Noch keine Maßnahmen geplant?.
B73-Fahrbahnreduzierung aktuell noch kein Thema.
Der Bezirk Harburg steht verkehrstechnisch vor großen Herausforderungen. Jeden Tag fahren mehrere Tausend Pkw und Lkw über die sogenannten Magistralen. In der jüngsten Vergangenheit wurden die Magistralen stadtplanerisch beplant. Hierbei gibt es auch Überlegungen, die B73 zumindest in Teilen auf eine Fahrbahn in jede Richtung zu reduzieren. Dies wurde damit begründet, dass ein Bau der A26 zu einer Verlagerung des Verkehrs führen würde.
Die Herausforderungen des Bezirkes seien jedoch viel größer und ein Bau der A26-Ost stehe noch nicht fest.
Gestützt werden die Planungen zur Reduzierung der Fahrspuren auf eine in jede Richtung auf Prognosen und Statistiken. Die Vergangenheit zeige jedoch eine stetige Zunahme des Verkehrs. Durch Baugebiete, Nachverdichtung und Aufstockungen nehme die Bevölkerung in der Region weiter zu. Freiwerdende Räume durch die Reduzierung von Fahrbahnen würden ebenfalls teilweise durch weiteren Wohnraum geschlossen, mahnte die CDU vor einer allzu schnellen Reduzierung der Fahrbahnspuren der B73.
Mittels eines Antrages für die Bezirksversammlung Harburg wurden die zuständigen Stellen aufgefordert, im Bereich der B73 keine Baumaßnahmen umzusetzen, die eine dauerhafte Reduzierung auf eine Fahrspur je Richtung zur Folge haben. Dies sei bis zur Fertigstellung und Freigabe der A26-West sicherzustellen. Nach Freigabe der A26-West sei eine Frist von mindestens drei Jahren einzuhalten. In dieser Zeit sollen mehrmals im Jahr Verkehrszählungen stattfinden. Diese sind der Bezirksversammlung jedes Jahr im November vorzustellen. Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) signalisierte Gelassenheit. Dabei wird auf eine Stellungnahme der BVM vom 28. Juli 2025 verwiesen. Die verkehrstechnischen Rahmenbedingungen für eine Umsetzung von Fahrspurreduktionen entlang der B73 liegen zwar mit Herstellung der A26-West vor. Aber: „Gleichwohl sind nach derzeitigem Stand bei der BVM und dem LSBG für den von der Bezirksversammlung genannten dreijährigen Zeitraum nach Freigabe der A26-West keine Maßnahmen geplant, die zu einer Umsetzung des Magistralenkonzepts führen würden“, betonte die BVM.
Die Behörde verwies noch auf einen weiteren Aspekt: Im Verlauf der B73 existieren mehrere Dauerzählstellen, die die Verkehrsbelastung dauerhaft erheben, sodass sich hieraus die verkehrliche Entwicklung ableiten lässt. Die Daten können über das Geoportal der Stadt Hamburg abgerufen werden.

