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„Das ist eine absolute Frechheit“

„Das ist eine absolute Frechheit“.

Unmut über die Einrichtung von E-Ladesäulen.

Den normalen Parkplätzen geht es an den Kragen: Ob in Süderelbe oder Harburg, überall schrumpft der Raum zum Abstellen für Pkw mit Verbrenner. Entweder fallen sie Ladestation-Buchten für E-Cars oder sogenannten StadtRADStationen sowie Car-Sharing-Stellen zum Opfer. Hinzu kommen noch Flächen für Behinderten-Parkplätze. Der Unmut unter den Bürgern ist groß – wie aktuell beispielsweise in Süderelbe. Als in Neugraben in der Nähe des Wochenmarktes mehrere Stellplätze einer StadtRAD-Station weichen mussten, war der Aufschrei unter den Wochenmarktbeschickern und Teilen ihrer Kundschaft groß (der Neue RUF berichtete).
Kurze Zeit danach gibt es neuen Ärger. In der Neugrabener Bahnhofstraße sind vor Kurzem auf dem Areal von (nun ehemaligen) Parkplätzen zwei Elektro-Ladesäulen installiert worden. Die Inhaberinnen einer nahegelegenen Fußpflege-Praxis (Gabriela Noack und Michaela Wulff) sind auf Zinne. Sie wären von der Verwaltung über die Umwandlung nicht informiert worden. Was für sie noch schwerer wiege: Ihre größtenteils älteren Kunden hätten nun Probleme, normale Pkw-Stellplätze zu finden. Wenn sie freie Plätze finden, seien diese ziemlich weit entfernt. Womöglich zu weit für die häufig geh-eingeschränkten Senioren. Diese würden sich eventuell dann überlegen, eine andere Fußpflegepraxis mit angemesseneren Parkplätzen aufzusuchen. Es sei geschäftsschädigend, sagt Gabriela Noack. Was Noack bereits nach wenigen Tagen aufgefallen sei: Die neu geschaffenen E-Ladestationen würden so gut wie gar nicht benutzt. Noack fällt ein klares Urteil über die Installation der E-Ladesäulen: „Das ist eine absolute Frechheit“. Auch der Betreiber eines angrenzenden Kiosks zeigte sich „not amused“ über den Wegfall der Parkplätze.
In der lokalen Politik sind die Meinungen weit gestreut. Der CDU-Bezirksabgeordnete Lars Frommann bringt die Haltung seiner Partei auf den Punkt: „Die Bürger müssen über die Standorte frühzeitig informiert, nicht aber überrascht werden.“ Die örtliche Politik sei auch im Fall der Neugrabener Bahnhofstraße nicht gefragt worden, das wird von der Fachbehörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) entschieden. Laut Frommann lehne die CDU die Einrichtung von E-Ladestationen auf Kosten von einfachen Parkplätzen ab. Zugleich frage er sich, wer an diesen E-Ladestationen Halt machen soll. Die meisten Besitzer von E-Cars gebe es in den Neubaugebieten, die müssten kaum ihre Fahrzeuge hier aufladen, so Frommann. Die SPD-Bezirksabgeordnete Beate Pohlmann sieht die Angelegenheit von beiden Seiten. Wenn es keine E-Ladestationen gebe, würde man die Neugrabener Region als rückständig bezeichnen. Wenn E-Ladestationen anstelle von normalen Parkplätzen gebaut werden, würden sich zahlreiche Bürger ebenso aufregen. Wie man es auch macht – es sei falsch. Sie glaube, dass man beide Seiten bedienen müsse, also ein Mix aus Parkplätzen und E-Ladestationen. so die Genossin. Bei den Grünen lautet die offizielle Linie, dass man beim Kampf gegen den Klimawandel auch auf die Antriebswende, also E-Cars setze. Dazu bedürfe es auch immer mehr E-Ladestationen in Süderelbe und Harburg, so die Grünen. In diesem Zusammenhang muss auch ein Antrag zur flächendeckenden Abdeckung des Bezirkes Harburg mit E-Ladestationen gesehen werden, den die Grünen gemeinsam mit SPD und Die Linke in die Bezirksversammlung eingebracht haben (der Neue RUF berichtete). Bis Redaktionsschluss ging keine Stellungnahme der BVM zur Installation der E-Ladesäulen in der Neugrabener Bahnhofstraße ein.

