MK feierte Internationalen Ball der Seefahrt

Michael Pahlke und Melanie Leonhard lauten den Internationalen Ball der Seefahrt ein Foto: pm

In Hamburg Anker geworfen
MK feierte Internationalen Ball der Seefahrt

„Die Stimmung bei uns ist famos.“ Keiner hätte es besser auf den Punkt bringen können, als die „Finkwarder Speeldeel“. Sie war der Überraschungsgast des Internationalen Balls der Seefahrt, den die Marinekameradschaft (MK) Harburg alljährlich im Dezember im Hotel Lindtner feiert.


Die Marinekameradschaft und ihre Gäste Fotos: pm

Gut 300 Inhaber einer Bordkarte begrüßte der Vorsitzende Michael Pahlke diesmal – im 120. Jubiläumsjahr der MK – im großen Lindtner-Festsaal. Traditionell spielt das „Stadtorchester Buchholz“ zum Auftakt dieses Balls, der eine feste Größe im Reigen der gesellschaftlichen Ereignisse in Harburg ist. Die Schirmherrschaft hatte diesmal Melanie Leonhard (SPD), Senatorin für Arbeit, Soziales, Bildung und Integration übernommen – eine ausgewiesene Schifffahrtexpertin. Der 46. Ball der Seefahrt begann mit einer Schweigeminute, denn die Kameraden und ihre Ballgäste gedachten des verstorbenen Bezirksamtsleiters Thomas Völsch sowie der 44 Seeleute des verschollenen argentinischen U-Bootes ARA San Juan, dessen Besatzung mittlerweile für tot erklärt wurde.

Erster Auftritt der Finkwarder Speeldeel beim Internationalen Ball der Seefahrt

Das Schiff der Marinekameradschaft – sie ist, wie Pahlke ausführte, eine Plattform zum Transport des maritimen und kameradschaftlich-grenzübergreifenden Gedankengutshatte seinen Anker diesmal in Hamburg geworfen. Weil sich die Gründer der MK bei ihren Jahrestreffen immer Labskaus schmecken ließen, ist man bis heute bei diesem Gericht geblieben. Es wird immer nach bewährtem Rezept in der Lindtner-Kombüse zubereitet und von einem weiteren Gericht des jeweiligen Gastlandes begleitet. Weil diesmal im Heimathafen Hamburg Anker geworfen wurde, wurde auch ein entsprechendes Gericht gereicht: Steckrübeneintopf, mindestens ebenso lecker wie Labskaus.

Bei der MK ist es guter Brauch, dass die Kameraden ihren Gaesten das Labskaus servieren – hier Dierk Eisenschmidt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einem kurzen Rückblick auf die 120-jährige MK-Geschichte und einem Grußwort der Senatorin, hieß es „volle Fahrt voraus“ auf die Tanzfläche. Die Senatorin verwies zuvor auf die zwischenmenschlichen Beziehungen, um die die MK besonders bemüht sei. Beispiel: Beim alljährlichen Besuch des brasilianischen Schulschiffs NE Brasil in Hamburg lädt die MK die Besatzung zum gemütlichen Miteinander nach Marmstorf ein. Damit sei die MK ein willkommener Mittler zwischen Staaten und Völkern, so Leonhard.

Mit einem Wiener Walzer eroeffneten Melanie Leonhard und Michael Pahlke den Ball

Unter anderem waren diesmal Schiffsbesatzungen aus Kuweit, Indien, Tansania und Mexico vertreten. Aber auch zahlreiche Ehrengäste sowie Vertreter der örtlichen Politik, der Schützenvereine und Verbände. Sie alle tanzten zum Sound von „Moonlight Affair.“ Die erwartete eigentlich noch einen Auftritt ihres Frontmanns Taco (Puttin’ On the Ritz), der jedoch krankheitsbedingt absagen musste.
Für Abwechslung sorgte zunächst der ShantychorWindrose Hamburg“, ehe die Finkwarder Speeldeel die Bühne enterte. Sie ist beinahe so alt wie die MK, nämlich 111 Jahre, und einer ihrer Mitbegründer ist kein Geringerer als Gorch Fockwomit die Grundlage für die maritimen Gemeinsamkeiten schon einmal gegeben waren. Die Speeldeel zeigte einen Auszug aus ihrem Programm, das sie am 10. Dezember in der Elbphilharmonie präsentiert. Sie erntete damit sehr viel Applaus und Bravo-Rufe und kam um eine Zugabe nicht herum. Auch anschließend hagelte es nur so Komplimente, über die sich die Speeldeeler um ihre Vorstandssprecherin Carina Kaiser ganz besonders freuten. Übrigens: Der nächste Ball dert Seefahrt wird am 1. Dezember 2018 gefeiert.

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