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„Den Erfolg spürt man direkt am Applaus“

„Den Erfolg spürt man direkt am Applaus“

Zirkus Willibald feiert 25-jähriges Jubiläum

Raus aus der Schule – rein in die Manege: Seit nunmehr 25 Jahren ist der Zirkus Willibald in Wilhelmsburg beheimatet und inzwischen nicht mehr aus dem Stadtteil wegzudenken. Gestartet im Frühling 1993 ursprünglich als Zirkusprojekt an der Gesamtschule Wilhelmsburg, ist der Zirkus Willibald seit 2001 unter der Trägerschaft des Bürgerhauses und in enger Kooperation mit der Stadtteilschule Wilhelmsburg längst zu einer festen Institution auf den beiden Elbinseln Wilhelmsburg und Veddel geworden. Das muss natürlich gefeiert werden, und zwar am Samstag, 2. Juni, um 15 Uhr mit der Jubiläumsvorstellung „Die Reise“, und am Sonntag, 3. Juni, ebenfalls um 15 Uhr mit dem Hamburger Kinder- und Jugendzirkusfestival im und am Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 20.
Wilhelm Kelber-Bretz, Wilhelmsburger Lehrer an der Stadtteilschule Wilhelmsburg, hat den Zirkus ins Leben gerufen. „Ich hab nach meinen Sport- und Mathestudium nicht gleich einen Job gefunden und habe mit der Zauberei mein Geld verdient“, erinnert sich Kelber-Bretz. Gelernt hat er seine Zirkusfertigkeiten unter anderem im Studium. 1992 kam er an die Stadtteilschule Wilhelmsburg, initiierte Ende 1992 eine Zirkus-Projekt-Woche – und der Zirkus Willibald war 1993 geboren!
Die ersten Kinder, die vor 25 Jahren als Aktive Wilhelmsburger Zirkusluft geschnuppert haben, sind längst erwachsen. Viele von ihnen bringen heute ihre eigenen Kinder zu den Proben und Auftritten. Inzwischen gibt es über die Elbinseln verteilt mehrere feste Zirkusgruppen – im Bürgerhaus Wilhelmsburg, in der Honigfabrik, im Haus der Jugend und in der Schule auf der Veddel -, in denen die vielen jungen Artistinnen und Artisten jede Woche gemeinsam trainieren, jonglieren und zaubern. Für viele der Kinder ist der Zirkus Willibald zu einem zweiten Zuhause geworden. „Bisher waren in den 25 Jahren über 1.000 Kinder regelmäßig aktiv im Zirkus Willibald. Wir haben Ehemalige interviewt, sie haben alle nur positiv über ihre Erfahrungen im Zirkus gesprochen“, ist Kelber-Bretz stolz. Zu diesen Erfahrungen zählt der Pädagoge unter anderem, dass die Kids Spaß haben, sich für etwas einzusetzen und lernen, etwas durchzuhalten. Auch müssen sie die Gruppe im Auge behalten und müssen auf andere Acht geben. „Den Erfolg spürt man dann direkt am Applaus!“
Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums hat das mittlerweile zehnköpfige Team rund um Zirkusdirektor Kelber-Bretz das Thema „Reisen“ aufgegriffen. Die verschiedenen Gruppen arbeiten bereits seit letztem Sommer an den Vorbereitungen für die große Jubiläumsvorführung. Die Show unter Beteiligung aller derzeit aktiven etwa 80 Zirkuskinder wird ein bunter Mix aus Akrobatik, Jonglieren, Tanz und Musik. „Für das Bühnenprogramm haben wir nicht nur Livemusik, sondern auch fantasievolle Kostüme und ein passendes Bühnenbild erstellt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Mitmachaktionen vor der Tür und einer Ausstellung im Foyer runden die Jubiläumsaktivitäten ab“, freut sich Kelber-Bretz. Weitere Informationen unter www.buewi.de.

