„Ist elementar wichtig“

N. Dierks -Der Sprecher der Bürgervertretung Norbert Dierks heißt die Bejagung der Nutria gut

„Ist elementar wichtig“.

Bejagung von Nutrias begrüßt.

Die Hamburger Umweltbehörde BUKEA hatte am 28. November eine Pressemitteilung zur Regulierung des Nutria-Bestandes herausgegeben: Die Bejagung, die bislang nur in den Bezirken Bergedorf und Harburg möglich war, wurde auf das gesamte Hamburger Staatsgebiet ausgeweitet. Gleichzeitig wird die Schwanzprämie für nachweislich erlegte Nutrias von 7 auf 14 Euro angehoben. Die grüne Bürgerschaftsabgeordnete Dr. Gudrun Schittek begrüßt aus Gründen der Deichsicherheit die Entscheidung der BUKEA: „Auch im Süden Hamburgs gibt es immer mehr Berichte über Schäden durch Nutrias. Nutrias unterhöhlen Grabenränder, Ufer und Deiche. Der Schutz von Be- und Entwässerungsanlagen ist elementar wichtig für die tiefliegenden Gebiete im Hamburger Süden und den Obstanbau im Alten Land. Im benachbarten Landkreis Stade wird seit geraumer Zeit von durch Nutrias angerichteten Schäden an den Deichen und Entwässerungsgräben berichtet. Im Sommer 2025 wurde daher entschieden, die Nutria-Bekämpfung insbesondere aus wasserwirtschaftlicher Sicht, d.h. für den Hochwasser- und Deichschutz, zu verstärken.“ Auch wenn der BUKEA in Hamburg bislang keine größeren Nutria-Schäden an den Deichlinien gemeldet geworden seien, so Schittek, wurden mit dieser Bekanntgabe dem Hochwasserschutz und der Deichsicherheit vorsorgende Priorität eingeräumt. Aber auch in den anderen Hamburger Bezirken sollen die dortigen Entwässerungsanlagen und aus naturschutzfachlicher Sicht auch die Natur an den Hamburger Gewässern vor der invasiven Art geschützt werden, sagte Schittek. Auch die Bürgervertretung Neuenfelde-Francop-Cranz heißt die von der BUKEA angekündigten verbesserten Rahmenbedingungen zur Bekämpfung der durch Nutrias hervorgerufenen Schäden gut. Dies sei zum einen für die Sicherheit der Hochwasserschutzdeiche wichtig, bei denen man allerdings davon ausgehe, dass diese von der HPA regelmäßig und gründlich geprüft werden. Gleiches gilt für die Be- und Entwässerungsanlagen im Bereich des Alten Landes. Schwieriger sei diese Kontrolle bei der Vielzahl von Grabenrändern um die Obstfelder herum. Wenn diese von Nutrias ausgehöhlt würden, gehe davon eine unmittelbare Gefahr beim Befahren mit Traktoren und anderen Fahrzeugen aus. Umso wichtiger sei es, dass in ausreichender Zahl effektive Lebendfallen zur Verfügung gestellt würden. Die Ankündigung der BUKEA lässt darauf hoffen, dass dies geschieht, betonte der Sprecher der Bürgervertretung, Norbert Dierks. Um die Ausbreitung und die Auswirkungen der Nutria in Hamburg besser erfassen zu können und gezielter Maßnahmen zu ergreifen bittet die Behörde darum, Sichtungen, Vorkommnisse und Schäden im Zusammenhang mit Nutria, insbesondere an Hochwasserschutzanlagen, über die E-Mailadresse invasive-arten@bukea.hamburg.de oder die Jäger Jagdkreis IV – Gido Hollmichel, Tel. 040 7962287 oder Fax 040 7966685 (Bezirk Harburg einschließlich Wilhelmsburg, Finkenwerder und Waltershof) zu melden.