Schlagwort: Allgemein

  • Naturerlebnisse rund ums Heidehaus

    Naturerlebnisse rund ums Heidehaus

    Naturerlebnisse rund ums Heidehaus

    Veranstaltung für Familien am 20. Mai

    Am 20. Mai ab 15 Uhr veranstaltet das Naturschutz Infohaus Fischbeker Heide ein Erlebnistag für die Familien mit Kindern. Auf dem Gelände des Hauses wird Ludmila Wieczorek (LSS) mit den Teilnehmern auf Entdeckungstour gehen, die Spuren der Tiere erklären, den Bienenkasten erkunden und die Lebewesen im Teich beobachten. Außerdem können Familien auf einer Infohaus-Rallye spannende Dinge über das Naturschutzgebiet erfahren. Die Veranstaltung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten. Treffpunkt ist das Naturschutz-Infohaus Fischbek, Fischbeker Heideweg 43a, 21149 Hamburg Die Dauer der Veranstaltung beträgt zwei Stunden.

  • Zollbarkasse PRÄSIDENT SCHAEFER unter Denkmalschutz gestellt

    Zollbarkasse PRÄSIDENT SCHAEFER unter Denkmalschutz gestellt

    Zollbarkasse PRÄSIDENT SCHAEFER unter Denkmalschutz gestellt

    Schiff wurde in die Liste der beweglichen Denkmäler aufgenommen

    Mittlerweile befinden sich zwanzig Schiffe im Verzeichnis der beweglichen Denkmäler der Freien und Hansestadt Hamburg. Darunter sind auch mehrere historische Behördenschiffe wie die als Peildampfer gebaute, ehemalige Senatsbarkasse SCHAARHÖRN von 1908, die ehemalige Arztbarkasse HAFENDOCKTER von 1929 und die ehemalige Polizeibarkasse OTTO LAUFFER von 1927-28. Die 1925 gebaute Zollbarkasse PRÄSIDENT SCHAEFER ist das zuletzt eingetragene bewegliche Denkmal Hamburgs. Weitere Schiffe werden derzeit vom Denkmalschutzamt auf ihren Denkmalwert untersucht.
    Jana Schiedek, Staatsrätin der Behörde für Kultur und Medien: „Kaum etwas ist so prägend für Hamburg wie der Hafen. Nicht umsonst wird am kommenden Wochenende bereits der 829. Hafengeburtstag gefeiert. Die zum Hamburger Hafen gehörenden Wasserfahrzeuge sind wichtige Geschichtszeugnisse und bereichern das maritime Kulturerbe unserer Stadt. Die Eintragung der Zollbarkasse PRÄSIDENT SCHAEFER als bewegliches Denkmal ist Ausdruck der Würdigung des historischen Schiffsbestandes in Hamburg und leistet einen wichtigen Beitrag, dass auch auf künftigen Hafengeburtstagen die Geschichte des Hafens lebendig erlebbar sein wird.“
    Schiffseigner Till F. Braun: „Die PRÄSIDENT SCHAEFER verkörpert vieles für mich: Kindheitserinnerungen an den Wasserzoll und den Freihafen, an die kleinen Hamburger Werften, die so viele Barkassen gebaut haben. Sie steht aber auch beispielhaft für den ehrenamtlichen Betrieb der Schiffe im Museumshafen Oevelgönne. Ich freue mich über die Unterschutzstellung, sie ist ein wichtiger Beitrag zur Wahrung des maritimen Erbes der Stadt.“
    Die 1925 in Hamburg gebaute Zollbarkasse PRÄSIDENT SCHAEFER ist rechtzeitig zum 829sten Hafengeburtstag in die Liste der beweglichen Denkmäler der Freien und Hansestadt Hamburg aufgenommen worden. Aus diesem Anlass wird das Schiff gemeinsam mit der in Finkenwerder restaurierten Hafenarztbarkasse HAFENDOCKTER ex HAFENARZT 1 die Parade der Traditions- und Museumsschiffe beim Hafengeburtstag anführen.
    1924 gab die Oberfinanzdirektion zwei identische Zolldampfbarkassen in Auftrag, von denen die PRÄSIDENT SCHAEFER als zweites in Fahrt kam. Das nach dem ehemaligen Senator und Finanzamtspräsidenten Bruno Louis Schaefer benannte Boot wurde zunächst an verschiedenen Zollämtern zur Abfertigung eingesetzt. 1959 erfolgten ein Umbau von Dampf- auf Dieselbetrieb sowie Veränderungen der Decksaufbauten. Auf diese Weise versah die PRÄSIDENT SCHAEFER fast 60 Jahre ihren Dienst mit Kontrollfahrten im Hamburger Hafen. Zuletzt diente das Boot der Zollreparaturwerkstatt als Schlepper und Fahrzeug zur Beförderung von Dienstpost und Trinkwasser zu den schwimmenden Dienststellen. Der 1959 installierte Jastram-Dieselmotor ist noch immer in Betrieb.
    Nach Schließung der Zollreparaturwerkstatt 1982 wäre mit der Außerdienststellung auch die Verschrottung der Barkasse besiegelt gewesen, wenn sich nicht das Museum für Hamburgische Geschichte 1985 zur Übernahme entschlossen hätte. Damit konnte eine Lücke in der Reihe historischer Behördenfahrzeuge geschlossen werden. Zehn Jahre später wurde das Schiff von der Kulturbehörde an einen Privateigner verkauft und wird fortan der Nachwelt als Zeugnis für historische Schifffahrt und Technologie im Museumshafen Oevelgönne erhalten.
    Während des Hafengeburtstages vom 10. bis 13. Mai wird die PRÄSIDENT SCHAEFER, die wie der HAFENDOCKTER ihren ständigen Liegeplatz im Hamburger Hafen hat, wieder kleine Ausfahrten für interessierte Gäste anbieten. Anmeldungen sind möglich unter www.hafenduft.de.

