Absolventen- und Promotionsfeier an der TUHH

Das traditionelle Hutwerfen am Ende des Studiums ist auch an der TUHH guter Brauch geworden. foto:Hauke Gilbert

Heute sind wir noch einmal Studenten“
Absolventen– und Promotionsfeier an der TUHH

Harburg. Aufgeregtes Getuschel hier, nervöses Zupfen an Schärpe und Barrett dort, dazu, wo man auch hinsah, stolze Eltern: Bereits vor Beginn der Absolventen– und Promotionsfeier der Technischen Universität Hamburg (TUHH) war zu spüren, dass dies ein ganz besonderer Abend für alle Anwesenden war. Und so begrüßte Professor Garabed Antranikian die rund 1200 Gäste zum auch für ihn als TUHH-Präsidentenschönsten Tag“ des Jahres.
Es war ein mehrsprachiges Willkommen, das Professor Antranikian in der Friedrich-Ebert-Halle aussprach, waren doch junge Ingenieure, Familienmitglieder und Freunde aus 25 Nationen – von Albanien und Ecuador über Japan und Jemen bis hin zu Moldawien und Vietnam – vertreten. Von den insgesamt 590 Absolventen, darunter 54 Doktoranden, nahmen 340 die Urkunden zum Bachelor of Science, Master of Science und Doktortitel in den Ingenieurwissenschaften persönlich entgegen.
Stolz schaute Antranikian über die Stuhlreihen, während er den frisch gebackenen Absolventen angesichts von Klimawandel, Ressourcenmangel und steigender Bevölkerungszahlen mit auf den Weg gab: „Unsere Welt muss beschützt werden, dafür brauchen wir die besten Ingenieure. Dafür brauchen wir Sie.“
Festredner Lars Reger nahm die Gäste mit auf eine Reise durch seinen eigenen, die gefassten Pläne immer wieder durchkreuzenden Werdegang vom Traum des kleinen Jungen, etwas Großartiges erreichen zu wollen, zum Chief Technology Officer Automotive von NXP Semiconductors, der daran arbeitet, die Zahl der Verkehrstoten durch autonomes Fahren drastisch zu verringern. „Ihr steht an der Speerspitze dieser Innovationen“, sagte Reger dem Auditorium: „Ich kann euch nur raten: Überplant eure Zukunft nicht, vertraut auf eure Ausbildung, seid furchtlos, bleibt hungrig und tollkühn.“
Bente Rathmann, Masterin in Energietechnik, und Anton Schneider, Master im Wasser- und Umweltingenieurwesen, riefen ihre Mitabsolventen indessen dazu auf, sich auf dem Weg in den neuen Lebensabschnitt stets zu fragen: Wohin willst du die Gesellschaft führen ­– und wie? „Wir sind für die Technik verantwortlich, die wir zur Verfügung stellen“, sagte Rathmann. „Doch heute sind wir noch einmal Studenten“, schloss Schneider: „Also lasst uns ausgelassen feiern – und morgen richtig lange ausschlafen!“

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