Was wird aus der Likör- und Spirituosenfabrik Louis Hilke?

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Was wird aus der Likör- und Spirituosenfabrik Louis Hilke?.

Initiative der Bezirksversammlung Harburg.

Das Motto das die Verfasser – SPD, CDU, Grüne, Die Linke, AfD und Neue Liberale – ihrem Antrag vorangestellt haben, entbehrte nicht einer gewissen humoristischen Note: „Es ist ein Brauch von altersher/Wer Sorgen hat, hat auch Likör.“ Das stimmt nur bedingt – und auch nur bezogen auf diesen Fall – für die Bezirksversammlung, die zwar Sorgen hat, zur Betäubung aber keinen Likör. Letzteres auch nur, weil die ehemalige Likör- und Spirituosenfabrik Louis Hilke am Karnapp Nr. 15 (sie steht auf der Denkmalschutzliste) sehenden Auges verfällt und deshalb der Lokalpolitik Kopfzerbrechen bereitet.
Um 1985 wurde dort die Produktion eingestellt und die Gebäude sollten für einen symbolischen Preis verkauft, vom Schwamm befreit und saniert werden. Das Vorhaben scheiterte, und ein nächster Investor (HC Hagemann) übernahm die Immobilie. Doch passiert ist bis heute nichts. Die ehemalige Fabrik steht leer und verfällt. Mehr noch: Zwischenzeitlich musste das Denkmalschutzamt eine provisorische Eindeckung gegen Regenwasser erwirken. „Trotz des desolaten Zustandes hat der Eigentümer bis heute keine Sanierungsmaßnahmen ergriffen“, bedauern die Antragsteller in der Bezirksversammlung. Sie befürchten, dass dem Gebäudeensemble der totale Verlust droht, wenn nicht entsprechende Maßnahmen ergriffen werden und für die Immobilie eine neue Nutzung gefunden wird. Aus diesem Grund solle aufgrund des Wunsches der Abgeordneten vom Eigentümer umgehend ein Konzept zum Konzept und zur Nutzung und allem voran ein Finanzierungskonzept – unter Einbeziehung von Bundes- und Landesmitteln – gefordert werden. Das Thema sollte dann im Stadtplanungsausschuss behandelt werden.
Auch die Geschichtswerkstatt Harburg setzt sich mittlerweile für die ehemalige Likörfabrik ein. Dabei hat es in der Vergangenheit immer wieder entsprechende Pläne gegeben. Seminar- und Konferenzräume waren im Gespräch, ebenso eine gastronomische Nutzung oder Büroräume nebst Kantine, wobei der Innenhof durch einen Neubau hätte ergänzt und der alte, ausgediente Schornstein erhalten werden sollen. Mittlerweile wurden sogar Unterschriften für den Erhalt des Ensembles, das 1859 als Wohn- und Geschäftshaus für die im Jahr 1933 gegründete Spirituosen- und Lokörfabrik H. Osterhoff gegründet wurde.
Ob Verkauf oder noch Sanierung, ist heute ungewiss. Im Internet wird die Likörfabrik derzeit zum Verkauf angeboten: Immobilien-Scout 24.

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