„Lassen uns gerne aus erster Hand informieren“

„Lassen uns gerne aus erster Hand informieren“

SoVD Ortsverband Neu Wulmstorf diskutiert die öffentliche Sicherheit

An der monatlichen Mitgliederversammlung des SoVD-Ortsverbands Neu Wulmstorf nahm am 10. April der neue örtliche Polizeichef Frank Ragge als Referent teil. Der SoVD-Vorstand lud zu diesem öffentlichen Informationsaustausch ein, nachdem er sich mit einer Verlautbarung des zuständigen Landtagsabgeordneten Heiner Schönecke (CDU) über nicht ausreichende Versorgung des Landkreises Harburg mit Polizeipersonal befasst hatte. „Wir lassen uns immer gern aus erster Hand informieren“, sagte dazu die OV-Vorsitzende Änne Heinrich. „Unser Polizeichef konnte Ängste vor Unsicherheit in der Öffentlichkeit ausräumen und gab hilfreiche Tipps, beispielsweise zum Schutz vor Einbruch.“ Ragges Bericht zu den Verhältnissen in seinem Zuständigkeitsbereich fällt zuversichtlich aus. Er beurteilte die aktuelle Versorgung mit Polizeipräsenz hier als ausreichend. Erfreulicherweise sehe die Personalpolitik die Ausbildung weiterer Beamtinnen und Beamte vor. Ein Teil davon sei aber Ersatzbedarf. Man müsse unter anderem damit leben, dass der Polizeiberuf hohe Anforderungen an Stelleninhaber stellt und am Ende doch nicht jeder dafür geeignet ist. Aus eigener Erfahrung schilderte Ragge die besonderen Belastungen bei schweren Verkehrsunfällen. Die Sicherheit im Wohnort sieht Ragge eher gelassen, auch für ältere Menschen. Neu Wulmstorf ist ein gutsituierter Wohnort und kein polizeilicher Brennpunkt. Die Einbruchshäufigkeit hat abgenommen, auch aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Hamburger „Soko Castle“, die sich der Bekämpfung organisierter Einbrüche widmet. Eine Zahl aus der Kriminalitätsstatistik ruft allerdings Bedenken hervor. Das ergibt sich aus den knapp 100 Einsätzen bei Körperverletzung im Jahr 2017, weil es sich in fast allen Fällen um häusliche Gewalt handelte. Polizeichef Ragge lobte seine Truppe in Neu Wulmstorf als sehr motiviert und auf den Dienst am Bürger ausgerichtet. Er bestärkte das anwesende Publikum, sich in Situationen, die man persönlich als unsicher empfindet, immer an die Polizei im Ort zu wenden. Erreichbar sei immer jemand. In dringenden Fällen, beispielsweise wenn jemand ums Haus schleiche, solle immer die 110 angerufen werden. Die einsatzleitenden Beamten können gut beurteilen was zu tun ist. Man müsse hinnehmen, dass auch Beamte aus Hamburg oder Buxtehude zum Einsatzort kommen, dann allerdings innerhalb von Minuten. Der Grund dafür ist, dass die elektronische Informationsvermittlung in der Einsatzzentrale Lüneburg heute einen sehr schnellen Zugang zum Streifenwagen in der nächsten Nähe sicherstellt.

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