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EDEKA öffnet Mitte September

EDEKA öffnet Mitte September
RUF konnte sich exklusiv auf Baustelle umsehen

(mk) Neugraben. Wenn alles nach Plan läuft, öffnet der neue EDEKA-Vollsortimenter an der Cuxhavener Straße voraussichtlich Mitte September seine Pforten. Der Neue RUF konnte bereits  am 28. Februar exklusiv einen Blick in das imposante Gebäude werfen.
Der Betreiber des EDEKA-Frischemarktes in Neu Wulmstorf, Wilfried Warncke, und die zukünftige Leiterin des EDEKA-Vollsortimenters an der Cuxhavener Straße,  Stephanie Beier, erläuterten bei einem Rundgang auf der Baustelle Details des Projektes.                                                            

Treffpunkt ist im Erdgeschoss, in dem zur Zeit noch Bagger und andere Baufahrzeuge im Sand rangieren.

Stephanie Beier und Wilfried Warncke stehen vor den Fahrstuhlschächten, in denen bald Aufzüge die Kunden in den ersten Stock zur Verkaufs-Abteilung befördern.
Foto: mk

Das wird aber bald anders werden: In Kürze soll die Fläche gepflastert werden auf der 75 Parkplätze für Kunden entstehen. Bequem: Wer in Richtung Harburg unterwegs sei, könne von der Cuxhavener Straße direkt auf den EDEKA-Parkplatz einbiegen, wer in Richtung Neu Wulmstorf fahre, gelange über den Süderelbering zur Stellfläche. Begrüßt werden die mobilen Kunden mit Musik im Parkraum – sie sollen sich gleich wohlfühlen. Verstärkt wird die Wohlfühlatmosphäre noch durch eine angenehme Beleuchtung, die  durch Neonleuchten an der Decke erzeugt wird.

Die graue  Betondecke bekomme noch eine  helle  Verkleidung, betont Beier. Diese ergänzt, dass sich  im Erdgeschoss neben dem Kundenparkplatz auch die Anlieferstationen sowohl für Fleisch auf der einen Seite als auch für die restlichen Artikel auf der anderen Seite befänden. Ab sechs Uhr morgens werden die Waren angeliefert. Der EDEKA-Markt habe von 8 bis 21 Uhr geöffnet, der Eingangsbereich liege im Süderelbering.

Im Erdgeschoß gehen die arbeiten mit Hochdruck voran. Foto: mk

Von diesem können die Kunden bequem  mittels einer Rolltreppe oder zwei Fahrstühlen in die obere Etage gelangen.
Hier werden auf rund 1750 Quadratmeter  Verkaufsfläche ungefähr 25.000 Artikel angeboten, so Warncke. Beier, der man die Vorfreude auf die Eröffnung des Neugrabener EDEKA-Marktes anmerkt, ergänzt, dass der Shopping-Bereich durch die großzügigen Verglasungen viel Tageslicht erhält. Beim Eintritt in den Verkaufsraum  steure der Kunde zunächst auf die Bereiche Blumen, Gemüse und Obst zu. Ein Highlight  des EDEKA-Vollsortimenters stelle die Fleischerei mit angeschlossener Erlebnis-Gastronomie (25 Sitzplätze) dar. Der Kunde wähle sich bespielsweise ein Steak mit Beilagen aus. Der Gast könne zuschauen, wie sein Gericht zubereitet wird.
Regelmäßig wird ein Mittagstisch angeboten, kündigt Beier an.  Überdies wird es auch einen Back-Shop geben,  dem ein Café mit sogar 35 Sitzplätzen angeschlossen sei. Auch an die Käseliebhaber wäre gedacht worden. Sie könnten aus einer Vielzahl von Sorten ihren Käse wählen.

Alternativ können die Kunden per Rolltreppe in den Verkaufsbereich gelangen. Foto:mk

 

Insgesamt stehe den Kunden ein Sortiment aus circa 25.000 Artikeln zur Verfügung, sagt Warncke.   Im ersten Stock befinden sich zudem ein Vorratslager sowie Büros,  sanitäre Räumlichkeiten und Aufenthaltsmöglichkeiten für die Mitarbeiter an diesem Standort.
Nach jetzigem Stand sollen durch diesen EDEKA-Standort ungefähr 50 neue Arbeitsplätze entstehen, so Beier. Nach eigenem Bekunden gehe nun für Warncke und Beier langsam aber sicher der Countdown bis zur Eröffnung los. Während das Duo in der Vergangenheit zweimal im Monat zur Baubesprechung am Standort Cuxhavener Straße anwesend war, müssten sie in der heißen Phase vor der Eröffnung häufiger vor Ort sein. Im Mai soll das „Richtfest“ über die Bühne gehen.
Anlässlich dieses Termins wird für alle interessierten Bürger eine Baustellenbegehung angeboten wird auch geklärt sein, wie das Dach begrünt werden soll. Ungefähr Mitte September stehe schließlich die Eröffnung des EDEKA-Vollsortimenters in Neugraben an, so Warncke und Beier voller  Zuversicht.

