Keine Ausreden mehr

SPD -Das Vorstandsmitglied der SPD Harburg Ermiya Ciger fordert in seinem Antrag dass sich Senat und Bürgerschaft ernsthaft mit dem Thema Sietas-Werft befassen

Keine Ausreden mehr.

Antrag zur Sietas-Werft von Ermiya Ciger.

Am 4. November nahm der Landesparteitag der SPD Hamburg einen Antrag der Kreisdelegiertenversammlung der SPD Harburg zur Sietas-Thematik an. Interessant: Gestellt worden war der Antrag durch den jungen Neuenfelder SPD-Delegierten Ermiya Ciger. Der engagierte Teeager hatte schon in den letzten Monaten für Aufsehen gesorgt, da er gemeinsam mit der grünen Bürgerschaftsabgeordneten Dr. Gudrun Schittek zur Sicherung des Industriestandortes Neuenfelde aufgerufen hatte. Währenddessen kamen aus dem SPD-Distrikt Neuenfelde zum Thema Sietas-Werft lediglich ein paar dürre Sätze.
Der beschlossene Antrag fordert, dass sich die SPD in Senat und Bürgerschaft für die Sicherung des Industriestandorts Neuenfelde einsetzt und Bedingungen schafft, damit er langfristig genutzt und somit neue Arbeitsplätze entstehen können. Ciger: ,,Den Antrag habe ich auf der Kreisdelegiertenversammlung (KDV) der SPD Harburg eingebracht, dieser wurde von den Harburger Genoss:innen mit großer Mehrheit angenommen. Am 4.11.22 wurde der Antrag auf dem Landesparteitag der SPD Hamburg aufgesetzt und mit 233 Ja-Stimmen (93,5%) angenommen.“
Der junge Genosse wiederholte seine Kritik an Senat und Bürgerschaft, die seiner Meinung nach am Schicksal der Sietas-Werft und deren Beschäftigten während der gesamten Insolvenz desinteressiert wirkten. Ciger erhofft sich durch den Antrag mehr Engagement: „Durch den Beschluss des Landesparteitags müssen Senat und Bürgerschaft sich nun mit dem Thema befassen und können sich nicht mehr herausreden oder versuchen, die Thematik aufzuschieben.“ Der Neuenfelder hat auch eine Meinung zur Bedeutung der Este: „Eine Sicherung des Industriestandorts Neuenfelde ist damit verbunden, dass die Fahrrinne der Este auch zukünftig befahrbar bleibt. Dies ist eine Grundvoraussetzung, damit auch langfristig in Neuenfelde neue Arbeitsplätze entstehen können.“ Laut Ciger stehe die Stadt Hamburg nun unter Zugzwang: „Die Stadt Hamburg muss sich nun mit den zuständigen Bundesbehörden, wie der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrtsamt (GDWS), auseinandersetzten, um ein Konzept zu entwickeln, welches die Schiffbarkeit der Este sichert.“