Nur einmaliges Erleben und hoher Pflegeaufwand

mk -Der Bezirk Harburg hat die Einrichtung eines Barfuß-Parkours auf den Königswiesen abgelehnt

Nur einmaliges Erleben und hoher Pflegeaufwand.

Königswiesen: Bezirksamt lehnt Barfuß-Parkour ab.

August 201 eröffnete die IBA Hamburg das Sport- und Spielband in Neugraben-Fischbek eröffnet. Das Angebot an Freizeitangeboten ist vielfältig: Von Beachvolleyball über einen Callesthenic-Parkour, bis zum Kinderspielplatz wird den Besuchern und Anwohnern viel zur Gestaltung ihrer Freizeit geboten. Die SPD erschien dies aber immer noch als zu wenig. Die Genossen schlugen in einem Antrag für die Bezirksversammlung Harburg die Einrichtung eines Barfuß-Parkours vor.
„Viele Kinder sind es nicht mehr gewohnt, Barfuß zu laufen, und ihnen fehlen die damit verbundenen Sinneswahrnehmungen und das Bewegungsgefühl. Außerdem trägt Barfußlaufen zur Fußgesundheit bei. Kurz: Ein Barfuß-Parkour fördert die gesunde Entwicklung unserer Kinder!“, hieß es dazu im Antrag.
Mit ihrem Wunsch blitzten die Genossen aber beim Bezirksamt Harburg ab. Grundsätzliches Ziel der Abteilung Stadtgrün sei es, stets Spiel- und Freizeitanlagen zu entwickeln, die vielschichtige Sinneserfahrung ermöglichen. Die verwendeten Geräte müssten strapazierfähig, langlebig und beständig sein sowie aufgrund der begrenzt zur Verfügung stehenden öffentlichen Flächen möglichst viele Nutzungsgruppen ansprechen, erklärte das Bezirksamt.
Zwar trage ein Barfuß-Parkour zweifelsfrei zur Sinneserfahrung bei und schule die taktile Wahrnehmung durch die Verwendung natürlicher Materialien wie Kies, Sand, Rindenmulch, Moos, Tannenzapfen, Holzwürfel oder Kieselsteine, aber aus Sicht der Abteilung Stadtgrün handele es sich jedoch um ein Angebot, das seine Besonderheit im erstmaligen Erleben entfalte. Ein dauerhaftes Benutzungsinteresse scheine nicht sichergestellt, begründete das Bezirksamt sein Nein.
Und noch ein zweites Argument führte das Bezirksamt ins Feld: „Des Weiteren benötigen die unterschiedlichen Oberflächen einen intensiven Pflegeaufwand, den die öffentliche Verwaltung nicht leisten kann. Als geeignete Einsatzbereiche werden private Freizeitparks oder Wellnessanlagen angesehen.“ Aus den geschilderten Gründen halte die Verwaltung die Errichtung eines Barfuß-Parkours auf dem öffentlichen Sportband Königswiesenpark für nicht umsetzbar.



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