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Positive Neuigkeiten für Cornelius-Gemeinde

Positive Neuigkeiten für Cornelius-Gemeinde

Stadt Hamburg hat 240.000 Euro aus der RISE-Förderung bewilligt

Das sind positive Neuigkeiten für die Cornelius-Gemeinde: Die Stadt Hamburg hat Mittel in Höhe von rund 240.000 Euro aus der RISE-Förderung bewilligt, um das Außengelände der Cornelius-Kirche neu zu gestalten und aufzuwerten!
Das „Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung“ (RISE) der Hansestadt Hamburg verfolgt das Ziel, die Lebensqualität in Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf durch städtebauliche Maßnahmen zu verbessern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. „Bei uns in Fischbek und Neugraben gibt es diesen Entwicklungsbedarf durch gleich drei neue Wohnquartiere, den Vogelkamp Neugraben, den Fischbeker Heidbrook und die Fischbeker Reethen. In Fischbek wird sich die Bevölkerung verdoppeln, und dabei sollen Alt und Neu gut zusammenwachsen“,sagt Pastor Gerhard Janke. Die Cornelius-Gemeinde könne dabei wichtige Aufgaben übernehmen. „Schon längst haben wir uns zum Stadtteil hin geöffnet – räumlich und mit unseren Angeboten für alle Menschen, die hier leben“, so Janke.
Es wäre ein Glücksfall gewesen, als man 1961 das Grundstück an der Dritten Meile für den Bau der Cornelius-Kirche kaufen konnte. Es liegt mitten im alten Dorf, über das Gelände verläuft das Bett der namensgebenden Fischbek, dazu der Hain mit den alten Dorfeichen. Nun liegt die Kirche auch direkt in der Mitte des RISE-Gebietes und habe mit ihrer Ausstrahlung in den Stadtteil wie mit ihrer einzigartigen Lage und architektonischen und landschaftlichen Anmutung das Potenzial, ein Kristallisationspunkt zu sein, freut sich Janke.
Die Cornelius-Kirche sei ein Wahrzeichen im Stadtteil. Natürlich wäre sie eine Gebetsstätte und ihre Glocken laden zu Gottesdiensten ein. Zugleich sei sie eine Begegnungsstätte. Kirche und Gemeindehaus würden auch von Vereinen und Institutionen genutzt. Jung und Alt besuchen das ganze Ensemble. Familien mit kleinen Kindern haben ihren Spaß in der Sandkiste und an den Spielgeräten, Jugendliche und Erwachsene treffen sich hier, ältere Menschen sitzen auf Bänken und genießen den Frieden und die Schönheit des Areals, zählt Janke auf.
Und das alles kann und soll nun noch viel schöner werden. „Mit den RISE-Mitteln und dem Eigenanteil der Gemeinde steht ein Budget von 300.000 Euro zur Verfügung. Die offenen Rasenflächen und der Kleinkinderspielplatz sollen überarbeitet werden, der Kirchhof wird weiterentwickelt zu einem zentralen Marktplatz, neue Sitzgelegenheiten werden zum Verweilen einladen, in das Pflaster werden Aktionsfelder eingearbeitet, kleine Installationen machen den Kirchhof zu einem „bewegenden“ Kirchhof. Erste Ideen und Geld sind nun da. Wir freuen uns sehr, wir sind sehr dankbar und laden dazu ein, eigene Ideen und Vorschläge mitzuteilen. Wir wollen unseren Standort ertüchtigen und weiterentwickeln zu einem Kommunikationsraum und Knoten im Netzwerk unseres Stadtteils“, resümmiert Janke.

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Einweihung des Bergwerk-Denkmals

Einweihung des Bergwerk-Denkmals

Am 26. Mai wird Fläche mit Lore der Öffentlichkeit übergeben

Endlich ist es nun soweit. Nach über einen Jahr Planung bekommt das ehemalige Bergwerk Robertshall, das von 1919-1922 Kohle für die Phoenix in Harburg förderte, sein Denkmal. Ein echte Lore, eine große Infotafel und acht weitere Hinweisschilder am Fußweg werden am 26. Mai ab 15 Uhr eingeweiht. Treffpunkt ist der Ehestorfer Heuweg auf Höhe der Straße „Beim Bergwerk“. Anschließend wird Rolf Weiß, der mit großem Einsatz dieses Denkmal vorangetrieben hat und über großes Wissen über das Bergwerk verfügt, mit einer Führung zu den Hinweisschildern erklären, was damals geschah. Jeder ist herzlich willkommen, wer sich dazu unter Tel. 0176 31332118 anmeldet, bekommt auf jeden Fall Kaffee und Kuchen spendiert, verspricht die Hausbrucher SPD-Bezirksabgeordnete und hauptsächliche Initiatorin des Denkmals, Beate Pohlmann.

