Kategorien
Allgemein

Im Flair der fünfziger Jahre

Im Flair der fünfziger Jahre

Oldtimertreffen: Über 350 Automobile, Motorräder und Co.

Am 3. Juni dreht sich von 10 bis 18 Uhr im Freilichtmuseum am Kiekeberg alles um Oldtimer und ihre Entwicklung bis in die „wilden Siebziger“ hinein. Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Modenschau, Livemusik, Sammlermarkt und Ausstellungen unterhält die Besucher und lässt sie in Nostalgie schwelgen.
Oldtimer bis zum Baujahr 1979 stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Um die 350 Automobile, Lastkraftwagen, Mopeds und Motorräder begeistern die Besucher vor der Kulisse historischer Häuser und Gärten. Auch amerikanische Modelle sind dabei. Eine Ausstellung bietet Einblicke in die Geschichte der historischen Fahrzeuge. Neu ist die Ausstellung der Hamburger Elbschwalben: Sie präsentieren verschiedene Simson Zwei- und Dreiräder, darunter auch Krankenfahrstühle. Historische Filme aus dem Simson-Werk und solche über die Rennen der Elbschwalben bieten Eindrücke der Kult-Roller aus der DDR.
Die Modellauto- und Eisenbahnbörse lässt Sammlerherzen höher schlagen und wird in Zusammenarbeit mit dem Verein Cam e.V. durchgeführt. Doch nicht nur Oldtimer-Freunde kommen auf ihre Kosten. Der Museumsverein „Die Goldenen Fünfziger Jahre e.V.“ organisiert auf dem Gelände einen Markt mit Sammlerstücken wie Schallplatten, Retro-Mode, Spielzeug, Deko-Artikeln und weiteren Schätzen aus den Fünfzigern. Beim Tanztee im Meynschen Hof schwingen die Besucher zu Live-Musik das Tanzbein und eine Modenschau zeigt die Stile vergangener Jahrzehnte. Der „Radiodoktor“ des Bremer Rundfunkmuseums hilft auch dieses Jahr den Besuchern mit ihren beschädigten, historischen Apparaten.
Die fünfziger Jahre verbinden die Deutschen mit dem Wirtschaftswunder. Immer mehr Menschen konnten sich ein Auto leisten. Verglichen mit heutigen Zeiten wirkt die Zahl der Autofahrer allerdings bescheiden: Im Jahr 1950 fuhren rund zwei Millionen Fahrzeuge auf bundesdeutschen Straßen. Bis 1964 hatte sich diese Zahl immerhin auf gut elf Millionen erhöht. Mitte der siebziger Jahre kam ein Meilenstein der deutschen Automobilgeschichte auf den Markt: der VW Golf 1. Insgesamt waren die siebziger Jahre von vielen Strömungen geprägt: Es entstand eine große Friedensbewegung, die Partei „die Grünen“ bildete sich. Autofahrer mussten sich als Folge der Ölkrise von 1973 an autofreie Sonntage gewöhnen.
Der Eintritt beträgt 9 Euro, Besucher unter 18 Jahren und Fördervereinsmitglieder haben freien Eintritt.

