SPD: Ein guter Schritt in Richtung Schwimmfähigkeit

SPD -Natalia Sahling

SPD: Ein guter Schritt in Richtung Schwimmfähigkeit.

Schulbehörde: Konzept zum Schulschwimmen nach Corona.

Gleich zweifach beschäftigte sich die SPD-Fraktion Harburg mit dem Schulschwimmen. Während sie in einer Anfrage nach den Auswirkungen der Schließungen der Schwimmbäder auf die Schwimmfähigkeit der Harburger Grundschüler zielte, forderten die Harburger Genossen in einem parallelen Antrag ein Konzept zur Sicherung der Schwimmfähigkeit für die betroffenen Kinder. „Für 1.325 Schülerinnen und Schüler im Bezirk sind die Schwimmkurse entfallen“, berichtete Natalia Sahling, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD. Hamburgweit seien rund 4.000 Kinder betroffen, so Sahling weiter. Sie hatten maximal vier der vorgesehen 18 Schwimmeinheiten. „Jetzt hat die Schulbehörde ein Konzept vorgelegt, das weitgehend unsere Vorstellungen aus dem Antrag aufgreift“, freut sich die die Abgeordnete.
Sahling verweist dabei auf die Durchführung von Ferienkursen und die Vergabe von Gutscheinen für Schwimmkurse bei der Bäderland Hamburg GmbH. Für die betroffenen Kinder könne aktuell an den Schulen eine Anmeldung für die Kurse in den Frühjahrsferien erfolgen. Alternativ bestünde die Möglichkeit, dass ein Gutschein für einen Kurs bei Bäderland angefordert wird. Die Ferienkurse werden unter dem Vorbehalt angeboten, dass sie auch unter Corona-Bedingungen überhaupt durchführbar sind.
„Eine gute Schwimmfähigkeit ist lebensrettend und muss unbedingt gewährleistet sein“, führt Benizar Gündoğdu, Fachsprecherin für Bildung der SPD im Bezirk Harburg aus. Seit 2013 sei das Schulschwimmkonzept optimiert und in die professionelle Betreuung durch Bäderland und Verein Aktive Freizeit gelegt worden, berichtet sie. Seither gebe es klare Vorgaben, welche Ziele erreicht werden sollen. Gündoğdu: „Am Ende des Schwimmunterrichts in der Primarstufe sollen mindestens 95 % der Schülerinnen und Schüler die schwimmvorbereitende Prüfung ‚Seepferdchen‘ absolviert haben; davon mindestens 70 % der Schülerinnen und Schüler die Bedingungen des Jugendschwimmabzeichens ‚Bronze‘ erfüllen und davon mehr als 5 % zusätzlich das Jugendschwimmabzeichen „Silber“ erworben haben.“ Zum Ende der Grundschulzeit 2018/19 lagen die Zahlen spürbar unter diesen Werten. Von den damals 1.287 Kindern im Bezirk hatten lediglich 78% mindestens das Seepferdchen und nur 42,3 % das Schwimmabzeichen in Bronze oder höher. Damit liegt unser Bezirk deutlich unter den Hamburger Durchschnittswerten von 86,6 bzw. 62,8 %. Da besteht noch Handlungsbedarf und deshalb ist es gut, dass hier für die betroffenen Kinder eine Lösung geschaffen wurde.“