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Lokalpolitik in Corona-Zeiten

„Wir brauchen den Bürger!“

Lokalpolitik in Corona-Zeiten

Es war ruhig in den vergangenen Monaten auf der Wilhelmsburger Politbühne. Abgesagte Regionalausschussitzungen und Bezirksversammlungen, minimal besetzte Hauptausschüsse: Aufgrund der Corona-Krise ist auch die Lokalpolitik in Wilhelmsburg und auf der Veddel auf ein Minimum heruntergefahren. Das lag unter anderem daran, „dass die Bürgerinnen und Bürger in den vergangenen Monaten andere Dinge im Kopf hatten, vieles rückte in der Krise in den Hintergrund. Wir haben zum Beispiel in der Anfangszeit auch deutlich weniger E-Mails erhalten“, bestätigt SPD-Bezirkspolitikerin Kesbana Klein. Außerdem habe sich das Bezirksamt Hamburg-Mitte ganz auf Corona konzentriert, dabei sei die Lokalpolitik liegengeblieben. Themen, die nicht brandeilig waren, wurden nach hinten geschoben, auch um die Verwaltung nicht zu überfordern. So habe es beispielsweise „zwischen der Verwaltung und uns keinen Austausch gegeben“, erinnert sich auch Sonja Lattwesen von den Grünen, lobt aber im Gegenzug auch den Bezirksamtsleiter. „Falko Droßmann stand jederzeit zur Verfügung.“
Zwar konnten die Lokalpolitiker innerhalb ihrer Parteien online Sitzungen abhalten, aber das persönliche Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern fiel bei den meisten aus. „Früher habe ich doppelt so lange für den Einkauf gebraucht wie heute. Vor Corona war zum Beispiel ein Einkauf auf dem Wochenmarkt von vielen Gesprächen geprägt, nun aber fehlt das Zwischenmenschliche. Dabei brauchen wir den Bürger. Uns fehlen diese Gespräche. Wir brauchen als politische Vertreter diese Kontakte. Wie sonst kann man abwägen oder in Erfahrung bringen, was dem Bürger auf der Seele liegt“, erzählt Ronald Dittmer, der für die CDU im Regionalausschuss Wilhelmsburg/Veddel sitzt. Auf Facebook appelliert er deswegen an die Bürgerinnen und Bürger: „Rufen Sie uns an. Wir sind weiterhin für Sie da. So oder so.“ Weniger Schwierigkeiten hatten da die Grünen, die unter anderem Online-Sprechstunden abgehalten haben.
Langsam, aber sicher zeigt sich nun ein Licht am Ende des Tunnels. Am 30. Juni findet nach langer Zeit wieder der Regionalauschuss Wilhelmsburg/Veddel statt – allerdings nicht in Wilhelmsburg, sondern im Sitzungssaal der Bezirksversammlung im Bezirksamt Hamburg-Mitte. Auch die Öffentlichkeit darf noch nicht teilnehmen. „Ich denke, das politische Leben in Wilhelmsburg wird im September wieder so richtig losgehen“, so Kesbana Klein.

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Gesundheit steht an erster Stelle

Gesundheit steht an erster Stelle.

NDR Sommertour abgesagt.

Auch die Sommertour von NDR 90,3 und dem Hamburg Journal des Norddeutschen Rundfunks ist aufgrund der Corona-Krise abgesagt worden. Bitter gerade für die Wilhelmsburger: Am 18. Juli sollte die Sommertour in Wilhelmsburg starten. Die Planungen waren bereits in vollem Gange, erste Pläne wurden im Regionalausschuss Wilhelmsburg/Veddel im Februar vorgestellt. Sabine Rossbach, Direktorin des NDR Landesfunkhauses Hamburg, unterstützt mit der Absage der Sommertour die behördlichen Entscheidungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.
„Unsere Tour durch die Stadtteile ist fester Bestandteil des Hamburger Sommers. Die Gesundheit der Besucherinnen und Besucher sowie von allen Beteiligten steht aber selbstverständlich an erster Stelle. Auch wenn wir sehr bedauern, dass wir die Sommertour in diesem Jahr nicht durchführen können, unterstützen wir die behördlichen Entscheidungen uneingeschränkt“, erklärt die Direktorin des NDR Landesfunkhauses Sabine Rossbach auf der Internetseite des NDR.