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Polarlichter faszinieren Menschen

Polarlichter faszinieren Menschen.

Wetterphänomen auch über Harburg.

Geheimnisvolle Lichterscheinungen am Nachthimmel von 23 Uhr abends bis 3 Uhr morgens in der Nacht vom 19. auf den 20. Januar faszinierten die Menschen auch im Bezirk Harburg. Am sternenklaren Himmel bildeten sich gelblich-grünlich-lila Lichtformationen, die in ihrer Intensität die Beobachter in ihren Bann zogen. Dieses Schauspiel könnte gut aus einem Science Fiction-Film entsprungen sein, der die Landung von Außerirdischen ankündigt. War es aber nicht. Es handelte sich schlicht und ergreifend um das Wetterphänomen der Polarlichter. Diese enstehen durch eine Eruption der Sonne. Die dadurch freigesetzten Teilchen der Sonne streben der Sonne entgegen. Dabei werden sie vom Erdmagnetfeld in Richtung der Pole gelenkt und dringen in die Erdatmosphäre ein. In den oberen Schichten der Atmosphäre stoßen die geladenen Teilchen auf Luftmoleküle und bringen diese zum Leuchten. Unsere Neue RUF-Kollegin Katrin Jantzen hielt diesen beeindruckenden Moment fest.

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Staus garantiert: Sanierungsarbeiten auf der Bremer Straße

Staus garantiert: Sanierungsarbeiten auf der Bremer Straße.

Anfang Februar geht’s los.

Autofahrer, die von der Autobahn A7 bei der Anschlussstelle „Marmstorf“ abfahren wollen, brauchen bald sehr viel Geduld. Das gilt auch für alle, die aus Richtung Nenndorf nach Harburg wollen. Warum? Die Autobahn GmbH des Bundes startet Anfang Februar mit der Sanierung der Bremer Straße zwischen dem Restaurant „Rindock’s“, Bremer Straße 343, und der Anschlussstelle HH-Marmstorf/Lürade. „Die Sanierung der Bremer Straße ist unumgänglich und überfällig. Sie ist so marode, dass es mit Einzelmaßnahmen nicht mehr getan ist, sondern eine Grundinstandsetzung zwingend notwendig ist“, erläutert Christian Hieff, Leiter Kommunikation der Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Nord. „Wir nutzen die Bauzeit auch, um parallel Arbeiten an Leitplanken der Brücke über der A7 und den Entwässerungsanlagen durchzuführen.“
Eigentlich sollten diese Arbeiten Hand in Hand mit der Sanierung des nördlichen Teils der Bremer Straße gehen. So war die ursprüngliche Absprache mit dem Landesbetrieb Straßen, Brücken Gewässer (LSBG). Doch diese Maßnahmen wurden verschoben (der Neue RUF berichtete).
Für Autofahrer bedeutet dies mit großer Sicherheit deutliche Verzögerungen. Zwar sei zu jeder Zeit jeweils ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung befahrbar, doch natürlich gäbe es auch Baustellenverkehr, und auch Sperrungen seien zeitweise notwendig, räumt Christian Hieff ein.
Los geht es erst mal damit, dass die Bremer Straße in beiden Richtungen nur noch einspurig befahrbar ist. Mitte Februar wird die Linksabbiegerspur am Knotenpunkt Bremer Straße Richtung Tötensen gesperrt. Wie lange? Darüber gibt es noch keine Auskunft.
Von Anfang März bis Ende April gilt: Sperrung der Auf- und Ausfahrt der Anschlussstelle HH-Marmstorf Richtung Norden. Wenn hier die Arbeiten beendet sind, wird von Ende April bis Mitte August in der Maldfeldstraße die Auffahrt der Anschlusstelle HH-Marmstorf in Richtung Süden gesperrt. Von Ende Mai bis Ende August sollen dann auch noch die Einmündungen zur Maldfeldstraße sowie auf der Bremer Straße in Richtung Tötensen gesperrt werden.
Von Mitte bis Ende August ist eine Vollsperrung der Anschlussstelle HH-Marmstorf Richtung Süden geplant. Passenderweise sind zu diesem Zeitpunkt auch die Sommerferien sowohl in Hamburg als auch in Niedersachsen und Schleswig-Holstein schon wieder beendet. Mitte September bis Mitte Dezember haben dann alle Pech, die von der Bremer Straße zum Kiekeberg oder zum Ehestorfer Heuweg wollen. In dieser Zeit wird die Einmündungen zum Eißendorfer Waldweg gesperrt. Wenn alle Arbeiten planmäßig verlaufen, könnten die Arbeiten Ende des Jahres beendet sein. Doch wer jetzt frohlockt, freut sich zu früh. Denn die Sanierungsarbeiten der LSBG an der Bremer Straße wurden auf 2027 verschoben. Also, wenn die eine Baustelle fertig ist, startet die nächste.

