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Nach der Reise aus dem Risikogebiet sensible Einrichtungen nicht betreten

Nach der Reise aus dem Risikogebiet sensible Einrichtungen nicht betreten.

Landkreis Harburg erlässt Allgemeinverfügung ab sofort.

Wer aus einem Corona-Risikogebiet kommt, muss Schule oder Pflegeeinrichtungen meiden. „Wir wollen Vorsorge treffen, um Infektionsketten zu unterbrechen“, sagt Landrat Rainer Rempe. Das neuartige Coronavirus hat sich innerhalb kurzer Zeit weltweit verbreitet. Auch in Deutschland gibt es eine Reihe von Fällen, zumeist in Verbindung mit Reisen in Risikogebiete oder aus besonders betroffenen Regionen. Der Landkreis Harburg erlässt daher eine Allgemeinverfügung mit kontaktreduzierenden Maßnahmen besonders sensibler und gefährdeter Einrichtungen. Diese Vorgabe gilt ab sofort und ist nicht befristet. Der Landkreis folgt damit einer Weisung des Niedersächsischen Sozialministeriums.
Danach gelten für Reiserückkehrer aus Risikogebieten und besonders von der Ausbreitung des Coronavirus betroffenen Gebieten Beschränkungen beim Besuch von Schulen, Kindertageseinrichungen, aber auch von Krankenhäusern und Pflegeheimen. Sie dürfen diese Einrichtungen 14 Tage nach der Rückkehr nicht betreten. „Damit wollen wir Ansteckungen vermeiden und besonders gefährdete Personengruppen schützen“, betont Landrat Rempe. „Außerdem tragen die Maßnahmen für medizinische Einrichtungen zur Aufrechterhaltung der Versorgungskapazitäten bei.“ Der Landkreis ergänzt damit seinen Appell an Veranstalter, Veranstaltungen möglichst abzusagen und zu verschieben.
Hintergrund ist, dass die Corona-Erkrankung in vielen Fällen als grippaler Infekt verläuft, der zunächst ohne Test von einem Schnupfen oder einer Grippe nicht zu unterscheiden ist. Nach den bisherigen Erkenntnissen erkranken Kinder vielfach nicht schwer. Sie können aber ebenso wie Erwachsene, ohne Symptome zu zeigen, Überträger des Coronavirus sein.
Menschen, die sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet entsprechend der jeweils aktuellen Festlegung durch das Robert-Koch-Institut (RKI) aufgehalten haben, dürfen daher 14 Tage nach Rückkehr folgende Einrichtungen nicht betreten:
– Kindertageseinrichtungen und Kinderhorte, erlaubnispflichtige Kindertagespflegestellen, Schulen, Tagesbildungsstätten und Heime, in denen überwiegend Kinder und Jugendliche betreut werden, sowie Einrichtungen der stationären und teilstationären Erziehungshilfe;
– Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken (von dem Verbot ausgenommen sind behandlungsbedürftige Personen);
– stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe wie Heime für ältere Menschen, pflegebedürftige Menschen oder Menschen mit Behinderungen und stationäre Einrichtungen der Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten sowie Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Tagesförderstätten, Tagesstätte für Menschen mit seelischen Behinderungen (auch hier gilt: wer behandelt oder betreut wird, ist von dem Verbot ausgenommen);
– Berufsschulen und Hochschulen, Landesbildungszentren.
Die Risikogebiete und besonders betroffene Gebiete sind unter www.rki.de/ncov-risikogebiete zu finden.

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Zu viel Staub am Sand?

Zu viel Staub am Sand?.

Beeinträchtigt Bolero-Abriss Marktgeschehen?.

Der Harburger Wochenmarkt ist seit Oktober 2019 wieder an seinem angestammten Platz auf den neu sanierten Sand zurückgekehrt. Aktuell werden die Restarbeiten der ersten Bauphase auf dem Sand, vor der Commerzbank und in der Hölertwiete durchgeführt. Für die Zukunft ist der Abriss des ehemaligen Bolero-Gebäudes vorgesehen. Wegen möglicher Staubbelastungen während der Bauarbeiten stelle sich jetzt die Frage, so die beiden CDU-Abgeordneten Helga Stöver und Michael Schaefer, „inwieweit hiervon die Marktbeschicker des Harburger Wochenmarktes betroffen sind.“
Sie fragen die Bezirksverwaltung, ob es es bereits Gespräche zwischen Verwaltung und Marktbeschickern bezüglich der zukünftigen Arbeiten gegeben habe? Und wenn, ja mit welchem Ergebnis? Außerdem sei zu klären, „inwieweit der Abriss des ehemaligen Bolero-Gebäudes eine Beeinträchtigung der Marktbeschicker darstellt. Außerdem müsse geklärt werden, ob durch die Abrissarbeiten Staubbelastungen in der Luft entstehen, die den Verkauf von Lebensmitteln in direkter Nachbarschaft verbieten? Angesichts dieser Umstände würden die beiden Abgeordneten von der Verwaltung auch gerne wissen, ob es Pläne gibt, „den Harburger Wochenmarkt wieder temporär auf den Rathausplatz zu verlegen?“ Zum Themenkomplex „Staubbelastung“ sollte die Meinung bzw. das Votum der Marktbeschicker gehört werden, so die beiden Abgeordneten, um – falls vorhanden – auch alternativen Lösungen zu diskutieren.

