„Wie sollen die Menschen auf Finkenwerder über die Elbe kommen?.
Die Linke: Senat soll für zuverlässiges Fährangebot sorgen.
12.000 Menschen leben in Finkenwerder, rund 20.000 Beschäftigte arbeiten im Airbus-Werk. Mangels U- oder S-Bahn stellen nur die stauanfälligen Buslinien durch den Elbtunnel sowie die Fährlinien der HADAG eine Verbindung zur Stadt her. Auf den wichtigsten Fährverbindungen – Linie 62 Finkenwerder-Landungsbrücken und Linie 64 Finkenwerder-Teufelsbrück – seien in den vergangenen vier Monaten laut Senatsantwort auf eine Anfrage der Linksfraktion über 1.700 Fahrten entfallen. Auf der Linie 62 hätten von September bis Dezember 2025 knapp 1.300 Fahrten nicht stattgefunden. Das verlautet eine Pressemitteilung der Linkspartei.
Für deren verkehrspolitische Sprecherin in der Bürgerschaft, Heike Sudmann, ein Unding: „In nur vier Monaten sind die Fähren 1.700 Mal nicht gefahren. Wie sollen die Menschen auf Finkenwerder über die Elbe kommen? Wenn der Senat verhindern will, dass auf das Auto umgestiegen wird, muss er endlich für ein zuverlässiges Fährangebot sorgen.“ Nach Auffassung von Sudmann könnte auch die externe Anmietung von Schiffen samt Besatzung zur Lösung des Problems zählen. Sudmann: „Die Menschen auf Finkenwerder dürfen nicht länger abgehängt werden. Die HADAG muss schnellstmöglich so ausgestattet werden, dass sie ihrem Auftrag zuverlässig nachkommen kann.“

