Das Rathaus Neu Wulmstorf bleibt weiterhin als Schutzmaßnahme im Zuge der Coronavirus-Pandemie bis auf Weiteres geschlossen!
Es besteht jedoch die Möglichkeit, einen individuellen Termin zu vereinbaren. Bürger können sich gerne auf dem Gemeindeportal www.neu-wulmstorf.de informieren.
Schlagwort: Neu Wulmstorf
Rat der Gemeinde tagt
Die Sitzung des Rates der Gemeinde Neu Wulmstorf findet am 25. Februar ab 19.30 Uhr in der Aula, Hauptschule Vossbarg, Ernst-Moritz-Arndt-Straße 23, 21629 Neu Wulmstorf statt. Achtung: Bei Betreten des Gebäudes besteht eine Maskenpflicht (Tragen einer Alltagsmaske über Mund und Nase). Zudem ist eine schriftliche Erfassung ihrer Kontaktdaten erforderlich, so die Gemeinde.
Tageswohnungseinbruch
Am 4. Februar in der Zeit zwischen 8.45 und 17.15 Uhr sind Diebe in ein Reihenhaus an der Lessingstraße eingebrochen. Die Täter hatten zunächst die rückwärtige Terrassentür aufgehebelt, um in das Objekt zu gelangen. Ob sie Beute machten oder gestört wurden, ist noch unbekannt.
Ortsumgehung für Rade/Mienenbüttel gefordert.
UWG/Freie Wähler-Fraktion bringen Antrag ein.
Die UWG/Freie Wähler-Fraktion der Gemeinde Neu Wulmstorf macht sich für eine Ortsumgehung für Rade/Mienenbüttel stark. Es sei nicht vermittelbar, dass durch die „B3 neu“ nur Neu Wulmstorf, Elstorf und Schwiederstorf entlastet werden. Rade/Mienenbüttel treffe dagegen weiterhin die volle Wucht des jetzigen und in Zukunft wachsenden Verkehrsaufkommens. Das sollte so nicht festgeschrieben werden, heißt es in einem Antrag der UWG/Freie Wähler-Fraktion.
„Die verkehrliche Belastung von Rade und Mienenbüttel ist durch das vorhandene Logistikzentrum in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Die beiden Dörfer liegen zwischen den BAB A1 und A26. Es ist zu erwarten, dass eine weitere Zunahme durch die Abfahrt der A26 in Rübke erfolgen wird, aber bereits 2018 sind jetzt schon knapp 20.000 Fahrzeuge offiziell gezählt worden. Eine weitere Zunahme ist deutlich jenseits der Zumutbarkeit“, erklärt der UWG-Fraktionsvorsitzende Jan Lüdemann in dem Antrag.
Anbei „heftete“ die UWG/Die Freie Wähler-Fraktion gleich eine Skizze, auf der zwei Routen für mögliche Ortsumgehungen von Rade und Mienenbüttel eingezeichnet worden. Die Anbindung könnte von der B3/K71 bei der Kreuzung Emsener Weg und Rader Straße per Kreisverkehr erfolgen. Die angedachten Trassen verliefen nur durch die Feldmark und tangierten keine größeren Straßenzüge. Endpunkt wäre bei der K63/Neue Oldendorfer Straße, erläuterte Lüdemann. Die UWG/Die Freie Wähler-Fraktion fordert in ihrem Antrag den Bürgermeister auf, sich bei den entsprechenden Stellen für eine Ortsumgehung Rade /Mienenbüttel einzusetzen.
Dem Volk aufs Maul geschaut
Dem Volk aufs Maul geschaut.
Die Gemeinde weiter l(i)ebenswert gestalten.
(gd) Neu Wulmstorf. Es ist in der großen Politik wie auch im Kleinen nicht immer einfach, die richtige Entscheidung zum Wohle und im Interesse der Bevölkerung zu treffen. Die Unabhängige Wähler-Gemeinschaft e.V. (UWG) in Neu Wulmstorf hat sich daher zur Aufgabe gemacht, alle Beschlüsse und Entscheidungen des Gemeinderates genau zu hinterfragen und gegebenenfalls „auch mal den Finger in die Wunde zu legen“, wie Klaus-Dieter Oyss, Vorstandsmitglied des UWG, es so treffend ausdrückt. Ratsmitglied Frank Kockmann fügt hinzu: „Man muss dem Volk aufs Maul schauen, will man das Richtige tun.“ Die Unabhängige Wähler-Gemeinschaft Neu Wulmstorf e.V. ist keine Partei, sondern ein eingetragener Verein, der im November 1999 gegründet wurde und sich zum Ziel gesetzt hat, sinnvolle Aktivitäten zu unterstützen – oder wenn es notwendig erscheint, auch kritisch in Frage zu stellen.
