„Wer jetzt nicht einschritt, war Täter, Mittäter oder Dulder der millionenfachen Morde“

SPD -Die Vorsitzenden des SPD-Distriktes Neugraben-Fischbek Beate Pohlmann und Henning Reh gedachten der NS-Opfer der Pogromnacht von 1938

„Wer jetzt nicht einschritt, war Täter, Mittäter oder Dulder der millionenfachen Morde“.

SPD Neugraben-Fischbek: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

Am 9. November, dem Jahrestag der Pogromnacht von 1938, trafen sich die Mitglieder der SPD Neugraben-Fischbek an der Gedenktafel am Kundenzentrum Süderelbe zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Die Vorsitzenden Beate Pohlmann und Henning Reh legten im Beisein ihrer Genossen ein Blumengesteck nieder und erinnerten an die Opfer der Gräueltaten. „Spätestens seit dieser Nacht konnte niemand mehr nichts davon mitbekommen haben“, mahnten beide SPD-Politiker. „Wer jetzt nicht einschritt, war Täter, Mittäter oder Dulder der millionenfachen Morde, Vertreibungen, Enteignungen und Entrechtungen. Das müssen wir immer erinnern und das muss für uns auch Mahnung sein, dass wir uns solchen Entwicklungen frühzeitig und mit aller Kraft entgegenstellen“, betonten Reh und Pohlmann.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 Nacht begannen im nationalsozialistischen Deutschland direkte und gezielte Gewaltaktionen gegen die jüdische Bevölkerung. Geschäfte wurden zerstört und geplündert, Synagogen niedergebrannt, 30.000 Menschen verhaftet und verschleppt und mehr als 1.000 in dieser ersten Nacht des Grauens ermordet. Die Polizei sah tatenlos zu und nur die wenigsten Menschen hatten den Mut, den jüdischen Mitbürgern zu helfen. Diese Nacht war der Auftakt der systematischen Vernichtung der Juden, der Beginn des Holocaust mit Millionen Ermordeten, erklärten die SPD-Vorsitzenden.