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Illegale Müllentsorgung: Schwierige Rechtslage

Illegale Müllentsorgung: Schwierige Rechtslage.

Am EKZ Marmstorf liegt schon wieder Unrat.

Seit mehreren Wochen sind die Ladeninhaber und Kunden des Marmstorfer Einkaufszentrums am Ernst-Bergeest-Weg fassungslos und verärgert über die Altkleider-Berge, die sich rund um die Container direkt an der Bushaltestelle stapeln (der Neue RUF berichtete). Kurz vor Weihnachten war der Müll kurzfristig mal weg. Jetzt ist neuer Unrat da und steht für ein großes Dilemma.
Das Grundstück, auf dem die Container stehen, ist in Privatbesitz, daher ist die Stadtreinigung nicht zuständig, sondern der Eigentümer. Der Eigentümer wird vertreten von der Hinsch & Völckers KG (GmbH & Co.) mit Sitz am Ballindamm. Die Firma hat vor einigen Jahren die Verwaltung übernommen. Zu dem Zeitpunkt standen die Container schon dort. „Man kann inzwischen leider nicht mehr feststellen, wer damals die Genehmigung für das Aufstellen der Container gegeben hat“, sagt ein Mitarbeiter von Hinsch & Völckers, der seinen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen möchte.
Fest steht aber, dass die Container von diesem Standort entfernt werden sollen, unter anderem auch, weil sie ganz offensichtlich nicht mehr regelmäßig geleert werden. Doch da es weder Unterlagen aus der Vergangenheit noch irgendeinen Hinweis auf den Betreiber der Container gibt, blieb der Verwaltungsfirma nur die Möglichkeit, die Einwurfschächte mit Flatterband abzusperren. Da das ganz offensichtlich die Menschen keineswegs abgeschreckt hat, ihren Müll trotzdem hier abzuladen, hat die Verwalterfirma die Entsorgung auf eigene Kosten veranlasst. Gleichzeitig wurden die Einwurfschächte inzwischen mit Folie so sicher verschlossen, dass man sie nicht mehr öffnen kann. Nachdem die Aufforderung an den Container-Betreiber, sich zu melden, erfolglos blieb, wurde eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung gestellt. Auch habe der Hausmeister ein Foto aufnehmen können, das einen LKW zeigt, der einen der Container bewegt. Das Foto und das Kennzeichen wurden an die Polizei weitergegeben.
Doch trotz aller Maßnahmen und einem neuen knallroten Zettel, der das Abladen von Gegenständen neben dem Container untersagt und sogar ein Bußgeld in Aussicht stellt, liegt wieder genauso viel Unrat vor den Containern wie vor Weihnachten. Waren es vor einigen Wochen tatsächlich nur Kleider und Schuhe, liegen jetzt auch Schrankteile, Weihnachtsdekoration und sogar ein Staubsauger im Dreck.
„Die Rechtslage ist so, dass wir nicht einfach ein Unternehmen beauftragen können, die Container zu entsorgen, obwohl sie auf privatem Grund stehen“, erläutert der Mitarbeiter der Grundstücksverwaltung. Hinsch & Völckers muss zunächst eine Frist setzen, kann dann auf eigene Kosten einen Abtransport organisieren. Dann darf man die Container aber nicht einfach fachgerecht entsorgen. Stattdessen müssen die Verwalter irgendwo einen Platz mieten, auf dem die Container unbeschädigt stehen bleiben können, bis sich vielleicht doch der Eigentümer irgendwann meldet. Dabei ist es dann auch noch Glückssache, ober der Eigentümer für die Transport- und Lagerungskosten der Container aufkommt. Jetzt hat der Container-Betreiber noch bis Ende Januar Zeit, selber tätig zu werden. Dann lässt die Grundstücksverwaltung sie auf eigene Kosten entsorgen.

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ETV vor historischem Spieltag

ETV vor historischem Spieltag.

Erstes TV-Spiel der Geschichte vor Rekordkulisse.