 Wilfried Warncke und Stephanie Beier können es kaum erwarten, die ersten Kunden zu begrüßen.
Foto:mk

 

 

 

 

 

 

 

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Große Koalition stutzt RISE-Förder-Programm

Bitte keine Einmischung!
Große Koalition stutzt RISE-Förder-Programm

(mk) Neugraben. Die Neubaugebiete „Elbmosaik“, „Fischbeker Heidbrook“ und „Fischbeker Reethen“ sollen laut Aussagen von Politik und Verwaltung die Region Neugraben den Weg in eine positive Zukunft ebnen. Um die zügige Umsetzung der ehrgeizigen und teilweise bereits begonnenen Projekte nicht unnötig zu verzögern, wird  mit Argusaugen über jegliche Einmischung–auch wenn sie noch so verlockend  im Gewande finanzieller Segnungen daherkommt–gewacht. Solch ein Fall ist die Senatsdrucksache Anmeldung eines neuen Fördergebietes im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) „Neugraben-Fischbek“.

CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer hält einen Neubau für utopisch.

 

CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer  erläutert die Einschränkungen zum RISE-Förder-Programm. Fotos: mkDas aktuelle RISE-Förder-Programm enthält so interessante Passagen wie: „Der Haushaltsplan sieht vor, die Aufnahme neuer Fördergebiete unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus dem Sozialmonitoring Integrierte Stadtteilentwicklung zu prüfen. Ebenso wird bestimmt, die Bundesfinanzhilfen der Bund-Länder-Städtebauförderung vollständig abzurufen.“ „Die Anforderungen an eine Infrastrukturplanung sind für alle Beteiligten ausgesprochen hoch, da die demographische Entwicklung nicht „natürlich“  entsteht, sondern in anderen Zeitzyklen. Hierauf müssen in enger Absprache und Kooperation Planungen aufeinander abgestimmt werden.“ „Die Bewohner und Initiativen sind in dem gesamten Entwicklungsprozess als ein Gelingensfaktor einzubeziehen und zu beteiligen.“
Im März  2016 befürwortete die Bezirksversammlung einstimmig die Beantragung einer Problem- und Potentialanalyse (PPA) für eine mögliche Neuanmeldung eines Fördergebietes im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung „Neugraben-Fischbek“. Im November 2016 stellte die steg die PPA vor, was von der Politik zur Kenntnis genommen wurde – mehr aber auch nicht. CDU Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer bewertete die PPA als dürftig. Kaum nennenswerte Inhalte, kaum Perspektiven, so Fischers knapper, aber vielsagender Kommentar. Das war noch milde ausgedrückt. Was die Große Koalition wirklich von dem RISE-Vorhaben hält, wurde jüngst in ihrem Antrag für die Bezirksversammlung am 24. Januar zur Senatsdrucksache RISE Gebietsfestlegung Neugraben-Fischbek deutlich. Zwar stimmte sie generell zu, aber mit gravierenden Einschränkungen.  Pikant: Da über die RISE-Senatsdrucksache noch nicht entschieden ist, wurde der Antrag der Großen Koalition im nichtöffentlichen Teil der Bezirksversammlung  behandelt. Trotzdem kann der Antrag im für Jedermann  zugänglichen Bürgerinformationssystem Harburg eingesehen werden. Laut gut informierten Quellen soll Senatorin  Dorotheé Stapelfeldt von der Behörde Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) über diesen  Lapsus „not amused“ gewesen sein. 
Aber zurück zum SPD/CDU-Antrag: Die Große Koalition stimme „der Gebietsfestlegung RISE Neugraben-Fischbek mit der Maßgabe nachfolgender Klarstellungen zu.
1. Die Festlegung des Fördergebietes im Rahmenprogramm integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) erfolgt ausschließlich im Hinblick auf ein neues städtebauliches Entwicklungskonzept.
2. Die im Gebiet in Bearbeitung befindlichen Bebauungsplanverfahren sind nicht Bestandteil des RISE-Verfahrens.
3. Die von der Freien und Hansestadt Hamburg mit der IBA geschlossenen Verträge als Projektentwickler bleiben von der Gebietsfestlegung RISE unberührt.
4. Für das Gebiet wird ein Quartiersbeirat gebildet. Über die endgültige Zusammen- setzung und Geschäftsordnung beschießt die Bezirksversammlung“, heißt es im Antragstext.
Nach Aussage von CDU-Chef Fischer habe die Bezirksversammlung dem Antrag einstimmig beschlossen. Gegenüber dem RUF betonte der CDU-Mann, dass  RISE-Förder-Programme in der Regel für sozial schwache Stadtteile Anwendung finden. Da im festgelegten RISE-Fördergebiet aber auch Teile der Neubaugebiete „Elbmosaik“ und „Fischbeker Heidbrook“ sowie das ganze Areal der „Fischbeker Reethen“ aufgeführt seien, habe man Wert darauf gelegt, dass es sich hier nicht um  die Behebung von sozialen Brennpunkten, sondern um die Unterstützung eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes handele. Weiterhin habe man klar machen wollen, so Fischer, dass die  aktuellen Bebauungsplanverfahren für den „Fischbeker Heidbrook“ und die „Fischbeker Reethen“ alleinige Sache der Harburger Bezirksversammlung sei. Da habe kein irgendwie durch ein Auswahlverfahren  ernannter „RISE-Planer“ oder ein Quartiersbeirat  reinzureden. Genauso verhalte es sich mit den von der Stadt Hamburg mit der IBA geschlossenen Verträgen als Projektentwickler. Man wolle mit dem Antrag sicherstellen, dass sich neben der IBA  kein anderer Stadtentwickler einmische, erläuterte Fischer auf Nachfrage. Der Neugrabener SPD-Bezirksabgeordnete Arend Wiese bestätigte auf RUF-Nachfrage den Vorgang. Auf die Wirkung des  SPD/CDU-Antrages angesprochen, antwortete Wiese diplomatisch mit einem alten Sprichwort: „Viele Köche verderben den Brei“.