Kategorien
Allgemein

Echtes Recycling gegen Kinderlähmung

Echtes Recycling gegen Kinderlähmung

Aktion der Schule Ehestorfer Weg mit Totary Harburg

Ab jetzt können sich die Schüler der Stadtteilschule Ehestorfer Weg aktiv am Kampf gegen Kinderlähmung beteiligen. Sie müssen dazu aber nicht Medizin studieren: Es reicht, wenn sie Plastikdeckel von Milchtüten, Mineralwasser- und Limoflaschen oder Safttüten von zuhause mit in die Schule bringen. Denn in der Schule steht ab heute im Eingangsbereich eine extra angefertigte Sammelbox.
Der Rotary Club Hamburg-Harburg sammelt diese Deckel, lässt sie schreddern und verkauft das Granulat als Grundstoff für neue Plastikprodukte. Echtes Recycling! Von diesem Geld werden dann Impfungen gegen Kinderlähmung bezahlt. Krause-Heringer, beim Rotary Club Hamburg-Harburg verantwortlich für die internationalen Beziehungen, ist zur Einweihung der Sammelstation in die Schule gekommen und sagt: „500 Deckel sind sicherlich viel – man muss dazu ja 500 Flaschen trinken. Aber wir zählen die Impfungen, die am Ende dabei rauskommen.“
Die Sammelstation an der Stadtteilschule Ehestorfer Weg ist zwar die erste an einer Schule im Hamburger Süden, das Projekt läuft aber schon ein Jahr und der Rotary-Vertreter erzählt stolz, dass sie schon 250 Impfungen finanzieren konnten, also bereits 125000 Deckel zusammengekommen sind. Und auch während der Aufstellung der Säule kommen immer wieder Schüler vorbei und geben Kisten und Tüten mit Deckeln ab.
Onur vom Schülersprecherteam erklärt: „Wir sind durch alle Klassen gegangen und haben zuerst alle Klassen gefragt, ob sie mitmachen wollen. Alle fanden das super und bringen jetzt ihre Deckel mit.“ Frau Scharff, an der Schule die Abteilungsleiterin der Klassen 5 – 7, hatte den Impuls gegeben, dieses Projekt an die Schule zu holen.
Das lobte auch Linus von Lonski, der Vertrauenslehrer der Schule, der das Projekt mitbetreut: „Ihr habt euch nicht nur so ein Projekt vorgenommen, ihr habt es auch bis zu Ende umgesetzt. Das finde ich ganz toll.“
Frau Rittich sagte für die Schulleitung: „Unsere Schule soll auch Heimat sein. Der Erfolg des Sammelns ist täglich für unsere Schule in der Säule sichtbar. Diese Aktion trägt zu einem guten Miteinander bei. Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit dem Rotary Club Hamburg-Harburg, die wir neben dem jährlichen Entenrennen nun auch mit „Deckel drauf“ weiterführen.“
Mehr Informationen zur Aktion: www.deckel-gegen-polio.de.

Foto 1 v.l.n.r. Onur, Kaan

Foto 2: v.l.n.r.: Herr Krause-Heringer (Rotary Club Hamburg-Harburg), Nathalie, Kaan, Can, Onur, Frau Rittich (Stellvertretende Schulleitung), Julia, Herr von Lonski (Vertauenslehrer)

Kategorien
Allgemein

Digitaler Spiele-Vormittag für Eltern

Digitaler Spiele-Vormittag für Eltern

Gemeinsam spielen, informieren und austauschen

Kinder und Jugendliche sind von digitalen Spielen fasziniert und nutzen diese gerne und bisweilen ausgiebig. Beim „Digitalen Spiele-Vormittag“ der ComputerSpielSchule Hamburg erhalten Eltern Einblicke in jugendliche Medienwelten, indem sie selbst zum Controller greifen. Bekannte Spieltitel wie FIFA18 oder Mario Kart werden dabei ebenso ausprobiert wie Games, die vollen Körpereinsatz erfordern. Daneben werden die Inhalte und die Faszination virtueller Spielewelten mit erfahrenen Medienpädagoginnen und -pädagogen diskutiert. Das alles gibt’s am Samstag, 9. Juni, 10.30 bis 13.30 Uhr in der Bücherhalle Harburg, Eddelbüttelstraße 47a.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung unter info@computerspielschule-hamburg.de wird gebeten.
Der „Digitale Spieleabend/-vormittag“ ist ein Angebot der ComputerSpielSchule Hamburg – ein Kooperationsprojekt der Initiative Creative Gaming und der Bücherhallen Hamburg.

