Streit wegen Mulch-Kran

Streit wegen Mulch-Kran Foto: pm

Streit wegen Mulch-Kran
Ist er ein Kultur-Kran? CDU sieht Handlungsbedarf

Der gelbe Kran am Lotsekai im Binnenhafen ist ins Visier der CDU geraten. Ein weißes Banner mit der schwarzen AufschriftKulturKranzerstöre die Ursprünglichkeit dieses Industrie-Denkmals, sagte der CDU-Abgeordnete Tomas Spahn am Montag in der Sitzung des Stadtplanungsausschusses. Zuvor hatte Anja Dirks vom Fachamt Stadt– und Landschaftsplanung des Bezirksamtes diesen früheren Portaldrehkran der Firma Mulch, der von der Kulturwerkstatt „bespielt“ wird, in ihrem Bericht zur Bilanz des Rahmenprogramms integrierte Stadtteilentwicköung (RISE) im Binnenhafen als Beispiel für eine gelungene Aufwertung des Quartiers bezeichnet.
Das Werbebanner sei nicht nicht nur eine Zweckentfremdung, argumentierte Spahn und mutmaßte auch eine Unvereinbarkeit mit dem Denkmalschutz. Dem widersprach Anja Dirks und erläuterte, dass Denkmalschutz und wirtschaftliche (Um)nutzung nicht unvereinbar seien, zumal der Kran auch zum Mittelpunkt zahlreicher kultureller Veranstaltungen geworden sei. Sie führte weiter aus: Die Sanierung dieses Industrie-Relikts sei in Abstimmung mit der Kulturbehörde durchgeführt worden, die Verwaltung habe an dem Werbebanner nichts auszusetzen.
Die CDU blieb dabei. Ein Banner mit dem Hinweis „Mulch Kran“ verbunden mit der Nennung der Jahre, als er noch im Berieb war, seien vernünftiger und identifikationsstiftender als „KulturKran“, argumentierte der stellv. CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Bliefernicht. Die SPD-Vertreter im Stadtplanungsausschuss wiesen darauf hin, dass es am Führerhaus des Krans, unmittelbar über dem Werbebanner, Schwarz auf Gelb stünde und nicht zu übersehen sei: „Mulch-Umschlag Lotsekai“. Womit der Sache Genüge getan sei.
Den übrigen Parteien ist das Banner kein Dorn im Auge, Kay Wolkau (Neue Liberale) empfahl, die Sache gelassener zu sehen. Das Gegenteil sei richtig: Das Banner lenke die Aufmerksamkeit auf diesen Kran.
Anja Dirks machte weiterhin am Beispiel von Lotsekai, Kanalplatz, Museumshafen, Fischhalle oder Zitadellenbrücke und Speicher am Kaufhauskanal deutlich, wie positiv die Entwicklung dieses Quartiers (insbesonders des Kanalplatzes, dessen RISE-Förderung mit 1,2 Millionen bis 2020 verlängert worden sei), verlaufen ist. Dazu habe die IBA einen nicht unerheblichen Teil beigetragen. Zwar sei das Fördergebiet mit seinen 14,3 Hektar eher klein, doch seien die Investitionen von insgesamt 6,6 Millionen hier auf nachweislich fruchtbaren Boden gefallen.

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