Kockmann geht, Hauschild kommt

mk - Der ehemalige 1. Vorsitzende des Gewerbevereins Neu Wulmstorf Frank Kockmann (l.) gratulierte seinem Nachfolger Marco Hauschild.

Kockmann geht, Hauschild kommt

Gewerbeverein Neu Wulmstorf wählte neuen Vorstand

Der Gewerbeverein Neu Wulmstorf hat einen neuen Vorstand. Auf der jüngsten Jahreshauptversammlung am 9. April in den Räumlichkeiten des Rising Soul Centers wurde Marco Hauschild einstimmig zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Als 2. Vorsitzender fungiert ab sofort Patrick Solle (Werbeagentur INDIGOKIND), der alle Stimmen der anwesenden Mitglieder auf sich vereinen konnte. Zusammen mit seinem Bruder Jannis soll sich Patrick Solle auch um einen modernen Online-Auftritt des Gewerbevereines Neu Wulmstorf kümmern. Auch Kassenwart Ralf Rappsilber trat nicht wieder an. Seine Stelle nimmt nun Jochen Lindemann ein, der ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Kockmann und Rappsilber führten als Gründe für den Rückzug aus dem Vorstand berufliche Gründe an. Beide hätten sich vor Kurzem beruflich verändert, da wäre die Zeit zu knapp bemessen, erklärten die nun ehemaligen Vorstandsmitglieder.
In seiner Bilanz ließ Kockmann aber auch durchblicken, dass seine anfängliche Euphorie nüchternen Pragmatismus gewichen wäre. Da er nicht den Rückhalt bei allen Mitgliedern zur Umsetzung seiner ambitionierten Pläne gehabt hätte, konzentrierte er sich auf das Machbare wie beispielsweise die Konsolidierung der Finanzen. Zurzeit stünde der Gewerbeverein Neu Wulmstorf finanziell so gut wie nie zuvor da, so Kockmann. Ihm wäre es eine Freude gewesen mit vielen interessanten Personen Bekanntschaft gemacht zu haben. Dazu zählte er neben Erich Körn, Martina Degenhard oder Ralf Rappsilber auch Gerhard Peters. Obwohl er mit Peters einige Sträuße habe ausfechten müssen, hätte er vom CDU-Politiker zahlreiche positive Dinge mitnehmen können. Kockmann: „Peters ist ein Urgestein.“ Die vom Gewerbeverein Neu Wulmstorf organisierten Veranstaltungen NeuWuWo und Autowelt seien Erfolgsmodelle. Auch das seit Oktober 2017 ausgerichtete Unternehmerfrühstück wäre gut angenommen worden. Mit Politik und Verwaltung habe es ein einvernehmliches Auskommen gegeben.
Als peinlich bezeichnete Kockmann hingegen die Ereignisse rund um den 40-jährigen Geburtstag des Gewerbevereins. Da lediglich 21 Personen zugesagt hätten, wurde das Fest abgeblasen. Kockmann: „Das ist eine Lachnummer gewesen. Ich denke, so etwas schadet dem Verein extrem.“ Im Großen und Ganzen ginge er jedoch mit einem guten Gefühl aus dem Vorstand heraus, bekannte Kockmann.
Sein Nachfolger konnte brühwarm über die Unwägbarkeiten bei der Planung der NeuWuWo berichten. Die Gemeinde wollte die Traditionsveranstaltung „auffrischen“, hätte vorgeschlagen, dass sich viele Vereine und Organisationen aus der Region Neu Wulmstorf am Event beteiligen. Die Rede sei von einem Familien- und Kinderfest, Aktionen wie Segeln auf dem Schulsee und Infostände zu aktuellen Themen. Der Gewerbeverein habe mit der Gemeinde einen Kompromiss vereinbart. Freitags und sonntags sollte alles wie gewohnt verlaufen, aber am Sonnabend sollten neue Teile in das Programm eingeflochten werden. Nach einigen Hin und Her habe die verantwortliche Person, die sich für die Neuerungen eingesetzt habe aber vollkommen zurückgezogen – nun werde die NeuWuWo 2018 wieder ganz nach dem alten Muster ablaufen, erklärte Hauschild. Dieser wollte sich auf eine Fortsetzung der NeuWuWo 2019 nicht festlegen – wie stets dreht es sich ums Geld. Da die Gemeinde die Ausfallbürgschaft in Frage gestellt habe, hänge auch die Neu WuWo in der Luft. Will die Gemeinde die Ausfallbürgschaft für die NeuWuWo dem Gewerbeverein nicht mehr genehmigen, sei diese Veranstaltung am Ende. Es liege in der Hand der Gemeinde, sagte Hauschild.
Dieser will an bewährten Aktionen festhalten, setzt aber auch neue Akzente. Wie beispielsweise die Informations- und Netzwerkveranstaltungen in Zusammenarbeit mit der IHK, dem BVMW und befreundeten Wirtschaftsvereinen. Bei echter Resonanz sollen diese Treffen regelmäßig stattfinden. Wichtig sei für ihn, dass die Neu Wulmstorfer Unternehmer mit einem „Wissenszuwachs“ solche Veranstaltungen verlassen. Auch der Spaß solle nicht zu kurz kommen. Stammtische und Grillabende im Sommer sollen wiederbelebt werden, kündigte Hauschild an.

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