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Abenteuer Alter: 2.500 Besucher

Abenteuer Alter: 2.500 Besucher

Franz Müntefering im Freilichtmuseum am Kiekeberg

Über 2.500 Besucher feierten das „Abenteuer Alter“ im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Bei bestem Wetter informierten sie sich bei zahlreichen Vorträgen und an über 80 Info-Ständen zu Bildung, Pflege, Gesundheit, Reisen, Sport und Freizeit. Der Kreisseniorentag wird alle zwei Jahre vom Landkreis Harburg, dessen Seniorenstützpunkt, dem Seniorenbeirat und dem Freilichtmuseum am Kiekeberg gemeinsam ausgerichtet.
Hauptredner war Franz Müntefering, früherer Bundesminister und heutiger Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen. Er warb für einen Austausch zwischen den Generationen: „Die vernünftigen jungen und alten Menschen und die dazwischen müssen sich unterhalten und Deutschland voranbringen. Wir wollen Chancen für jeden und müssen alle Möglichkeiten nutzen, weiterhin eine Wohlstandsgesellschaft zu bleiben.“ Im Kern stelle sich die Frage: „Wie können wir gut leben? Daher haben wir das Motto ‚Brücken bauen‘ für den Bundesseniorentag gewählt.“ Der Bundesseniorentag findet vom 28. bis 30. Mai in Dortmund statt.
Elisabeth Schmidt, Vorsitzende des Kreisseniorenbeirats, stellte das Programm des Seniorentags vor. Dr. Carola Reimann, Sozialministerin des Landes Niedersachsen, forderte die Zuhörer direkt auf: „Wir wollen die Bevölkerung für die Bedarfe von Senioren sensibilisieren. Der Austausch mit Ihnen ist für mich als Politikerin wichtig. So können wir das Leben im Landkreis Harburg für alle Bürger noch lebenswerter machen.“ Dieser Aspekt liegt auch Landrat Rainer Rempe am Herzen: „Das Alter ist ein Abenteuer und der Landkreis Harburg möchte Sie unterstützen, dass es ein positives Abenteuer wird. Wir möchten alle Generationen verbinden, sodass sie am sozialen, kulturellen und politischen Leben teilhaben.“ Und Rainer Rempe ermunterte: „Bringen Sie sich ein, mit Ihrem Wissen, Ihren Kenntnissen und Ihrer Lebenserfahrung. Auf dem Seniorentag erhalten Sie viele Anregungen, wie Sie den dritten Lebensabschnitt aktiv und mit viel Freude gestalten können.“ Auf das Freilichtmuseum am Kiekeberg bezogen erläuterte Museumsdirektor Stefan Zimmermann: „Wir nehmen die Bedürfnisse älterer Besucher sehr ernst. Unser Museum wurde zum Beispiel als erstes Freilichtmuseum Deutschlands als barrierefrei zertifiziert. Zurzeit arbeiten über 350 Menschen ehrenamtlich bei uns, viele von ihnen nach dem Erwerbsleben. Auch als Zeitzeugen sind sie gefragt, insbesondere für die Zeit nach 1945.“
In der außergewöhnlichen Atmosphäre des Museums mit über 40 historischen Gebäuden und Gärten präsentierten über 80 Aussteller ihr breitgefächertes Angebot für Senioren und motivierten zu zahlreichen Mitmachaktionen. An vielen Stellen im Museum gab es Musik, Tanz und Vorträge über Gesundheit, Pflege im Alter, ehrenamtliche Arbeit oder Weiterbildung.

