld der pflegerischen Versorgung wurde der Beruf in der Schule greifbar und erfahrbar gemacht. An der Aktion haben sich unter anderem aus Wilhelmsburg das Krankenhaus Groß-Sand, der Pflegedienst Multikulti und Pflegen und Wohnen beteiligt.
„Entgegen pessimistischer Annahmen wollen immer noch viele junge Menschen in die Pflege. Auch der Trend in Hamburg bestätigt das. Damit das so bleibt, intensivieren wir die Berufsorientierung. Dafür werben Fachkräfte als Botschafter an den Schulen im Stadtteil aktiv für den Pflegeberuf. Darüber hinaus setzen wir uns für bessere Arbeits- und Rahmenbedingungen in der Pflege ein, damit gut ausgebildete Pflegekräfte auch in dem Beruf bleiben“, sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion, an der neben Thomas Kosiol, Auszubildende, und Caroline Kuncke, Pflegekraft und Stationsleitung (beide Krankenhaus Groß-Sand) auch Schulsenator Ties Rabe und Cornelia Prüfer-Storcks teilnahmen, wurde vor 100 Schülerinnen und Schülern noch mal kräftig die Werbetrommel für die Pflegeberufe gerührt. Rabe allerdings sagte auch: „Man muss ganz viel lernen, die Ausbildung ist nicht ganz einfach!“

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„Wie blöd muss man sein!“

„Wie blöd muss man sein!“.

SPD-Politikerin ist sauer über Spray-Aktion.

„Wie blöd muss man sein?!“ Dieser Ausruf kommt der Hausbrucher SPD-Bezirksabgeordneten Beate Pohlmann angesichts der Zerstörungswut einiger Zeitgenossen immer häufiger über die Lippen. Tatort ist diesmal der Tunnelrutschen-Spielplatz zwischen Minnerweg und Hausbrucher Straße. Dieser Spielplatz wurde 2017 mit Unterstützung der Lawaetz-Stiftung auf Vordermann gebracht. Die Spielgeräte wurden mit kreativen Motiven versehen. Auch Pohlmann selbst beteiligte sich an der Aufwertungs-Aktion. Nicht einmal anderthalb Jahre später haben zerstörungswütige Banausen den Spielplatz mit ihren Spray-Attacken aber zu einem unansehnlichen Ort gemacht. Pohlmann ist fassungslos und sauer. „Das ist eine Schweinerei. Das ist purer Vandalismus“, so die Genossin. Diese belässt es aber nicht bei Kritik, sondern will in Kürze persönlich dafür sorgen, dass die Spielgeräte wieder in einem einladenden Farbton erscheinen.

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100 Jahre Einsatz der Buchholzer SPD für Demokratie

100 Jahre Einsatz der Buchholzer SPD für Demokratie.

Stephan Weil prominentester Gast auf der Geburtstagsfeier in der Empore.