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Doppelter Triumph für SG Moorburger TSV-Ü50

Doppelter Triumph für SG Moorburger TSV-Ü50.

Handballer überzeugten beim Willi-Uder-Cup.

Die SG Moorburger TSV Ü50 hat es erneut geschafft und den Willi-Uder-Cup 2026 zum zweiten Mal in Folge gewonnen. Eine Leistung, die alles andere als selbstverständlich ist und den außergewöhnlichen Teamgeist dieser Truppe eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Mit Leidenschaft, Erfahrung und echtem Zusammenhalt zeigte das Team über das gesamte Turnier hinweg konstant starke Leistungen. Jeder Zweikampf, jeder Pass und jedes Tor standen für Einsatzwillen, Fairplay und die Liebe zum Fußball. Der erneute Titelgewinn ist das Ergebnis harter Arbeit, gegenseitiger Unterstützung und eines unerschütterlichen Willens – auf und neben dem Platz. Genau das macht diese Mannschaft aus, betonte die Präsidentin des Moorburger TSV, Yvonne Petrich.
Weiterhin erklärte sie: „Dieser doppelte Turniersieg ist ein starkes Zeichen dafür, was möglich ist, wenn Erfahrung, Zusammenhalt und Leidenschaft aufeinandertreffen. Unsere Ü50 lebt vor, wofür der Moorburger TSV steht: Teamgeist, Fairness und echte Vereinsliebe. Ich bin unglaublich stolz auf diese Mannschaft. Herzlichen Glückwunsch an unsere Ü50-Jungs zu diesem großartigen Erfolg!“

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„Wie sollen die Menschen auf Finkenwerder über die Elbe kommen?

„Wie sollen die Menschen auf Finkenwerder über die Elbe kommen?.

Die Linke: Senat soll für zuverlässiges Fährangebot sorgen.

12.000 Menschen leben in Finkenwerder, rund 20.000 Beschäftigte arbeiten im Airbus-Werk. Mangels U- oder S-Bahn stellen nur die stauanfälligen Buslinien durch den Elbtunnel sowie die Fährlinien der HADAG eine Verbindung zur Stadt her. Auf den wichtigsten Fährverbindungen – Linie 62 Finkenwerder-Landungsbrücken und Linie 64 Finkenwerder-Teufelsbrück – seien in den vergangenen vier Monaten laut Senatsantwort auf eine Anfrage der Linksfraktion über 1.700 Fahrten entfallen. Auf der Linie 62 hätten von September bis Dezember 2025 knapp 1.300 Fahrten nicht stattgefunden. Das verlautet eine Pressemitteilung der Linkspartei.
Für deren verkehrspolitische Sprecherin in der Bürgerschaft, Heike Sudmann, ein Unding: „In nur vier Monaten sind die Fähren 1.700 Mal nicht gefahren. Wie sollen die Menschen auf Finkenwerder über die Elbe kommen? Wenn der Senat verhindern will, dass auf das Auto umgestiegen wird, muss er endlich für ein zuverlässiges Fährangebot sorgen.“ Nach Auffassung von Sudmann könnte auch die externe Anmietung von Schiffen samt Besatzung zur Lösung des Problems zählen. Sudmann: „Die Menschen auf Finkenwerder dürfen nicht länger abgehängt werden. Die HADAG muss schnellstmöglich so ausgestattet werden, dass sie ihrem Auftrag zuverlässig nachkommen kann.“