Kategorien
Allgemein

„Dann hat der Vogel keine Chance mehr“

„Dann hat der Vogel keine Chance mehr“

Vizekönig Horst Elkereit hat Ziele

Vizekönig Horst Elkereit hatte diese Würde 2017 gegen mehrere Mitbewerber errungen. Einen spannenden Wettkampf beendete der Schlosser mit einem genauen Schuss auf den Rumpf des vogels. Ein kleines Stück splitterte ab-damit war der neue Vizekönig gefunden. Zu seinen Adjutanten wählte sich der „Vogelbauer“ Erhard Koch und Daniel Posyniak. Horst Elkereit wird deshalb als „Vogelbauer“ bezeichnet, weil er in akribischer Arbeit für jedes Schießen einen neuen Holzvogel herstellt. Die Würde eines Vizekönigs ist der erste Erfolg von Horst Elkereit in seiner bislang neunjährigen “Karriere“ im Schützenverein Hausbruch. Der Vater eines Sohns kümmert sich auch um die Instandhaltung der Schießanlage. Zuletzt hatte er richtig zu tun: Er musste den Schießstand komplett umbauen, weil die Abnahme gefährdet war. Die Modernisierung dauerte ein Vierteljahr. Seine Frau Nicola ist dem Schützenwesen ebenfalls verbunden – sie ist in der Damenabteilung aktiv.
Horst Elkereit, der sich in seiner Freizeit um sein Haus und um seinen Garten in Bostelbek kümmert, hat noch Großes vor. „In zwei Jahren gehe ich in Rente, dann hat der Vogel keine Chance mehr“, kündigt Horst Elkereit seine Ambitionen auf die Würde eines Hausbrucher Schützenkönigs an.

Kategorien
Allgemein

Zukunft hat Nachwuchs

Zukunft hat Nachwuchs

Wissenschaftskongress von Schülern für Schüler

Kaum zu glauben, dass die Technische Universität in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert. Zumindest in diesen Pfingstferien hat sie sich enorm verjüngt. Als Thomas Vögele, Ingenieur des Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) aus Bremen seinen Vortrag über die „fabelhafte Welt der Künstlichen Intelligenz“ hielt, lag das Durchschnittsalter seiner Zuhörer bei gerade mal 17 Jahren. Und dies nur, weil sich auch einige Lehrer, Wissenschaftler und ältere Semester unter die jungen Zuhörer geschmuggelt hatten: Der dritte Wissenschaftskongress, organisiert von Schülern vor Schüler, hat an der TUHH mit über 400 Oberstufenschülern aus ganz Hamburg stattgefunden. Dabei drehten sich die Vorträge und Workshops der zwanzig vortragenden Wissenschaftler und Ingenieure etwa um Techniken wie Elektromobilität, Autonomes Fahren oder Akustische Unterwasserkommunikation sowie brandaktuelle Forschungsthemen wie „Luftschadstoffe auf großer Fahrt – Kann die Schifffahrt sauber werden?“
Die Welt von morgen verstehen, aber auf jeden Fall auch ein wenig besser machen, das ist das Anliegen des NAT-Schülerbeirates, der den Kongress organisiert hat: „NAT steht für Naturwissenschaft und Technik“, erklärt Jösse, der gerade sein Abitur macht und nebenbei seine Mitschüler für eine Fragestellung begeistern will: „Wie können wir eigentlich ein gutes Leben führen und gleichzeitig in Symbiose mit der Erde leben?“ Auf dem Kongress hat der 17-Jährige den Workshop „Die Nadel im Datenhaufen“ betreut: „Ich durfte mit Professor Volker Gülzow vom DESY telefonieren und mir ein Bild von seiner Arbeit machen. Das ist schon ein großes Privileg für einen Schüler“, erzählt Jösse. Inzwischen weiß der Abiturient, der auf einen Medizinstudienplatz hofft, dass Big Data, Sensorik und Mini-Roboter längst in der Medizin Einzug gehalten haben. Und fühlt sich durch den Schülerkongress schon mal ein wenig auf seine Zukunft vorbereitet.