Ministerpräsident Stephan Weil gratulierte dem Buchholzer SPD-Ortsverein zum hundertsten Geburtstag mit einer ungewöhnlichen Festrede. Vor 250 Gästen stellte er in der Buchholzer Empore die Frage, „warum wir das eigentlich machen – hundert Jahre durch Höhen und Tiefen, fast immer in der Kritik, selten ein Wort des Dankes“. Letzteres kam bei dieser Veranstaltung allerdings nicht zu kurz. Unter den Gästen waren auch fast alle amtierenden und ehemaligen Landtags- und Bundestagsabgeordneten.
Der Festredner beantwortete seine Frage, indem er auf die Grundeinstellungen der SPD einging, die sich wie ein roter Faden durch die vergangenen 100 Jahre zogen. Drei „Knoten“ in diesem roten Faden hob er besonders hervor. Der erste bildete sich aus den festen Werten der Sozialdemokratie rund um soziale Gerechtigkeit, Ausgleich von Arbeit und Umwelt sowie internationalen Zusammenhalt, auch und gerade in Abgrenzung gegen den Rechtspopulismus, wofür Stephan Weil besonders viel Beifall erhielt. Der zweite „Knoten“ umfasste das spezielle Staatsverständnis der Sozialdemokraten. Für sie sei es selbstverständlich, aktiv auch dann in der Demokratie Verantwortung zu übernehmen, „wenn sich andere wegducken“. Als Beispiel nannte er das Scheitern der Jamaika-Verhandlungen mit dem anschließenden Eintritt der SPD in die Große Koalition, obwohl die SPD eigentlich lieber in die Opposition wollte. Der dritte Knoten schließlich beträfe das Selbstverständnis als Volkspartei, als Partei, die bei allen Themen Position bezöge und verteidigte, sich also nicht auf bestimmte Lieblingsthemen eingrenze. Weil: „Die SPD ist im Grunde eine einzige große Bürgerinitiative für Gemeinsinn!“
Viel Beifall erhielt der Buchholzer Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse bei seinem Grußwort, als er darauf hinwies, „dass wir es den Sozialdemokraten von 1919 schuldig sind, uns auch heute konsequent für die Demokratie einzusetzen“. Unter anderem ging er darauf ein, dass in den vergangenen 100 Jahren nicht selten Sozialdemokraten (und eine Sozialdemokratin) an der Spitze des Buchholzer Rates und der Verwaltung gestanden haben. Thomas Grambow, der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Harburg, stellte unter großem Beifall in seiner Grußadresse fest, dass die SPD seit 1919 in ganz Deutschland, aber auch speziell in Buchholz tiefe Spuren hinterlassen habe, die nicht mehr zu tilgen seien.

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95 Malbücher für die Viertklässler

95 Malbücher für die Viertklässler.

Peter Sebastian besuchte Grundschule Marmstorf.

Peter Sebastian hatte sein breitestes Lachen mitgebracht, obwohl er mit Sarina Cappel zwei schwere Bücherkisten heranschleppte. Es waren nicht irgendwelche Bücher, die der Sänger und Entertainer diesmal dabei hatte, sondern pädagogisch wertvolle Malbücher. Herausgebracht hat die Bücher mit dem Titel „Kümmelchen“ der Förderkreis zu Gunsten unfallgeschädigter Kinder in der Sportvereinigung Polizei, dessen Botschafter Peter Sebastian (61) seit über 34 Jahren ist. 4500 dieser Bücher hat der Förderverein bereits verkauft, Preis pro Buch: 6 Euro. 95 dieser Bücher hat Peter Sebastian jetzt der Grundschule Marmstorf zur Verfügung gestellt, wo sie an die Schüler der 4. Klassen verteilt wurden. Gesponsert wurden diese knapp 100 Exemplare von der Fahrschule Förster, die dem Freundeskreis seit Jahren verbunden ist.
Der Schulleiter Dirk Vogt-Lahr nam die Bücher am Montag gemeinsam mit den Klassensprechern in Empfang und bedankte sei bei Peter Sebastian für seinen Einsatz. Denn der Verkauf dieser Bücher hat einen doppelten Effekt: Zum einen kann Kindern geholfen werden, die infolge eines Unfalls körperliche Schäden davongetragen haben, zum anderen können die Marmstorfer Viertklässler in diesen Büchern nicht nur malen und gestalten, sondern auch lesen und dabei viel Wissenswertes über die einzelnen Bundesländer erfahren. Die Verbindung zur Marmstorfer Schule hatten Karsten Stegen und Sarina Cappel von der „Neuen Tenne“ im EKZ Marmstorf hergestellt.
Das Jahr hat zwar erst gerade begonnen, doch eins steht bereits fest: Stars für Peter Sebastians alljährliche Starpyramide, die er für ebendiese unfallgeschädigten Kinder organisiert, stehen bereits fest. So viel an dieser Stelle: Die Konzertbesucher können sich auch diesmal auf eine ganze Reihe von Hochkarätern freuen. Namen werden in einigen Wochen verraten.