Fatale Towers-Niederlage gegen Ehingen

Trainer Attarbashi musste gehen – Benka Barloschky übernimmt

Können die Towers nicht mehr gewinnen? Sie haben am 22. Spieltag auch ihr Heimspiel gegen das Team Ehingen Urspring nach Verlängerung mit 73:78 (62:62, 50:47, 27:33, 7:20) verloren und belegen jetzt Platz 9. Es war die neunte Niederlage in zehn Spielen. Nach dieser Niederlage haben die Towers ihren Headcoach Hamed Attarbashi, dessen Vertrag noch bis Ende Juni 2018 läuft, am Montag mit sofortiger Wirkung freigestellt. Chefcoach des Zweitligisten ist ab sofort der bisherige Co-Trainer Benka Barloschky (30).
„Dieser Schritt ist uns sehr schwer gefallen. Wir haben Hamed viel zu verdanken, da er die Entwicklung der Hamburg Towers seit der Gründung des Vereins maßgeblich mitgeprägt hat. Bis zuletzt haben wir daran geglaubt, dass die Wende noch gelingt. Nach der Niederlage gegen Ehingen sahen wir uns dazu veranlasst, diesen Schritt zu vollziehen, da unsere bisherigen Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Ich möchte betonen, dass für Hamed in seiner gesamten Amtszeit immer der Verein im Vordergrund stand, und so ist auch in dieser schwierigen Phase die Freistellung einvernehmlich erfolgt“, sagt Marvin Willoughby, Geschäftsführer der Hamburg Towers.
Bereits am Montag hat Benka Barloschky das Teamtraining übernommen und wird am heutigen Samstag beim Spiel gegen den Tabellennachbarn Römerstrom Gladiators Trier (Platz 8) sein Debüt als Headcoach in der 2. Basketball-Bundesliga geben. „Benka ist bereits in der dritten Saison bei den Hamburg Towers und genießt durch seine persönliche Art und seine akribische Arbeitsweise den Respekt und das Vertrauen bei Spielern und Mitarbeitern. Wir blicken nun nach vorn und brauchen die Begeisterung der gesamten Mannschaft, um den Anschluss im Kampf um die Playoffs nicht zu verlieren und den Fans noch eine spannende Saison zu bieten“, betont Willoughby. Als Co-Trainer sei er die logische Wahl gewesen, hieß es anschließend. Der gebürtige Bremer der in seiner aktiven Zeit unter anderem in Oldenburg und Stade gespielt hat und dann wegen einer Verletzung den Traum vom Basketbball-Profi aufgeben musste, sieht es als seine primäre Aufgabe an, die Motivation und den Enthusiasmus wie man sie bis zum 13. Dezember von den Towers kannte, wieder in den Köpfen der Spieler zu implementieren. Zurück blicken will Barloschky nicht. „Jetzt bin ich da“, sagt er, und erwartet, dass ein Ruck durch das Team geht.. Wenn alle Beteiligten nach jedem Spiel keinen Zweifel daran haben, alles, wirklich alles gegeben zu haben, dann könne man das Steuer herumreißen und wieder in die Spur finden. Außerdem müsse das Spiel schneller und aggressiver werden.
Hamed Attarbashi ist untrennbar mit der Entwicklung der Hamburg Towers verknüpft. Der 41-Jährige übernahm das Amt als Cheftrainer der Norddeutschen mit Beginn der Saison 2014/15. In der ersten Spielzeit gelang ihm direkt der Einzug in die Playoffs. Diesen Erfolg konnte er im darauffolgenden Jahr wiederholen. Der Einfluss des gebürtigen Hamburgers beschränkte sich aber nicht nur auf den sportlichen Bereich. Attarbashi trieb unter anderem die Professionalisierung und den Aufbau der Strukturen des jungen Vereins maßgeblich voran. Als ehemaliger Jugendtrainer lag ihm der Aufbau eines Nachwuchsprogramms besonders am Herzen. „Im Namen der Hamburg Towers bedanke ich mich bei Hamed für sein außerordentliches Engagement und die erfolgreiche Zusammenarbeit. Wir wünschen ihm und seiner Familie für die Zukunft alles Gute“, so Willoughby.
Vor 3244 Zuschauern hatte Trainer Hamed Attarbashi erneut seine Startfomation geändert. Hrvoje Kovacevic, Lars Kamp, Adin Vrabac, Jonathon Williams und Jannik Freese durften zu Beginn auf das Spielfeld. Doch die neu formierte Fünf erwischte einen Fehlstart: Die Gäste erspielten sich eine 12:4-Führung und zwangen Attarbashi zu einer ersten Auszeit. Generell wirkten die Baden-Württemberger deutlich wacher und schafften es, ihre Führung mit in die Halbzeit zu nehmen (27:33).
Auch im zweiten Durchgang war das Team von Domenik Reinboth über weite Strecken die bessere Mannschaft. 38 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit rettete Vrabac sich und seine Mitspieler in die Verlängerung, aber ohne Erfolg. „Es war ein Einstellungsproblem, wir waren immer einen Schritt zu langsam und haben den Gegner stark gemacht. Ehingen hat sich den Sieg heute verdient“, kommentierte Attarbashi den Spielverlauf.
Das nächste Heimspiel findet am 24. Februar ab 20 Uhr in der edel-optics.de Arena statt. Dann ist Crailsheim (Platz 2, zwei Punte hinter Tabellenführer Vechta) zu Gast. Karten für die Begegnung gibt es unter https://hhtowers.wlec.ag/hamburg-towers- crailsheim-merlins-tickets-82.html#tour22.

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