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Vollsperrung der Bremer Straße

Die Bremer Straße wird vom 2. März 9 Uhr bis voraussichtlich 15. März zwischen Knoopstrtaße und Hastedtplatz für den Verkehr voll gesperrt. Der Grund: Es werden Wasserleitungen ausgetauscht. Die Umleitung erfolgt über Hohe Straße und über die Friedhofstraße sowie Weusthoffstraße und Eißendorfer Straße. Die Polizei empfiehlt, den Baustellenbereich großräumig zu umfahren. Dier HVV-Haltestellen können während dieser Zeit nicht angefahren werden.

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Freude in Heimfeld/Bostelbek

Freude in Heimfeld/Bostelbek.

Distrikt gratuliert Loss zur Wahl.

Auf der SPD-Distriktsversammlung am 26. Februar in Heimfeld war die Stimmung prächtig: Ihr Mitglied Claudia Loss (48) ist am letzten Sonntag bei der Bürgerschaftswahl in das Hamburger Landesparlament gewählt worden.
Michael Dose, Vorsitzender des Distrikts: „Frau Loss hat ein Super-Ergebnis erreicht, 9.476 Stimmen auf der Landesliste der SPD – da gab es Unterstützung für Frau Loss weit über Harburg hinaus.
Im Ortsverein war man sich einig: Das war eine gerechte Würdgung ihrer Arbeit: Die „grüne Mitte Heimfeld“ – der Park an der Rennkoppel, der gelungene Umbau des Spielplatzes daneben, die angeschobene Neugestaltung des Heimfelder Platzes an der S-Bahn, dazu die Harburger Inklusionskonferenz, der „Runde Tisch“ für die Stadtteilbeiräte sowie der starke Einsatz für die Verbesserung ärztlicher Versorgung in Süderelbe – die Liste könnte man locker verlänern – Frau Loss hat prima Arbeit geleistet“, zählt Dose auf.
Auch werde es schwierig sein, ihre Arbeit in der Bezirksversammlung (BV) angemessen forzuführen, sagte Dose weiter. Er muss es wissen: Der Nachfolger von Claudia Loss in der Bezirksversammlung heißt Michael Dose. Auch die Stelle des stellv. SPD-Fraktionsvorsitzenden – bisher Claudia Loss – muss neu besetzt werden. Es werde voraussichtlich auf eine Frau hinauslaufen, sagte die neue Bürgerschaftsabgeordnete. Eine große Auswahl hat die Fraktion nicht …

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Mariahilf Klinik: Bezirksversammlung in Sorge nach Berichterstattung

Mariahilf Klinik: Bezirksversammlung in Sorge nach Berichterstattung.

Gemeinsame Erklärung von fünf Fraktionen.

Es kommt nicht alle Tage vor: Nahezu alle Fraktionen in der Bezirksversammlung haben eine gemeinsame Presseerklärung unterzeichnet, weil sie „mit großer Sorge die öffentliche Berichterstattung über die Überprüfung der Geburtenstation in der Helios Mariahilf Klinik Hamburg durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen zur Kenntnis genommen (haben)“, heißt es in dem Papier, dem sich lediglich die Linke nicht angeschlossen hat. Im Vordergrund aller Überlegungen stand dabei die auch für die Zukunft optimale Versorgung der Patienten, da es sich um die einzige Entbindungsstation im Bezirksamtsbereich handelt.
Der Geschäftsführer der Klinik, Torge Koop, hatte die Fraktionsvorsitzenden und weitere fachkundige Mitglieder zu einem sehr offen geführten Gespräch in die Klinik eingeladen, das in der vergangenen Woche stattgefunden hat. Fünf Fraktionen – SPD, CDU, Grüne, FDP und AfD – waren der Einladung gefolgt.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Ralf-Dieter Fischer hate abschließend die gemeinsame Presseerklärung formuliert. Darin heißt es: „Der Regionalgeschäftsführer des Unternehmens hat detailliert dargestellt, welche Beanstandungen der Medizinische Dienst hatte. Dabei handelte es sich offenbar um formale Defizite, die in den nächsten Wochen und Monaten vollständig behoben werden sollen. Sobald dieses der Fall ist, möchte das Unternehmen die Bezirksversammlung über die Entwicklung offen informieren. Nach den Darstellungen hat zu keiner Zeit irgendeine Gefährdung von Patienten vorgelegen.“
Auf die beharrliche Kritik der Abgeordneten habe der Geschäftsführer eingeräumt, „dass man die Zusage an die Bezirksversammlung, über alle Entwicklungen frühzeitig informiert zu werden, übersehen hätte.“ „Dafür hat man sich ausdrücklich entschuldigt“, hält Fischer fest. Und: Man habe nach den Feststellungen des MDK im November 2019 zwar die Fachbehörde und die Krankenkassen informiert, nicht jedoch das Bezirksamt und die Bezirksversammlung, was nach den Ereignissen des vergangenen Jahres geboten gewesen wäre.
Abschließend heißt es: „In dem Gespräch ist man übereingekommen, dass die weitere Entwicklung im März in einer Sondersitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Gesundheit und Inklusion dargestellt werden soll.“