Es gibt viele Themen, mit denen sich der Gemeinderat und somit auch die UWG auseinanderzusetzen hat. Die Gemeinde hat in den letzten Jahren einen großen Zuzug erlebt und die Bevölkerungszahl hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Das bringt in vielerlei Hinsicht auch zahlreiche Herausforderungen mit sich. Die gesamte Infrastruktur muss diesem Wachstum angepasst werden – angefangen beim öffentlichen Nahverkehr, den Kindertagesstätten und Schulen, bis hin zur allgemeinen Versorgung. „Die wichtigsten Dinge haben wir zwar hier vor Ort, ob Lebensmittelhandel, die unterschiedlichsten Fachgeschäfte und Dienstleistungsunternehmen. Aber für manches müssen die Bewohner auch schon mal nach Hamburg, Buxtehude oder Buchholz fahren. Mehr Gewerbe muss hier seinen Platz finden“, gibt Klaus-Dieter Oyss zu bedenken.
Es wurde in den letzten Jahren viel (und wird auch immer noch) speziell für junge Familien getan, um die Attraktivität der Gemeinde Neu Wulmstorf nachhaltig zu steigern. Dabei wurde jedoch in letzter Zeit dem demographischen Wandel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, wie Frank Kockmann betont. „Derzeit gibt es in der Gemeinde Neu Wulmstorf nur zwei Pflege- und Seniorenheime. Ein drittes Heim soll jetzt nördlich der Bahntrasse entstehen.“ „22 Prozent der Bürger in Neu Wulmstorf haben das 65. Lebensjahr erreicht oder schon überschritten. Laut belegter Studien wird diese Zahl bis 2030 auf rund 25 Prozent ansteigen“, gibt Klaus-Dieter Oyss zu bedenken.
Damit sich die Bürger in ihrer Gemeinde Neu Wulmstorf wohl fühlen, werden von der UWG ehrgeizige Ziele verfolgt. Dazu gehören beispielsweise die Forderungen zur Bereitstellung von Gewerbeflächen, die Standortsicherung von Firmen und damit auch die Sicherung von Arbeitsplätzen. Auch die bessere Einbindung der Senioren in das Gemeindeleben, zum Beispiel durch altersbezogene Veranstaltungen, möchte die UWG gern umgesetzt sehen. Zudem kämpfen die Mitglieder der UWG für attraktive Sportstätten. Das heißt, vorhandene Einrichtungen könnten erhalten sowie verbessert werden, aber auch neue Anlagen sollten bedarfsgerecht geplant und gebaut werden. Den jüngeren Familien müssen darüber hinaus ausreichende Krippen- und Kitaplätze sowie anschließend breite schulische Folgeangebote geboten werden. Gleichzeitig liegt den Mitgliedern ein funktionierender öffentlicher Personennahverkehr sehr am Herzen (damit das Auto auch mal „Pause“ hat, wie es in einer ihrer Botschaften heißt).
Mit dem demographischen Wandel hat die UWG allerdings auch intern etwas zu kämpfen. „Wir würden uns wünschen, dass noch mehr jüngere Menschen mit frischen und zukunftsweisenden Ideen unsere Arbeit und unseren Interessen aktiv unterstützen. Mitglied bei uns kann jeder Einwohner in der Gemeinde werden, der oder die das 16. Lebensjahr vollendet hat“, lautet der Appell der UWG an alle politikinteressierten Menschen in Neu Wulmstorf. Sie bietet als „nicht parteigebundene Gruppe“ den Menschen unterschiedlicher politischer Richtungen die Möglichkeit, sich politisch für das Wohl der Gemeinde einzusetzen. Einen so genannten „Fraktionszwang“ im Abstimmungsverhalten bei Ratsbeschlüssen lehnt die UWG ab. „Wenn eine interne Sachdiskussion in der UWG-Ratsfraktion ohne einhellige Meinung abgeschlossen wird, so folgen die Mitglieder in der Ratsabstimmung einzig und allein ihrem eigenen Wissen und Gewissen“, versichert Klaus-Dieter Oyss. „Wir sind und bleiben eine Wählergemeinschaft mit Ecken und Kanten.“