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Mit Rückenwind nach Patras
Die Veolia Towers Hamburg treffen am Dienstag (01.11.) im Rahmen des vierten Spieltages der 7DAYS EuroCup Gruppenphase auf Promitheas Patras. Die Griechen überzeugen bisher mit der besten Offensive des Wettbewerbes. Tipoff ist um 18.30 Uhr – Magenta Sport überträgt ab 18.20 Uhr.

Die Partie der Veolia Towers Hamburg am Dienstag (01.11.) bei Promitheas Patras wird das zehnte Pflichtspiel der Saison 2022/23 sein. Aus den bisherigen Auftritten nahm das Korner-Team zwar sechs Siege mit. Doch trotz der mehrheitlich positiven Resultate fehlt es dem Team bisher noch an Konstanz. Ein wellenartiges Auf und Ab, teils rauschende Phasen wechseln sich wieder mit Flauten ab, kennzeichnet bislang das Geschehen der Hanseaten. Das eigene Spiel in ruhigere Gewässer zu führen, darin sieht der Head Coach derzeit die größte Aufgabe. Dass es die Towers dennoch geschafft haben, nach Niederlagen gegen Ludwigsburg und Ankara die Segel wieder auf Siegkurs zu setzen und anschließend drei schwierige Partien für sich zu entscheiden, sollte Mut für die kommenden Aufgaben machen.

Nicht nur ergebnistechnisch können die Veolia Towers Rückenwind aus den Erfolgen gegen München, Wroclaw und Bamberg mitnehmen. Auch die Erkenntnis, dass die Spiele überwiegend durch Big Plays in der Verteidigung gewonnen werden konnten, stimmt Korner positiv. Gegen Promitheas Patras wird es vor allem auf die Verteidigungsarbeit ankommen, zählt die Mannschaft aus der drittgrößten Stadt Griechenlands doch bisher als das stärkste Offensivteam des 7DAYS EuroCups.

Übertragen wird die Partie der nach drei Spieltagen punktgleichen (2-1) Teams ab 18.20 Uhr bei Magenta Sport.

Durchschnittlich 90,3 Punkte legte Promitheas Patras in den bisherigen Auftritten auf. Vor allem ein Akteur ragt offensiv aus dem Kollektiv von Head Coach Makis Giatras heraus – Joe Young. Der 30-jährige US-Amerikaner, der zu Beginn seiner Karriere 127 Partien in der NBA absolvierte, drückt Patras – übrigens seine erste Europastation – mit durchschnittlich 24,7 Zählern seinen Stempel auf. Ebenfalls auf zweistellige Punkteausbeuten kommen die aus der easyCredit BBL bekannten Arnoldas Kubolka (13,3 PpS, 2015 – 2019 Bamberg) und Trevis Simpson (10,7 PpS, 2019/20 Vechta, 2021 Bamberg).

Während Young vornehmlich im Pick&Roll den Weg zum Korb und dort erst den eigenen Abschluss und als zweite Option den Pass sucht, machen Simpson und Kubolka das Feld breit und warten rund um die Dreierlinie auf die Vorlagen ihres Regisseurs. Die gefährlichste Option rund um den Perimeter ist aber der 31-jährige griechische Routinier Nikolaos Gkikas, der bisher traumwandlerische 69,7 Prozent aus der Distanz verwandelt.

So muss das Hauptaugenmerk das Hamburger vor allem auf der eigenen Defensive liegen. Mit 10,3 Ballgewinnen pro Spiel sind die Veolia Towers im 7DAYS EuroCup das Team mit den zweitmeisten Steals – die beiden Guards Kendal McCullum (3,0) und Ziga Samar (2,0) zählen wie auch in der Bundesliga zu den zehn besten Balldieben. Allein auf Ballgewinne sollten sich die Hanseaten aber nicht verlassen, denn Patras leistet sich die zweitwenigsten (12,0) Ballverluste.

