„Wir brauchen diese Stelle“

Wenn es nach dem Willen der SPD gehe, sollen nicht nur die bestehenden Stellen der Schulsozialarbeit dauerhaft abgesichert sein, sondern auch das Gymnasium eine Stelle für diese wertvolle Arbeit im Schulleben erhalten, fordert Tobias Handtke. Foto: T. Handtke

„Wir brauchen diese Stelle“
SPD fordert finanzielle Absicherung

(mk) Neu Wulmstorf. Bereits seit einigen Jahren wäre es die SPD in Neu Wulmstorf und im Landkreis Harburg gewesen, die sich für die Schulsoziarbeit an den Schulen eingesetzt habe und diese auch mit kommunalen Mitteln finanziert hätte, bis das Land für diese Aufgabe flächendeckend Verantwortung zeichnet, erläuterte der SPD-Fraktionsvorsitzende Tobias Handtke. Dieser sei guten Mutes, dass seine Initiative für die Gemeinde auch auf der Kreisebene auf Wohlwollen stoße.
Mit dem erneuten Vorstoß in diese Richtung wäre im Schulausschuss der Gemeinde Neu Wulmstorf nun eine mehrheitliche Empfehlung für die dauerhafte finanzielle Absicherung der vorhandenen Stellen erzielt worden.
Ein neuer Anlauf der SPD wäre dann die Präzisierung des eigenen Antrages, bezogen auf die Situation am Gymnasium Neu Wulmstorf, das bislang keine Stelle vorgehalten habe. Wenn es nach dem Willen der SPD gehe, sollen nicht nur die bestehenden Stellen dauerhaft abgesichert sein, sondern auch das Gymnasium eine Stelle für diese wertvolle Arbeit im Schulleben erhalten, führt Handtke aus. „Wir wissen, dass wir hier keine formale Zuständigkeit haben, aber es sind unsere Schülerinnen und Schüler, für die wir uns moralisch verantwortlich fühlen. Diese Lücke, die wir dort haben, wollen wir schließen, bis das Land diese Aufgabe übernimmt“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende. Er sei zuversichtlich, dass auch dafür eine Mehrheit im Gemeinderat erzielt wird. So sei es auch nicht zufällig, dass ein ähnlicher Antrag der SPD zur Ausweitung der Schulsozialarbeit vor einigen Wochen auf Kreis­ebene gestellt wurde. Ob die Sozialdemokraten im Landkreis dafür eine politische Mehrheit erzielen und somit die Kosten zur Hälfte zwischen Gemeinde und Landkreis geteilt werden können, bleibe abzuwarten. Die Richtung für die Gemeinde sei klar und wurde nun formuliert, so Handtke. „Wir wollen und brauchen diese Stelle am Gymnasium. Es ist nicht zu vermitteln, dass nach der Grundschulzeit Schülerinnen und Schüler diese Anlaufstelle nicht mehr in ihrem Schulalltag erfahren können. Die Schwierigkeiten und Herausforderungen lösen sich durch Übertritt auf das Gymnasium nicht in Luft auf“, betont der Schulausschussvorsitzende und SPD-Ratsherr Sven Gottschewsky. Zur Vollständigkeit sei erwähnt, dass die neue Oberschule die Stelle Schulsozialarbeit von der Hauptschule übernehmen wird.
Die Thematik „Schulsozialarbeit“ war auch Gegenstand der Gespräche, die Vertreter der SPD-Fraktion
mit Vertretern der Schulelternräte aller Schulen geführt haben. „Im Frühjahr des Jahres waren wir uns einig, dass wir noch mehr tun müssen. Dieser Gesprächsfaden und der Austausch, den wir schon seit längerer Zeit pflegen, ist ganz einfach der Nährboden für gute Politik, die wir an verschiedenen Funktionen in dieser Gemeinde voranbringen wollen“, lobt Handtke die Schulelternräte und freut sich über die bisherige wertvolle Zusammenarbeit. Für die Sozialdemokraten sei dieser Vorstoß eine der Maßnahmen, die notwendig sind, damit die allgegenwärtige Forderung „Bildung ist das Wichtigste“ auch kommunal Bedeutung erfährt. „Mit dem Ausbau der Grundschulen zum Ganztagsangebot, der kommenden neuen Oberschule und der durchgängigen Schulsozialarbeit an allen Schulen in dieser Gemeinde wird deutlich, dass bei uns Investitionen in Bildung nicht nur gefordert werden, sondern auch danach gehandelt wird. Das steht Neu Wulmstorf gut zu Gesicht. Es ist die beste Investition in die Zukunft, die Zukunft unserer Kinder und deren Ausbildung“, erklärt Handtke abschließend.

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