Tiere haben das „Menschen-Kino“ vermisst.
Wildpark Schwarze Berge: Das lange Warten hat ein Ende.
Seit Montag, 8. März, darf der Wildpark Schwarze Berge wieder seine Tore für die Besucher öffnen. Nicht nur für Kinder und Eltern eine lang ersehnte Abwechslung in der Lockdown-Zeit, auch die Tiere im Wildpark haben in den letzten Monaten das lustige „Menschen-Kino“ vermisst.
„Besonders unsere Hängebauchschweine und unsere Zwergziegen sind überglücklich, endlich wieder ihre Besucher-Streicheleinheiten zu bekommen“, freut sich Geschäftsführer Arne Vaubel über die langersehnte Wiedereröffnung. Dennoch muss jetzt vor und während des Wildpark-Ausfluges einiges beachtet werden:
Vor jedem Besuch ist online eine Zutrittsberechtigung zu buchen. Die geltenden Abstandsregeln einzuhalten, ist im Wildpark Schwarze Berge relativ einfach. Das 500.000 Quadratmeter große Gelände ist weitläufig gestaltet. Abstands- und Richtungsmarkierungen auf dem Boden helfen, dem Einbahnstraßenprinzip zu folgen. Die Innenbereiche des Parks bleiben vorerst geschlossen. Außerdem finden keine Veranstaltungen statt, um einen punktuellen Menschenandrang zu vermeiden. Hinweisschilder und Hygieneguides erinnern Besucher an die geltenden Corona-Regeln. „Die Öffnung des Wildparks ist nur möglich, wenn jeder Einzelne auf dem gesamten Wildpark-Gelände unsere Hygieneregeln einhält“, appelliert Vaubel.
Der Park hatte bereits seit Wochen sein umfangreiches Konzept weiterentwickelt, um Besucher, Tiere und Mitarbeiter zu schützen und gleichzeitig einen unbeschwerten Wildpark-Besuch möglich zu machen. Doch innerhalb von wenigen Tagen ein Terminreservierungssystem mit Kontaktverfolgung zu entwickeln, war nicht ganz einfach, zumal der Park seit Jahresbeginn mit massiven Telefon- und Internetstörungen zu kämpfen hat. „Die kurzfristige Umsetzung der strengen Auflagen war und ist eine große Herausforderung“, erklärte der Wildpark-Geschäftsführer.
Auch das steht für Vaubel fest: „Klar ist, dass der Wildpark aufgrund der Besucher-Limitierung auch in den kommenden Wochen Umsatzverluste verzeichnen wird.“ Im vergangenen Jahr haben die Umsetzungen der Hygienemaßnahmen den Wildpark über 180.000 Euro gekostet. In diesem Jahr kommen zu den erhöhten Kosten für Reinigungs- und Aufsichtspersonal, das Parkleitsystem und die Mitarbeiter-Schutzausrüstungen noch die Kosten für die regelmäßigen Corona-Schnelltests hinzu. Für die Tests muss der Wildpark nochmal ca. 10.000 Euro pro Monat ausgeben, um Mitarbeiter und Besucher noch besser zu schützen. „Aber wir sind überzeugt, dass wir es schaffen werden. Dass sich der Wildpark Schwarze Berge auf die Unterstützung seiner Wildpark-Freunde verlassen kann, haben die vergangenen Monate gezeigt. „Viele Besucher haben gespendet oder Tierpatenschaften über den Online-Shop erworben, um zu helfen. Dieser Rückhalt macht uns stolz. Wir sind extrem dankbar für jede Hilfe und das Mitgefühl unserer Wildpark-Freunde“, berichtet Vaubel gerührt. „Die quirligen Frischlinge und die ersten Frühlingslämmer warten neugierig auf Besucher. Auch die Meißner Widderkaninchen mit ihren großen Schlappohren und die lustigen Meerschweinchen haben bereits winzigen Nachwuchs bekommen. Täglich erwartet der Wildpark Schwarze Berge weitere Äberraschungskinder. Also, schnell Zutrittsberechtigung sichern und einen tollen Start in den Frühling haben!