Raoul Korner: „Patras ist ein sehr talentiertes, offensiv orientiertes Team mit einigen auch aus der BBL bekannten Namen. Mit dem Sieg gegen den vermeintlichen Gruppenfavoriten Gran Canaria haben sie ihren Anspruch auf einen absoluten Spitzenplatz in der Gruppe untermauert. Wenn ich auf unsere letzten Spiele blicke, dann haben wir in all diesen Partien teilweise hervorragend gespielt. Allerdings nicht konstant, jedoch haben wir in den entscheidenden Phasen die wichtigen Plays gemacht. Dass wir überwiegend über unsere Defensive diese Spiele letztendlich gewinnen konnten, stimmt mich positiv. Denn das ist nachhaltig und reproduzierbar.“

Seth Hinrichs: „Sie spielen das dritte Jahr im EuroCup, sind gut in die Saison gestartet und stehen jetzt auch bei zwei Siegen nach drei Spielen. Wie in jedem Auswärtsspiel wird es nicht einfach. Es ist gut, dass wir mit einer Serie aus drei Siegen die Reise antreten, auch wenn nicht alle unbedingt schön waren. Trotzdem mit einem Erfolg aus den Spielen gegangen zu sein, war wichtig für uns als Team und unser Selbstvertrauen. Wir wissen, dass wir auch gewinnen können, wenn die Partien bis zur letzten Minute eng sind. Das freut mich sehr für uns, das macht gute Teams aus. Jetzt geht es für uns darum, an den Details zu schrauben und eine Konstanz für 40 Minuten herzustellen. Wir haben nicht viel Zeit für Training, umso wichtiger ist es, dass wir uns die Szenen auch im Video ansehen und mental reifen.“

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Schnäppchen machen!

Der SV Grün Weiss Harburg von 1920 e.V. veranstaltet am 30.Oktober endlich mal wieder einen Indoor Hallen Flohmarkt im Schützenhaus Sinstorf, Beckedorfer Straße 1 in Sinstorf.Von 9. bis 16. Uhr werden Kleidung in allen Größen, Spielzeug, Kitsch, Bücher, Sportsachen und vieles andere mehr angeboten. Außerdem gibt es reichlich Kaffee und Erfrischungsgetränke, selbstgebackene Kuchen und Schmankerl.

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Elstorf holt Rückstand auf

Elstorf holt Rückstand auf.

RW Cuxhaven vs TSV Elstorf 1:1 (1:0)

Der TSV Elstorf holt den zwar den Pausenrückstand auf, trauert aber am Ende zwei verloren Punkten nach. Im Auswärtsspiel bei RW Cuxhaven hatte der Gast aus Elstorf mindestens 70 % Ballbesitz und war über 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft. Der Gastgeber war aber im Konterspiel und nach Standardsituationen auch immer gefährlich. Aufgrund der Mehrzahl an klaren Tormöglichkeiten im gesamten Spiel hätte der Sieger Elstorf heißen müssen. Allein im ersten Durchgang verpassten Timo von Reith zwei Mal und Claas Meier, Kevin Machado und Björn Jarmer die klare Führung für den Gast aus Elstorf. Die 1:0 Führung erzielte aber der Gastgeber in der 23. Minute mit dem ersten Torschuss durch den starken Stürmer Curras-Varela. Nach Doppelpass und gut getimten Gassenpass wurde die Innenverteidigung aus Elstorf ausgespielt und der Cuxhavener Torjäger vollendete aus 10 Metern eiskalt. Bis zur Pause war weiterhin Elstorf das offensivere Team mit mehr Spielanteilen. Nur die Chancenverwertung war mangelhaft. Cuxhaven zog sich immer bis zur Mittellinie zurück und setzte auf ein schnelles Umschaltspiel. Auch sie hatten zwei weitere Torgelegenheiten, die Abschlüsse verfehlten jedoch das Elstorfer Tor.
In der zweiten Halbzeit wollte Elstorf unbedingt den Ausgleich erzielen, doch bevor es soweit war, wurden weitere Hochkaräter vergeben durch die Elstorfer Angreifer. Dazu kam, das der Cuxhavener Torwart Görse einen überragenden Tag erwischte und mit seinen Paraden mehrfach einen sicheren Gegentreffer verhinderte.
In der 67. Minute fiel dann doch noch der hoch verdiente Ausgleich für den TSV Elstorf. Nach Vorlage von Björn Jarmer traf Timo von Reith im Strafraum. In der letzten Viertelstunde wollten beide Mannschaften unbedingt den Siegtreffer. Cuxhaven hatte zwei gute Torchancen, wobei der Elstorfer Torwart Timo Haepp nach einer Ecke mit einer starken Parade auf der Linie das Gegentor verhinderte. Aber auch Elstorf stürmte mit offenem Visier und hatte bei zwei Distanzschüssen und nach zwei gefährlichen Eckbällen die Chancen zum verdienten Siegtreffer. Letztlich konnte kein Team mehr treffen und so teilten sich beide Mannschaften nach einem umkämpften Spiel die Punkte.