Die ETV Hamburger Volksbank Volleys stehen vor einem historischen Wochenende: Am 17. Januar wird das erste Mal in der über 130-jährigen Geschichte des ETV ein komplettes Spiel im frei empfangbaren Fernsehen übertragen werden. Und auch die Kulisse verspricht eine imposante zu werden: Bis jetzt wurden über 1.200 Karten in der maximal 2.300 Personen fassenden CU Arena in Neugraben verkauft – schon jetzt ein neuer Rekord. Das Spiel gegen den aktuellen deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin wird um 17.15 Uhr angepfiffen. In der Halle wird auch der Hamburger Sport-Staatsrat Christoph Holstein anwesend sein. Sponsor of the Day ist die HEK, die Hanseatische Krankenkasse.
Die ETV-Spielerinnen gehen ohne die langzeitverletzte Zuspielerin Luise Klein und die Amerikanerin Hannah Ammerman in die Partie. Die Außenangreiferin hatte sich im Spiel gegen Allianz MTV Stuttgart am letzten Sonntag an der Schulter verletzt, die Diagnose steht noch aus. ETV-Cheftrainer Markus Friedrich: „Im Hinblick auf die derzeitigen Verletzungen wollen wir einfach so gut und so lange wie möglich Schwerin Paroli bieten, uns mannschaftlich geschlossen präsentieren und setzen alles daran, vor dieser tollen Kulisse dem Heimpublikum ein möglichst attraktives Spiel zu liefern.“
Im Januar gibt es zwei weitere Heimspiele: Am Mittwoch, dem 21. Januar, treffen die ETV Hamburger Volksbank Volleys auf den USC Münster (20 Uhr, Sporthalle Hoheluft) sowie am Samstag, dem 31. Januar auf die Mitaufsteiger Skurios Volleys Borken, gegen die in der Hinrunde der bisher einzige Saisonsieg gelang (CU Arena, 19.30 Uhr).

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Wie Fagott, Oboe, Klarinette & Co. zusammen klingen

Wie Fagott, Oboe, Klarinette & Co. zusammen klingen.

Harburger Rathauskonzert mit Bläsern.

Das neue Jahr wird bei den Harburger Rathauskonzerten gebührend begrüßt: mit festlicher Kammermusik für Blasinstrumente. Wie Fagott, Oboe, Klarinette & Co. zusammen klingen, zeigen Studenten der Klasse von Professor Christian Kunert, die für das Konzert aus der Hochschule für Musik und Theater an der Außenalster in das Harburger Rathaus kommen. Die verschiedenen Klangfarben der Blasinstrumente inspirieren seit Mozarts Zeiten viele Komponisten und machen zugleich Reiz und Herausforderung der Komposition aus – auch für die Interpreten im Zusammenspiel. Dass sie dies meisterhaft beherrschen, beweisen die jungen Musiker am Mittwoch, 21. Januar, um 19 Uhr im großen Sitzungssaal des Harburger Rathauses, Harburger Rathausplatz.
Der nächste Termin steht auch schon fest. Am 1. Februar sind Prof. Natascha Clasing und Franciska Eisenschmidt mit dem Thema „Schauspiel“ zu Gast im Rathaus.
Eintrittskarten gibt es zum Preis von 14 Euro oder ermäßigt für acht Euro an der Abendkasse oder online unter https://www.akademie-hamburg.de/veranstaltungen.

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Aktuelle Versorgungslage ist angespannt

Aktuelle Versorgungslage ist angespannt.

Blutspender dringend gesucht.

Die aktuelle Versorgungslage mit Blutpräparaten ist angespannt und droht sich weiter zu verschärfen. Winterwetter, Infektionswelle und ein feiertagsbedingter schwacher Jahresstart beim Spendenaufkommen treffen gleichzeitig auf einen unverändert hohen Bedarf in den Krankenhäusern. Daher bittet das Deutsche Rote Kreuz dringend um Blutspenden.
In den vergangenen Wochen mussten einige Blutspendetermine aufgrund von Schnee und Eis kurzfristig abgesagt werden. Viele der durchgeführten Termine waren aus dem gleichen Grund deutlich schlechter besucht als üblich. Parallel führt eine starke Grippe- und Erkältungswelle dazu, dass viele potenzielle Spenderinnen und Spender vorübergehend nicht spenden können. Bereits zu Jahresbeginn war das Spendenaufkommen deutlich zu niedrig, unter anderem durch Feiertage und reduzierte Terminangebote. Die Folgen sind spürbar: Die Vorräte gehen zurück, die Lagerreichweiten schrumpfen und liegen aktuell bei nur noch etwa 1-2 Tagen. Bei den Blutgruppen Null Rhesus positiv und Null Rhesus negativ sind die Bestände derzeit am niedrigsten.
Das DRK appelliert daher eindringlich an alle gesunden und spendefähigen Bürgerinnen und Bürger, jetzt Verantwortung zu übernehmen und zeitnah einen Blutspendetermin wahrzunehmen. Schon wenige Tage mit hoher Spendenbereitschaft können entscheidend dazu beitragen, die Versorgungslage wieder zu entspannen.
Alle DRK-Blutspende-Termine Hamburg und die Möglichkeit zur Terminreservierung unter www.blutspende-nordost.de/blutspendetermine/ oder über die kostenfreie Telefon-Hotline 0800 1194911. Bitte zur Blutspende den Personalausweis mitbringen!

