Prunkpforte saniert.
Holzbau soll wieder auf Sockeln stehn.
Der Regionalausschuss Finkenwerder hatte dem Antrag mit den Stimmen von SPD, CDU und FDP noch im September zugestimmt: Die Prunkpforte am Eingang zum Alten Friedhof am Finkenwerder Landscheideweg muss saniert werden. Der Zahn der Zeit hat an der Holzkonstruktion genagt und auch ihre Standfestigkeit war bedenklich, denn das Holz war mancherorts morsch.
Weil der Alte Friedhof, auf dem keine Bestattungen mehr durchgeführt werden, ein historisch wertvoller Ort für Finkenwerder ist – auf dem Gelände befindet sich unter anderem die von Fritz Schumacher entworfene kleine Kapelle von 1926 – und drüber hinaus mehrere Denkmäler für die beiden Weltkriege und für die auf See Gebliebenen existieren, wurde diese Sanierungsmaßnahme beschlossen.
Am Montag nahm die Firma Zimmerleute.Kollektiv GmbH die Abeiten in Angriff. Zuerst wurde die Konstruktion aus den Jahren 1926/27 mittels eines Gerüsts einen halben Meter angehoben, dann die schadhaften Holzteile herausgesägt und -gefräst und durch intakte Balken ersetzt. Am Donnerstag fehlten allerdings noch der „Unterbau“ und die Sockel, denn ursprünlich hatte die Prunkpforte – auch sie wurde nach Plänen von Fritz Schumacher errichtet – tatsächlich auf Backsteinsockeln gestanden.