Fazit Trainer Hartmut Mattfeldt:“ Es ist wirklich schade, das wir heute nicht gewonnen haben. Wir waren über weite Strecken auswärts das offensivere Team, hatten eine Vielzahl von klaren Torchancen und müssen heute eigentlich mit zwei Toren Unterschied gewinnen…5:3 oder 4:2 wäre gerechter gewesen. Der Cuxhavener Torwart hat aber überragend gehalten und wir waren im Abschluss einfach nicht präzise genug. Cuxhaven hatte auch Chancen im Umschaltspiel und war auch bei Ecken immer gefährlich. Hier müssen wir noch konsequenter verteidigen. Gut war unsere Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit zu sehen, wo wieder alle Spieler, wie schon in den letzten Wochen, alles rausgehauen haben, um auf jeden Fall noch zu punkten. Darauf können wir weiter aufbauen. An einer besseren und effizienteren Chancenverwertung werden wir weiter arbeiten.

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Regionalliga Nord der Herren 2022/2023:

Baut der VfB Lübeck den Vorsprung aus?.

Natürlich fällt am 13. Spieltag der Regionalliga Nord keine Vorentscheidung. Aber der
Spitzenreiter VfB Lübeck könnte sich mit einem Sieg bei der Teutonia schon ein gutes Stück
absetzen: Sein direkter Verfolger SpVgg Drochtersen/Assel (ohnehin mit zwei Partien mehr auf
dem Konto) tritt infolge diverser Covid 19-Fälle beim Gegner VfV Borussia 06 Hildesheim nicht
zu einem Punktspiel an, und der SSV Jeddeloh (in Lohne) sowie Weiche Flensburg (in Rehden)
stehen vor schweren Auswärtsaufgaben. Man darf also gespannt sein auf die Tabelle der
kommenden Woche.
Blau-Weiß Lohne – SSV Jeddeloh (Fr., 19.30 Uhr)
Jetzt läuft’s beim Aufsteiger: Nach drei Siegen aus den vergangenen vier Partien kletterte Blau-
Weiß auf den 13. Rang der Regionalliga. „Die letzten Ligaspiele haben uns Mut gemacht und
Selbstvertrauen gegeben, wir gehen voller Tatendrang in das Spiel“, sagt Trainer Henning
Rießelmann. Er ist sich allerdings auch bewusst, dass nun eine echte Herausforderung auf sein
Team wartet. Mit dem SSV Jeddeloh wird schließlich der seit fünf Partien ungeschlagene
Tabellendritte im Heinz-Dettmar-Stadion zu Gast sein. „Die Favoritenrolle ist klar: Jeddeloh ist
nicht umsonst da oben, da kommt ein richtiges Schwergewicht auf uns zu“, so Rießelmann.
SV Werder Bremen II – Hamburger SV II (Sa., 14 Uhr)
Zweimal in Folge wurde der SVW II zuletzt zum Zuschauen verurteilt: Erst machten
Länderspielabstellungen einen Strich durch die Rechnung, dann ein unbespielbarer Platz in
Norderstedt. „Wir nehmen es, wie es kommt, aber das ist natürlich ärgerlich“, fand Trainer
Konrad Fünfstück. Seinem Team fehlt also die Praxis. Ob das ein entscheidender Nachteil sein
wird? Der HSV II war am letzten Wochenende ja ebenfalls spielfrei, und er wartet nun seit vier
Partien (0-2-2) auf einen dreifachen Punktgewinn. Der allgemein hoch eingeschätzte Gast zählt
