Gesichert und Zukunft ungewiss.
Alter Jägerhof: Bezirk beantwortet CDU-Anfrage.
Die CDU hatte in der Vergangenheit stets Anträge oder Anfragen zur Zukunft des Alten Jägerhofs gestellt. Meistens gab es nur hinhaltende Antworten. Nach dem verheerenden Brand vor einigen Wochen gleicht die Immobilie einer Ruine. Vor diesem Hintergrund brachte die CDU eine Anfrage an das Bezirksamt Harburg auf den Weg. Im Mittelpunkt der Fragen standen der Zustand des Gebäudes und Sicherungsmaßnahmen.
Allgemein befürchtet die CDU, dass durch den Brand im August ein „nicht reparabler Schaden am Gebäude entstanden ist.“
Das Bezirksamt Harburg weicht zahlreichen Fragen unter Verweis auf die Zuständigkeit der AGV (Alsterkamp Grundvermögensverwaltung GmbH) aus. Deswegen sei der richtige Ansprechpartner die LIG. Das Bezirksamt habe hier keine Zuständigkeit, stellt das Bezirksamt einleitend klar. Immerhin gibt es doch einige Aussagen zur Sicherung und zum Zustand des alten Baumbestandes des Alten Jägerhofs.
Die Bezirksverwaltung habe bisher keine Kenntnis über die weiteren Planungen der Freien und Hansestadt Hamburg als Eigentümer. Die Verwaltung habe das Grundstück besichtigt. Das Grundstück sei durch einen Zaun, die Zufahrt durch ein verschließbares Tor gegen unbefugtes Betreten gesichert. Das Gebäude selber wäre durch den provisorischen Verschluss sämtlicher Öffnungen ebenfalls gegen unbefugtes Betreten gesichert. Eine Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit sei nicht zu befürchten. Weitergehende Anordnung zur Herstellung ordnungsgemäßer Zustände gemäß § 76 HBauO zur Sicherung des Gebäudes oder des Grundstücks wären nicht erforderlich, sagt das Bezirksamt. Dieses habe keine Kenntnis über Maßnahmen zum Schutz der Bausubstanz/Bauzustand nach dem Brand. Dieser könnte laut Bezirksamt den Baumbestand beeinträchtigt haben.
„Laut Bericht der Feuerwehr musste das Teleskopmastfahrzeug (TMF) mehrfach umgesetzt werden und dafür diverse Äste von dem umliegenden Bäumen mittels Motorsäge entfernt werden. Der Baumbestand auf dem Grundstück ist durch Stürme, extreme Trockenheit und die Straßenbaumaßnahmen insgesamt in einem kritischen Zustand. Inwieweit der Brand zu weiteren Schädigungen beigetragen hat, wird sich in den nächsten Jahren zeigen, da die Schädigungen auch von der Baumart abhängig sind. Bei einer Buche ist bereits ein Schaden durch den Brand sichtbar. Da es sich aber überwiegend um robustere Eichen handelt, müssen für eine abschließende Schadensbilanz die nächsten Jahre abgewartet werden“, gibt das Bezirksamt zu Protokoll.
Seit 2013 seien beim Bezirk Baumpflegemaßnahmen weder beantragt noch auf dem Grundstück durchgeführt worden, heißt es abschließend seitens des Bezirkes.

