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Neu Wulmstorf

„Das sieht ja katastrophal aus!“

„Das sieht ja katastrophal aus!“

Empörung über Vermüllung in der Eduard-Mörike-Straße

Dieser Anblick in der Eduard-Mörike-Straße ist wirklich kein schöner: Mehrere Müllcontainer auf einem Parkplatz quellen über vor prall gefüllten Müllsäcken. Vor den Behältnissen stapelt sich Unrat jeglicher Art – sogar Lebensmittel gammeln vor sich hin. Hier scheint die Müllabfuhr schon längere Zeit nicht gewesen zu sein. Das dachte auch eine engagierte Anwohnerin und RUF-Leserin. Sie berichtete, dass sich auf ihre Anfrage das Ordnungsamt nicht in der Lage gesehen habe, an der schlimmen Lage etwas zu ändern. „Ich bin der Meinung, mit etwas gutem Willen des Ordnungsamtes ließe sich sehr wohl etwas ändern. Es müsse nur eine genauere Berechnung des Müllaufkommens der beiden Restaurants vorgenommen werden. So, dass entweder mehr Müll-Container aufgestellt werden oder eine wöchentliche Abholung veranlasst werden müsste“, so die Bürgerin.
Der Neue RUF konfrontierte die Pressesprecherin der Gemeinde Neu Wulmstorf, Sandra Lyck, mit dem Fall. „Das sieht ja katastrophal aus“, entfuhr es Lyck nach einem Lokaltermin. Grundsätzlich, so Lyck, sei die Müllabfuhr des Landkreises Harburg für die Entleerung der Container zuständig. Man wolle sich mit Vertretern des Ordnungsamtes und der Abfallwirtschaft zusammensetzen, um eine Lösung zu finden. Sie könne sich auch eine Unterstellmöglichkeit für die Müllbehälter vorstellen, sagte Lyck.

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Start der Hockey-Saison

Am 6. April ab 17. Uhr ist es soweit! Dann startet beim TSV Elstorf die Hockey-Saison. „Es wird wieder genügend Essen und Hockeyspiel für Jung und Alt, neu und erfahren geben. Kommt gerne einfach vorbei und schaut beim Hockey rein. Wir haben Schläger vor Ort, sodass jeder gern einfach einmal ausprobieren kann, wie es ist, einen Hockeyball zu spielen. Zusätzlich planen wir einen Hockey-Flohmarkt. Wer also noch etwas für die neue Saison benötigt, kann gern einmal stöbern“, heißt es in der TSV-Pressemitteilung. Infos unter Tel. 0151 20830113.

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Gegen Rassismus

Zu einer Aktion im Rahmen des europaweiten Tages „Aufstehen gegen Rassismus“ lädt das Netzwerk Willkommen in Neu Wulmstorf gemeinsam mit der SPD Neu Wulmstorf am 17. März von 10 bis 13 Uhr auf den Marktplatz Neu Wulmstorf ein. Eingeladen zu Gesprächen, Kaffee, Kuchen, Infos, Musik und mehr sind alle Bürger, die ein Zeichen gegen Rassismus und rechte Hetze setzen möchten. Infos unter www.aufstehen-gegen-rassismus.de.

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Dummejungenstreich?

Dummejungenstreich?

Buttersäure-Attacke legt „clever fit“ lahm

Böse Überraschung für die Kunden des Fitness Studios „clever fit“ in Neu Wulmstorf. Als sich am Morgen des 11. März die ersten Aktiven an ihre Geräte in den „clever fit“-Räumlichkeiten im Markt Platz Center (MPC) begeben wollten, zuckten sie zurück. Übelriechender Geruch durchzog das Untergeschoss. Mit der Zeit wurde der Gestank immer intensiver. Zudem klagten die Kunden über Reizungen der Augen, auch Beeinträchtigungen der Atemwege soll es gegeben haben. Gegen Mittag war es nicht mehr auszuhalten, die Betreiber alarmierten die Feuerwehr. Die rückte mit 18 Mann an. Schnell ordneten die Blauröcke die Evakuierung der Etage an. Nach einer genauen Durchsuchung der Räumlichkeiten wurde in den Lüftungsschächten eine stark nach Essig stinkende Substanz gefunden. Es stellte sich heraus, dass es sich um Buttersäure handelte, die bislang Unbekannte anscheinend in der Nacht zum 11. März in den Lüftungsschacht der Lüftungsanlage von „clever fit“ platziert hatten. Mittels Umluftanlage verteilte sich der übelriechende Gestank rasch. Vorsorglich wurde die Etage gesperrt, eine eiligst beauftragte Reinigungsfirma konnte das Problem noch nicht beheben. Die Betreiber von „clever fit“ stellten Anzeige gegen Unbekannt, das Fitness-Studio bleibt bis auf Weiteres geschlossen.
Laut Medienberichten gehen die Betreiber von „clever fit“ von einem „Dummejungenstreich“ aus, eine gezielte Attacke wird ausgeschlossen. Nicht nur „clever fit“, sondern auch der Restpostenmarkt „Jawoll“ war von dem Anschlag betroffen. Bei Redaktionsschluss stand noch nicht fest, wann die Geschäfte wieder öffnen.