als Tabellensiebter aber immer noch zu den stärkeren Teams der Liga. Die Hamburger
sammelten auch einen Punkt mehr als Werder (10.), trugen bislang allerdings auch zwei Partien
mehr aus. Das kleine Nordderby sollte also als ziemlich offen gelten.
BSV Rehden – SC Weiche Flensburg (Sa., 15 Uhr)
Nun muss was passieren: Bereits vier Punkte trennen Weiche mittlerweile vom Lübecker
Spitzenreiter, dabei hat das Team von Thomas Seeliger bereits ein Spiel mehr ausgetragen.
„Die Basis sind Moral und Einstellung“, betonte der Trainer nach dem 2:2 gegen Teutonia
Ottensen. Seine Mannschaft war am letzten Wochenende nach einer schwachen ersten
Halbzeit ins Spiel zurückgekehrt und hatte die dritte Heimniederlage in Folge vermieden. Jetzt
will der Tabellenvierte natürlich dranbleiben, und dabei kann er sich womöglich auf seine
Auswärtsstärke verlassen: 13 seiner 20 Punkte holte Weiche auf fremden Platz (4-1-0). Die
Bilanz des BSV in den Waldsportstätten (2-3-0) ist nicht ganz so beeindruckend. Aber
ungeschlagen ist der Gastgeber im eigenen Stadion bislang auch. Das spricht für ein sehr
interessantes Duell.
Atlas Delmenhorst – TSV Havelse (Sa., 16 Uhr)
Zuletzt musste Atlas im Niedersachsen-Pokal ran, erreichte dabei dank eines 4:2 über Blau-
Weiß Lohne die nächste Runde. In der Liga lief es nicht so gut, markierte das erwartbare 1:3 in
Lübeck doch das dritte sieglose Spiel in Folge. Nachdem das Team lange zur erweiterten
Spitzengruppe gezählt hatte, fiel es zuletzt auf den elften Tabellenplatz zurück. Aber was ist die
kleine Ergebniskrise schon gegen die vergangenen Monate des TSV Havelse? Der
Drittligaabsteiger fand bislang noch gar nicht in die Spur, nahm einen Trainerwechsel vor und
reist als 18. ins Stadion am Düsternort. „Wir müssen schleunigst sehen, dass sich jeder Einzelne
und wir uns als Mannschaft verbessern“, sagt Florian Riedel. Der auch als rechter Verteidiger
aktive Sportdirektor fordert insgesamt mehr Verantwortung auf dem Platz. Zudem habe man in
Havelse zu lange geglaubt, dass man die „Spiele spielerisch gewinnen“ können. Im
zweikampfstarken Delmenhorst kann der TSV nun also einen Entwicklungsschritt machen.
Phönix Lübeck – Bremer SV (So., 14 Uhr)
Der Gastgeber benötigte eine gewisse Anlaufzeit, zählt mittlerweile aber zu den formstärksten
Teams der Liga: Zuletzt blieb Phönix in fünf Spielen ungeschlagen und kletterte nach drei
Siegen in Folge auf den sechsten Platz der Liga. Im Adlerhorst tritt folglich eine sehr
selbstbewusste Mannschaft an, zumal die Rückkehr des zuletzt verletzten Kapitäns Haris
Hyseni erwartet wird. Auf der Gegenseite wird man aber vermutlich auch nicht gerade ängstlich
auflaufen: Der Bremer SV schwimmt nach drei Siegen aus den vergangenen vier Partien
ebenfalls auf einer Erfolgswelle und reist als Neunter (mit nur einem Punkt Rückstand auf
Phönix) nach Lübeck. Zudem gab sich der Aufsteiger zuletzt recht auswärtsstark und siegte in