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„Partnerschaft definieren wir definitiv anders!“

„Partnerschaft definieren wir definitiv anders!“

Aus für Waldsiedlung: SPD weist Kritik zurück

Das Nein der SPD zur Waldsiedlung vergraulte die Investoren des ambitionierten Projektes, zeitigte Unverständnis bei CDU und UWG und stieß laut gut informierten Quellen auch auf Kritik beim SPD-Mitglied und Bürgermeister Wolf Rosenzweig. Unter der Woche trudelte bei den Redaktionen nochmals eine Rechtfertigung der Genossen für ihr Verhalten ein. Über zwölf Jahre seien ins Land gegangen, seit den ersten Neu Wulmstorfer Planungen für eine „Waldsiedlung“ auf einem Teilstück des ehemaligen Standortübungsplatzes in der Fischbeker Heide, heißt es einleitend in der Pressemitteilung.
„Bisher wurde das Gelände von Spaziergängern und Freizeitsportlern genutzt. Flora und Fauna konnten sich über die Jahre entwickeln. Heute findet sich dort ein natürlich entwickeltes Areal, welches einer „Neubausiedlung“ nun weichen müsste. Seit drei Wochen liegen dem Gemeinderat erstmals Gutachten vor, die die Situation vor Ort und Eingriffsregelungen beschreiben. Es wird deutlich, dass Baumaßnahmen zu eklatanten Veränderungen im Gebiet führen. Die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes und das Landschaftsbild würden nachhaltig beeinträchtigt. So leben in dem Gebiet viele Amphibien- und Reptilienarten, hiervon drei, die auf der Roten Liste stehen. Über 50.000 Amphibienbewegungen seien zu verzeichnen, es gäbe dort gefährdete Fledermausarten, über 35 Brutvogelarten sowie geschützte Ameisenvölker. Für eine „Entnahme“ dieser Natur sind daher äußerst umfangreiche waldrechtliche Kompensationsmaßnahmen erforderlich, die leider nicht einmal vor Ort, sondern im Umfeld von Tostedt oder anderen Stellen im Kreisgebiet angedacht sind“, versuchen die Genossen ihr Abrücken von der Waldsiedlung faktengesättigt zu erklären. „So stellte sich für uns die Sinnfrage, ob wir für ein Wohngebiet mit 15 ha Fläche und 60 Wohneinheiten denn wirklich zum Beispiel ein Amphibienleitsystem bauen wollen, welches über 900 m lang wäre und eine 40 cm hohe Betonwand darstellt, mit meterbreiten Grünstreifen vor und dahinter, um zehntausende Amphibien von einem Wohngebiet abzuhalten? Dass das keine Vermutung oder Spekulation ist, sondern durch Gutachten bestätigt wird, führte zu dem Entschluss“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Tobias Handtke, „das Projekt „Waldsiedlung“ jetzt zu beerdigen.“
„Bereits vor und zu Beginn der Sitzung des Ausschusses Bau, Planung und Umwelt (BPU) am 8. Mai wurde diese Entscheidung von uns mitgeteilt. Den nun eingebrachten Vorwurf eines „Vertrauensmissbrauchs“ gegenüber Investoren weisen wir zurück. Das würde ja bedeuten, unsere Beteiligung als Politik sei nur noch Kulisse, die Hand dürften wir heben, aber nur um Erfüllungsgehilfe zu sein oder es so hinzubiegen, dass es irgendwie funktioniert und kein Schaden für Investoren entsteht? Partnerschaft definieren wir definitiv anders“, macht Handtke deutlich. „Die SPD hatte immer auf die noch ausstehenden Fachgutachten verwiesen und eine Entscheidung von diesen abhängig gemacht“, erklärt Thomas Grambow, Vorsitzender des BPU-Ausschusses. „An diesem Punkt ist das Verfahren jetzt angelangt. Und die Konsequenz der SPD lautet: Keine „Waldsiedlung“ zu bauen“, bringt es Grambow auf dem Punkt.