Cannabisplantage aufgeflogen
Großeinsatz der Polizei in Schwiederstorf & Maschen
(mk) Schwiederstorf/Maschen. Am 28. Juni konnten Beamte des Zentralen Kriminaldienstes in zwei Objekten in Seevetal/Maschen und Neu Wulmstorf/Schwiederstorf mehrere hundert Cannabispflanzen sowie umfangreiches Equipment zum Anbau von Betäubungsmitteln beschlagnahmen.

Dem Einsatz, an dem insgesamt 20 Beamte beteiligt waren, gingen intensive Ermittlungen voraus: Im April hatte die Polizei den Hinweis auf ein Einfamilienhaus in Schwiederstorf erhalten, weil dort gelegentlich seltsame Gerüche wahrnehmbar waren. Im Rahmen der Ermittlungen kam heraus, dass unter der Anschrift niemand gemeldet ist. Das Haus war von einem 60-jährigen Mann aus Maschen angemietet worden. Mehrere Indizien erhärteten den Verdacht, dass in dem Haus eine größere Cannabisplantage eingerichtet worden war. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen Verdachts des unerlaubten Anbaus und Handels von Betäubungsmitteln ein. Die Staatsanwaltschaft Stade erwirkte daraufhin Durchsuchungsbeschlüsse für den Wohnsitz des Beschuldigten und das Haus in Schwiederstorf.
Am 28. Juni durchsuchten die Beamten dann zunächst das Wohnhaus des Mannes in Maschen. Bereits dort konnten 70 Cannabispflanzen, die offenbar frisch angezüchtet worden waren, beschlagnahmt werden. In dem Wohnhaus in Schwiederstorf trafen die Polizisten auf eine professionell ausgestattete Indoorplantage. Dort fanden sie 100 erntereife Pflanzen sowie 600 Pflanzen im Anzuchtstadium vor. Sämtliche Pflanzen wurden beschlagnahmt. Die Auswertung hinsichtlich der darin enthaltenen Menge an Betäubungsmitteln wird in den nächsten Tagen erfolgen. Außerdem beschlagnahmten die Beamten die gesamte technische Installation, wie zum Beispiel Bewässerungscomputer, Entlüftungsanlagen, spezielle Leuchten und Düngemittel. Der 60-Jährige wurde erkennungsdienstlich behandelt. Über den weiteren Verfahrenslauf entscheidet nun die Staatsanwaltschaft in Stade.