Flensburg (2:1) und Hildesheim (4:0).
Holstein Kiel II – Hannover 96 II (So., 14 Uhr)
Nach drei Siegen in Folge war das 2:3 beim Bremer SV ein Rückschlag. Für Trainer Sebastian
Gunkel hielt die Pleite aber auch einige lehrreiche Momente für sein Team bereit: „Wir müssen
uns an die eigene Nase fassen und unsere Fehler minimieren.“ Im Nachwuchsduell mit 96 II
können die kleinen Störche nun einen Ausbildungsschritt machen. Der Gegner – als Fünfter
sieben Plätze und fünf Punkte besser als Holstein II – dürfte allerdings erneut eine
Herausforderung darstellen: Lediglich eines der vergangenen vier Partien, nämlich das Spiel in
Drochtersen (0:2), ging verloren. Ansonsten war der Gast ausnahmslos siegreich. In Kiel tritt
demnach eine der aktuellen stärksten Mannschaften an.
Teutonia 05 Ottensen – VfB Lübeck (So., 14 Uhr)
Die Lage des Gastgebers ist eindeutig: Zwar vermochte sich die Teutonia angesichts von drei
Unentschieden in Folge zuletzt etwas zu stabilisieren. Aber als 15. hinkt das Team noch immer
den eigenen Ansprüchen hinterher. „Es ist aber ein Prozess, und ich hoffe, dass wir einen
Großen mal nicht nur ärgern, sondern auch mal schlagen können“, meinte David Bergner nach
dem 2:2 in Flensburg am letzten Spieltag. Das zählt ja auch zur aktuellen Situation: Die Teutonia
steht nun vor der großen Chance, eine bislang allenfalls durchwachsene Saison mit einem
überraschenden Erfolg in eine ganz andere Richtung zu lenken. Zumindest theoretisch.
Praktisch scheint der noch ungeschlagene Tabellenführer eine sehr große Herausforderung für
die Teutonia zu sein. Womöglich eine zu große Herausforderung.
FC St. Pauli II – Eintracht Norderstedt (So., 14 Uhr)
Die „Hamburger Sorgenkinder“ unter sich: Im Derby empfängt der 17. den 16. der Regionalliga
Nord. Dabei hat die Eintracht aus Norderstedt nach dem Spielausfall gegen den SVW II am
vergangenen Wochenende allerdings eine Partie weniger ausgetragen. In einer unangenehmen
Lage befindet sich der Gast gleichwohl, und das liegt auch daran, dass er offenbar einen recht
großen Gefallen an Punkteteilungen findet: Gleich fünf der Norderstedter Spiele endeten mit
einem Unentschieden (2-5-3), und so machte die Eintracht ihrem Ruf als „Remis-König“ bislang
einmal mehr alle Ehre. Beim Gegner machte sich dagegen vor allem eine anhaltende
Erfolglosigkeit nachteilig bemerkbar: St. Pauli gewann gerade einen Punkt aus den
vergangenen vier Partien. „Wir haben uns aus dem Konzept bringen lassen und uns nicht mehr
auf unser Spiel konzentriert“, meinte Trainer Elard Ostermann nach dem 1:2 in Jeddeloh. Dabei
war sein Team nach guter Leistung in Führung gegangen, hatte über weite Strecken also eine
ordentliche Leistung abgeliefert. Für das Derby gilt demnach: Bislang wurden beide Teams ein
wenig unter Wert geschlagen, und so ist auch für beide Teams etwas drin.
Stefan Freye