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Des einen Freud ist des anderen Leid

Des einen Freud ist des anderen Leid

Beitragsfreie Betreuung in Kitas angekündigt

„Das ist ein guter Tag für Familien, der aber auch für mehr Sorgenfalten bei den Verantwortlichen in den Kommunen verbunden ist“, resümiert Tobias Handtke, Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag und im Gemeinderat Neu Wulmstorf, ausgewogen die Ankündigung der Landesregierung, ab 1. August 2019 die Betreuung in den Kindertagesstätten (Kitas) für acht Stunden täglich beitragsfrei zu stellen. Denn die Beitragsfreiheit für die Eltern, und das ist der Wermutstropfen für die Kommunen, geht in großen Teilen zu Lasten der Gemeinden, die schon jetzt vielfach Schwierigkeiten haben, ihre Haushalte auszugleichen. Das Land will den Kommunen 55 Prozent der Personalkosten erstatten (statt 20 Prozent wie bisher, um einen Ausgleich zu schaffen) und diesen Betrag jährlich um 1 Prozent bis auf 58 Prozent steigern. Das klingt erstmal gut. Man muss allerdings wissen, dass hier nicht die tatsächlich anfallenden Kosten erstattet werden sollen. Es geht lediglich um eine Pauschale, errechnet auf der Basis von Gehältern, die vor zehn Jahren gezahlt wurden. Aushilfen und Vertretungskräfte sind gänzlich von dem pauschalierten Ausgleich ausgenommen.
„Die Theorie kann den Praxistest hier nicht bestehen. 300.000 Euro Mehrausgaben sind nach der Berechnung für die Gemeinde Neu Wulmstorf zu erwarten“, gibt Anneliese Scheppelmann, Vorsitzende im Finanzausschuss der Gemeinde Neu Wulmstorf, zu bedenken. Von den anfallenden höheren Betriebskosten, wie z. B. Heizkosten, spricht niemand. Immerhin gibt die Landesregierung die Zusage, dass Mittel, die der Bund für Investitionen zur Verfügung stellt, 1:1 an die Kommunen weitergeleitet werden sollen. Aber schon an diesem Beispiel zeigt sich, dass – mal wieder – die Kommunen einen wesentlichen Beitrag für die Beitragsfreiheit übernehmen sollen. Das habe mit der vielzitierten Konnexität (wer die Musik bestellt – bezahlt sie auch) allerdings nicht mehr viel zu tun, betonen die SPD-Politiker. Und weiter: Auch die Absprache zwischen Land und Gemeinden aus den 90er-Jahren scheine in Vergessenheit geraten zu sein. Diese beinhaltete eine Drittelung der Kosten: 1/3 übernimmt das Land, 1/3 die Kommune und 1/3 die Eltern. Demnach müsste nach dem Wegfall der Elternbeiträge das Land deren Anteil der Kosten übernehmen, und nicht nur einen Teil der nach einem Uraltschlüssel berechneten Personalkosten. So bleibt ein großer Teil der Mehrkosten bei den Gemeinden hängen, die sich mit Recht Sorgen darum machen, wie sie ihre vielfältigen Aufgaben weiterhin erfüllen und bezahlen sollen, wenn ihnen immer neue Aufgaben ohne Ausgleich aufgebürdet werden, bemängeln Handtke und Scheppelmann. „Für die Beitragsfreiheit haben wir uns als Sozialdemokraten immer stark gemacht und die Freude überwiegt, aber für eine ehrliche Politik gilt es nicht nur, Jubelstürme zu entfachen, sondern auch die aufkommenden Herausforderungen bei dem Finanzierungsmodell klar zu benennen“, so Handtke weiter.
Leider noch völlig ungeklärt sei die Situation der Kindertagespflege, für die eine Beitragsfreiheit noch nicht geklärt wäre. Hier seien viele Tagesmütter und -väter und ihre Existenzen betroffen und bilden gleichzeitig eine wichtige Säule im Betreuungsangebot ab. Im Vordergrund stehe bei den Sozialdemokraten die Entlastung vieler Familien in Niedersachsen und im Landkreis Harburg, so die Genossen. „Bei aller Euphorie dürfen wir nicht vergessen, dass wir an 365 Tagen im Jahr auch die Mittel zur Verfügung haben wollen und müssen, öffentliche Büchereien, Bäder, Sport- und Schulinfrastruktur zu finanzieren. Das ist unser Appell an die Landesregierung und an die vielen Abgeordneten, die zeitgleich auch in den Kommunen ehrenamtlich Verantwortung tragen. Es geht uns also nicht darum, Wasser in den Wein zu schütten, aber auf das Preisschild zu verweisen, damit die Kommunen auch zukünftig in der Lage sind, viele wertvolle Strukturen für Kinder und Familien zu finanzieren“, betont Handtke abschließend..