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Verein fordert „gesicherte 24/7-Notfallversorgung auf den Elbinseln“

Verein fordert „gesicherte 24/7-Notfallversorgung auf den Elbinseln“.

Ärztliche Notversorgung weiter ungewiss.

Nichts Genaues weiß man nicht – so könnte man die Lage bezüglich der Schließung des Krankenhauses Groß-Sand und der Errichtung einer Stadtteilklinik als Ersatz in Wilhelmsburg grob umschreiben. Eines ist zumindest klar und wird auf verschiedenen Ebenen immer wieder wiederholt: Wilhelmsburg erhält keine Zentrale Notaufnahme und auch kein neues Krankenhaus. Das bestätigte jüngst Marco Kellerhof, Leiter des Amtes für Gesundheit, in der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration, Gesundheit und Inklusion der Bezirksversammlung Harburg am vergangenen Montag. Stattdessen soll eine Stadtteilklinik errichtet werden (der Neue RUF berichtete).
Dass das Thema längst nicht mehr „nur“ die Wilhelmsburger betrifft, sondern den ganzen Süderelberaum, zeigen neueste Zahlen aus den Zentralen Notaufnahmen in der Umgebung. Seit der plötzlichen Schließung der Notaufnahme in Wilhelmsburg am 15. Juli vergangenen Jahres kam es allein in der Notaufnahme der Asklepios Klinik Harburg (AKH) zu einer Steigerung von 13 Prozent. Laut Kellerhof kein Problem, da die Notaufnahme auf bis zu 55.000 Patienten jährlich ausgelegt sei und die Kapazitäten mit derzeit 48.000 Patienten jährlich noch nicht voll ausgeschöpft seien, berichten Anwesende aus der Sitzung. Eine Rechnung, die laut Beate Pohlmann, SPD-Bezirksabgeordnete in der Harburger Bezirksversammlung und Krankenschwester in der Notaufnahme des AKH, nicht funktioniere, denn: „Die Patienten kommen ja nicht nur in die Notaufnahme, werden behandelt und gehen dann wieder nach Hause“. Oft würden die pflegerischen Leistungen, die damit einhergingen, vergessen. „Wir merken auf jeden Fall, dass die Notaufnahme des Krankenhauses Groß-Sand geschlossen wurde“, so Pohlmann weiter.
Auch der Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg ist sehr unzufrieden mit dem bisherigen Verlauf, wie er in einer Pressemitteilung zum Ausdruck bringt. Der Verein „fordert eine gesicherte 24/7-Notfallversorgung und den Erhalt stationärer Angebote auf den Elbinseln“, heißt es dort. So sei man weiterhin besorgt über die unklare Zukunft der medizinischen Versorgung auf den Elbinseln. „Nach der Schließung von Notfallambulanz und Chirurgie im Sommer und der angekündigten Verlagerung des Rest-Krankenhauses Groß-Sand zum Marienkrankenhaus gibt es große Verunsicherung in Wilhelmsburg“, so der Verein weiter. Ein Konzept über die von der Senatorin angekündigte neue „Stadtteilklinik“ am jetzigen Standort gebe es bisher nicht. Eine Voraussetzung sei die Übernahme der Liegenschaft durch die Stadt. Die Verhandlungen mit dem Erzbistum stockten jedoch, kritisieren die Verfasser.
Dazu komme, dass die im Marienkrankenhaus für die Aufnahme von Geriatrie und neurologischer Früh-Reha aus Groß-Sand vorgesehenen Gebäude offenbar nicht geeignet seien und ein Ersatzneubau in den Sternen stehe.
„Umso mehr betonen wir erneut die Notwendigkeit einer verlässlichen (notfall-)medizinischen Versorgung für den Stadtteil“, erklärt der Verein.
Eine Anfrage des Neuen RUF zum aktuellen Stand der Verhandlungen zwischen der Stadt und dem Erzbistum sowie zur geplanten Stadtteilklinik ließ die Sozialbehörde bis Redaktionsschluss unbeantwortet.