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Begeisternder Heimauftakt – deutlicher Erfolg

Begeisternder Heimauftakt – deutlicher Erfolg.

Tower besiegen Syntainics MBC 91:74.

Die Veolia Towers Hamburg haben bei ihrem Heimauftakt die fast 3000 Fans in der edel-optics.de Arena begeistert. Der Grundstein zum deutlichen 91:74-Sieg wurde in einem furiosen zweiten Viertel gelegt. Leif Möller und Al-Fayed Alegbe feiern ihr BBL-Debüt.
Nach ganz genau 97 Sekunden erlöste James Woodard die wie immer von Beginn an stehenden Towers-Fans,. Ebenso lange dauerte es, dann rissen Woodard, mit seinem zweiten Dreier, und Christoph Philipps per Dunk die 2989 Zuschauenden prompt wieder von den Sitzen. Die knallharte Defensive, die in den ersten fünf Minten bereits sieben Ballverluste aufseiten des Syntainics MBC erzwang, und die gut organisierte Ballbewegung bei den Towers brachten die edel-optics.de Arena unter dem Rhythmus des Hamburg Towers Fanclubs schnell zum Beben. Auch eine kurze Durststrecke, begleitet von kleinlichen Foulpfiffen und dem Anschluss des MBC, tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Dafür gab es zu viele Highlights – jeweils ein Posterdunk von Yoeli Childs und Marvin Clark II – beides definitiv Magenta Sport Top10 Material – so ein Towers-Sprecher, umrahmten den Wechsel ins zweite Viertel. Die Hamburger bestimmten das Spielgeschehen und bauten ihren Vorsprung noch vor der Pause auf zwischenzeitlich 23 Zähler aus. Drei Minuten vor der Halbzeit kam Youngster Leif Möller zu seinem ersten BBL-Einsatz und hatte nur Sekunden vor Ablauf die Chance auf seine ersten Punkte. Der Dreier fiel zwar nicht – dennoch ging es dank der überaus verdienten 20-Punkte-Führung unter Standing Ovations in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel schien der Rhythmus zunächst verflogen. Mit Yoeli Childs kassierte, nach Woodard und Philipps, bereits der dritte Towers-Profi früh in der Partie sein drittes persönliches Foul. Doch auch ohne den Spielfluss der ersten zwanzig Minuten blieben die Towers am Drücker, erarbeiten sich ihre Abschlüsse – entweder durch zweite Wurfchancen, davon gab es insgesamt 16 in der Partie, oder nach Foul an der Freiwurflinie. Mit 21 Zählern Vorsprung ging es in den Schlussabschnitt. Und obwohl die Hamburger zu Beginn knapp dreieinhalb Minuten punktlos blieben, änderte sich an der klaren Führung nur wenig. Der quirlige Kendale McCullum, der am Ende mit 19 Zählern Topscorer wurde, und ein überaus aufmerksamer Lukas Meisner aus der Distanz sorgten schnell für die nächsten Zähler. Für Yoeli Childs, der bis fünf Minuten vor Schluss das Geschehen unter den Körben dominierte, war dann vorzeitig Schluss. Beim Kampf um einen Rebound zog sich der Big Man eine Platzwunde am Auge zu. Für ihn kehrte Leif Möller zurück in die Partie – entschlossen zog der 19-Jährige zum Korb und belohnte sich mit seinen ersten zwei BBL-Punkten. Für die letzten 2:15 Minuten schnupperte dann auch der noch ein Jahr jüngere Al-Fayed Alegbe erste Bundesliga-Luft. Der MBC nutzte die tiefe Hamburger Rotation, um zwar das letzte Viertel für sich zu entscheiden, an dem ersten Heimsieg der Spielzeit 2022/23 gab es allerdings nichts zu rütteln.
Headcoach Raoul Korner sagte nach dem Spielende: „Wir sind sehr fokussiert und mit viel Energie in dieses Spiel gestartet. Man hat gesehen, in welche Richtung es bei uns gehen soll – druckvoll in der Defensive und schnell in der Offensive. Das hat in der ersten Halbzeit sehr gut funktioniert. Wie es dann aber so ist, wenn man derart hoch führt, das Spiel gefühlt unter Kontrolle hat, dann reißt ein bisschen der Schlendrian ein. Das sollte nicht passieren. Ich hatte eingangs gesagt, dass wir in der Bringschuld stehen – dass wir den Funken auf das Publikum überspringen lassen müssen. Ich denke, dass wir das relativ zeitig in der Partie gemacht haben. Und dann ist es eine schöne Symbiose zwischen Fans und Mannschaft. Dann merken die Fans, dass das Team funktioniert, Freude am Spielen hat – dann kann man einander aufputschen und anfeuern. Das macht richtig Spaß und kann für uns noch ein ganz wichtiger Faktor sein.“