Trepoll: Harburg hat ein Müll-Problem

André Trepoll: Corona schuld an Vermüllung?

Trepoll: Harburg hat ein Müll-Problem.

Beschwerdelage der Bürger nimmt deutlich zu.

„Dass der Süden Hamburgs ein deutliches Problem mit Verunreinigungen hat, ist mittlerweile auch im Hamburger Rathaus angekommen,“ hat André Trepoll, CDU-Wahlkreisabgeordneter aus Süderelbe mit einiger Erleichtertung festgestellt. 6444 Beanstandungen hat es 2019 in Harburg gegeben, 2020 habe sich dieser negative Trend mit über 8.000 Beschwerden über Dreck und Vermüllung noch einmal verstärkt, bedauert er.
Trepoll aber wollte es genauer wissen und hat daher mit einer Anfrage an den Senat die Sauberkeit in den Harburger Stadtteilen hinterfragt. Laut Antwort der Stadt sei die Situation in sage und schreibe sieben so genannten „Hotspots“ am schlimmsten: Eißendorf, Harburg, Heimfeld, Marmstorf, Hausbruch, Neuenfelde und Neugraben-Fischbek hätten gleich mit einer ganzen Reihe an Müll-Problemen zu kämpfen. Die gemeldeten Beschwerden bei der Stadtreinigung Hamburg seien dort um ein Vielfaches höher als üblich.
Trepoll: „Seit Oktober 2019 werden diese Stadtteile als Hotspots bezeichnet, ohne das der rot-grüne Senat seitdem erkennbar irgendetwas an den unhaltbaren Zuständen verbessert hätte. Die Ansammlung von Sperrmüll und nicht entsorgte Müllsäcke bleiben Alltag. “Jede dritte der tausenden jährlichen Beschwerden bei der Stadtreinigung drehe sich um diese Themen. Und natürlich müsse Corona für die Situation als Ausrede herhalten. So trage aus Sicht des Senats die Corona-Pandemie maßgeblich zur stärkeren Vermüllung bei, denn mehr Zeit in den eigenen vier Wände bedeute auch mehr Mengen an Müll. „Aber wenn die Ursache bekannt ist, fragt man sich, warum die Stadt nicht entsprechend darauf reagiert hat? Ein klitzekleines Maßnahmenpaket der Stadtreinigung mit einigen weiteren Papierkörben und Extrarunden der Stadtreinigung im Phoenixviertel, der Lüneburger Straße und am Harburger Rathausplatz werde das Müll-Problem nicht lösen,“ glaubtb der Abgeordnete.
Trepoll stellt fest: „Seit Jahren verschlechtert sich erkennbar die Sauberkeit in den Stadtteilen südlich der Elbe. Auf fast kein Thema werde ich im Wahlkreis häufiger angesprochen. Man hat das Gefühl, dass es den rot-grünen Senat nicht sonderlich interessiert, dass es auch südlich der Elbe den Wunsch nach sauberen und lebenswerten Stadtteile gibt. Mehr Beschwerden der Bürger, Tausende Verstöße gegen die öffentliche Sauberkeit und gleichzeitig viel zu wenig Engagement des Senats, um die Müll-Probleme tatsächlich zu lösen. Höhere Reinigungsfrequenzen, mehr Abfalleimer sind das eine, aber auch das illegale Abladen von Sperrmüll und sonstigem Dreck muss viel stärker kontrolliert werden. Augen zu und durch ist im wahrsten Sinne des Wortes kein geeignetes Konzept, um auch in Harburg eine angemessene Sauberkeit zu erreichen. Jetzt zählen Taten statt Worte!“