SPD Wilhelmsburg: Kollateralschäden verhindern

Die SPD Wilhelmsburg appelliert an die Gesundheitsbehörde auf das Erzbistum Hamburg zuzugehen und beim Verkauf des Krankenhauses Groß-Sand zu unterstützen Foto: au

SPD Wilhelmsburg: Kollateralschäden verhindern.

Positionspapier zur Causa Groß-Sand.

Die Sorge um das in wirtschaftlich angeschlagene Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand ist groß. Parteien und Initiativen kämpfen dafür, Groß-Sand als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung an diesem Standort zu erhalten. Die Wilhelmsburger SPD hat nun ein Positionspapier zur Causa Groß-Sand herausgebracht und ihre Forderungen und Vorschläge geäußert.
Laut SPD habe das Erzbistum bereits die Entscheidung getroffen, das Krankenhaus nicht weiter zu betreiben und es zu verkaufen. Die aktuellen Entwicklungen zeigten, dass das Erzbistum dabei nicht über die Kapazitäten und offensichtlich auch nicht den Willen verfüge, den Verkaufsprozess zielführend zu gestalten. Seit Wochen gäbe es keinen Fortschritt. Außerdem richte das Bistum seine Verkaufsstrategie auf katholische Käufer aus, so die SPD.
„Anstatt alles dafür zu tun, dass ein neuer Träger die Grund- und Regelversorgung mit der intakten Krankenhausstruktur angemessen fortsetzen kann, besteht durch Zeitablauf und falsche Prioritätensetzung die Gefahr, dass wichtige Abteilungen der Grund- und Regelversorgung scheibchenweise stillgelegt, Betten und Personal an andere Standorte abgezogen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Haus mangels Perspektive verlassen. Aufgrund fehlender neuer Erkenntnisse hat die Lenkungsgruppe der Sozialbehörde in den zurückliegenden Wochen gar nicht mehr getagt. Dies ist aufgrund der aktuellen Lage aus unserer Sicht dringend erforderlich“, erklärt die SPD Wilhelmsburg in dem Positionspapier. Desweiteren sei das Bistum offensichtlich nicht in der Lage, das Krankenhaus ohne fremde Hilfe zu verkaufen, ohne dass dabei erhebliche Kollateralschäden für die Versorgung der Menschen vor Ort entstünden.
Neben der Unterstützung der bereits bestehenden Initiativen richtet die SPD Wilhelmsburg einen Appell an die Gesundheitsbehörde, in dem Fall Groß-Sand tätig zu werden, auf das Bistum zuzugehen und das Bistum beim Verkauf des Krankenhauses – im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten – zu unterstützen. Denn die Gesundheitsbehörde verfüge über das dafür notwendige fachliche Knowhow und verfolge ebenfalls das Ziel die Versorgung vor Ort zu erhalten. „Es ist dringend geboten, mit konkreten Hilfsangeboten auf das Bistum zuzugehen, damit der Verkauf des Krankenhauses an einen neuen Träger zügig und ohne weitere Kollateralschäden am Portfolio von Groß-Sand erfolgen kann“, so die SPD abschließend.