Schluss mit der Altkleidervermüllung.
System wird ab dem 1. Januar 2026 neu aufgestellt.
Die Altkleidersammlung in der Gemeinde Neu Wulmstorf wird ab dem 1. Januar 2026 neu aufgestellt, unter anderem mit einem neuen zentralen Standort am Baubetriebshof. In der Gemeinde hat sich die Situation an und um Altkleidercontainer in den letzten Jahren zunehmend verschärft. Viele Container wurden seltener geleert und die Reinigung der Standorte war oft unzureichend. Trotz aller Bemühungen nahm die Vermüllung rund um die Sammelstellen nicht ab. „Es ist inakzeptabel, dass die Abgabe von Altkleidern regelmäßig zu wilden Müllkippen führt. Das Hinterlassen von Müll neben vollen Containern ist keine Kavalierslösung, sondern eine Ordnungswidrigkeit, die unser Gemeindebild massiv beeinträchtigt und erhebliche Kosten für die Allgemeinheit verursacht“, sagt Bürgermeister Tobias Handtke.
Aus diesem Grund hat die Gemeinde entschieden, die Sondernutzungserlaubnisse für die aktuellen Container-Standorte zum Jahresende 2025 auslaufen zu lassen. Ab dem 1. Januar 2026 werden keine neuen Anträge mehr genehmigt, mit Ausnahme des Standorts Johanniter-Rettungswache in Elstorf und hinter der Bushaltestelle in Elstorf-Bachheide.
Dies bedeutet, dass im Kernort künftig ausschließlich ein neuer Standort am Baubetriebshof für die Altkleiderabgabe zur Verfügung steht, da alle weiteren Standorte abgebaut werden.
Künftig stehen folgende Standorte für die Abgabe von Altkleidern bereit:
Baubetriebshof, Wulmstorfer Straße 99 (neu)
Elstorf-Bachheide hinter der Bushaltestelle „Am Kirchwald“ (bestehend)
Johanniter-Rettungswache in Elstorf, Lindenstraße 2a (bestehend)
Vom 1. Januar 2026 bis zum 31.12.2027 übernimmt die Firma Textil-Recycling Nord GmbH die Sammlung, regelmäßige Leerung und Reinigung der Standorte. Man setze sich mit Nachdruck dafür ein, dass die Sauberkeit und Ordnung an diesen Stellen gewahrt bleibe.
Die Gemeinde dränge darauf, dass der Landkreis seiner Zuständigkeit nachkomme und ein umfassendes Angebot für die Altkleidersammlung schaffe. Man sei zuversichtlich, dass durch aktuell geführte Gespräche eine nachhaltige und bürgerfreundliche Lösung für die Gemeinde und damit für den gesamten Landkreis geschaffen wird.
Die EU-Abfallrahmenrichtlinie sehe grundsätzlich vor, dass Textilien getrennt gesammelt und nicht im Restmüll entsorgt werden sollen. Der hohe Anteil an beschädigter oder verschmutzter Kleidung sei jedoch einer der Hauptgründe, warum viele Sammelstellen aufgegeben werden müssten. Beschädigte oder verschmutzte Textilien gehören in den Restmüll. Nur so könne man gemeinsam dazu beitragen, die Altkleidersammlung in Neu Wulmstorf sinnvoll und sauber zu gestalten. Für eine potenzielle Videoüberwachung an den Problemstandorten sei festzuhalten, dass zum aktuellen Zeitpunkt keine gesicherte Rechtsgrundlage für deren Durchführung vorliege. Man werde sich weiterhin intensiv mit diesem Thema befassen und die rechtlichen Rahmenbedingungen prüfen. Sollte eine positive rechtliche Einschätzung erfolgen, wird im Anschluss eine detaillierte Gegenüberstellung von Aufwand, Kosten und dem erwarteten Nutzen erfolgen, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde Neu Wulmstorf.