  • „Dann stehe ich sofort auf einem Radweg!“

    „Dann stehe ich sofort auf einem Radweg!“

    „Dann stehe ich sofort auf einem Radweg!“

    Bürger protestieren gegen alternative Veloroute

    Im Bereich Neugraben-Fischbek fanden vor Kurzem Vermessungsarbeiten zur Feststellung verschiedener Varianten zur Führung der Velo-Route 10 statt. Im Speziellen wurde eine alternative Führung zum Verlauf durch die Straße „In de Krümm“ geprüft. Das geprüfte Teilstück befindet sich in einer Reihenhaussiedlung, abgehend von der Straße „Im Neugrabener Dorf“ parallel zur Bahnlinie. Es befinden sich dort Reihenhäuser, welche durch einen Fußweg front- und rückseitig erschlossen werden. Die alternative Teilabschnitt der Veloroute würde also genau zwischen zwei Häuserzeilen durchführen – was auf energischen Protest der Anwohner stößt. „Dann stehe ich sofort auf einem Radweg, wenn die Veloroute hier tatsächlich gebaut wird. Das geht gar nicht. Wenn die Radfahrer in beiden Richtungen diesen Weg benutzen dürfen, sind Unfälle mit spielenden Kindern oder erwachsenen Passanten programmiert. Das ist sehr gefährlich“, schimpft Marie Meyert, die seit Mitte der 1970er-Jahre Im Neugrabener Dorf wohnt. Zustimmend pflichten ihr Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei.
    Sie alle sind zum Lokaltermin mit dem Neuen RUF zusammengekommen, um ihre Ablehnung deutlich zu machen. Auf die Schliche gekommen war Meyert den vermeintlichen Velorouten-Planungen durch Zufall. Vor Kurzem habe sie einen Mann beim Vermessen des Durchgangs „überrascht“. Sie stellte ihn zur Rede, was er da denn mache. Erst zeigte er sich wortkarg, dann plauderte er doch einiges aus. Was die Anwohner ebenfalls auf Zinne treibt ist die Tatsache, dass man für die Veloroute keine baulichen Mühen scheue. Der Umbau des bisherigen Fußweges zum Radweg würde eine Verbreiterung um die Hälfte bedeuten. An anderen Stellen in der Straße In de Krümm würde den Fußgängern aber nur ein knapp 50 Zentimeter breiter Fußstreifen zur Verfügung stehen. Um einen breiteren Fußgängerweg hier würde sich die Verwaltung nicht kümmern, kritisiert eine andere Frau. Und noch ein Punkt stößt den Bürgern übel auf: Auch die Einfädelungssituation auf die Straße „Im Neugrabener Dorf“ berge Risiken, da die Sicht hier durch parkende Fahrzeuge eingeschränkt wäre. Ein großflächiger Wegfall von Parkplätzen wäre wohl die Folge. Von den umfänglichen Baumaßnahmen einmal ganz abgesehen, moniert Meyert ungehalten.
    Der CDU-Bezirksabgeordnete Lars Frommann hört sich die Kritik der Bürger ruhig an. Er weiß um die Brisanz der alternativen Velo-Routenführung. „Eine Führung der Velo-Route durch das Wohngebiet als kombinierter Geh- und Radweg würde zwar einen geringen zeitlichen Vorteil für die Nutzer der Route schaffen, aber für die dort wohnende Bevölkerung und für die Nutzer des dann nicht mehr vorhandenen reinen Fußweges (z.B. Schulkinder der Grundschule Neugraben und ältere Anwohner) eine erhebliche Einschränkung bedeuten. Da der Weg nicht gänzlich einsichtig ist, kann eine gleichzeitige Nutzung für Fußgänger und Fahrradfahrer ein hohes Gefahrenpotenzial bergen. Ebenso würde der Verlauf direkt an den Grundstücksgrenzen erfolgen, sodass ein Heraustreten vom Grundstück auf die Route erfolgen würde“, erläutert der CDU-Mann die Problematik. Für die kommende Sitzung der Bezirksversammlung hat er schon einen Antrag gestellt. „Die Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, die planende Dienststelle aufzufordern, vor Realisierung alternative Varianten seitens der Verwaltung für den Verlauf der Veloroute 10 im IBV aufzuzeigen, um abzustimmen, welche weiter verfolgt werden sollen. Des Weiteren möge erläutert werden, aus welchem Grund die Route überarbeitet wird. Darüber hinaus möge vorgestellt werden, an welchen Stellen ebenfalls Überlegungen zur Verlaufsänderungen dieser oder anderer Velorouten im Bezirk stattfinden“, lauten die wichtigen Passagen seines Antrages.

  • „Da lassen wir die Finger davon!“

    „Da lassen wir die Finger davon!“

    „Da lassen wir die Finger davon!“

    Waldsiedlung: SPD distanziert sich von Projekt

    Über ein Jahrzehnt war sich die Politik in Neu Wulmstorf beinahe grundsätzlich einig, dass als Gegenentwurf zum Hamburger Neubaugebiet NF-66 (heute Fischbeker Heidbrook) eine Waldsiedlung mit rund 60 hochwertigen Einfamilienhäusern und großen Grundstücken bis zu 3300 Quadratmetern auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz entstehen sollte. Aber mit der Sitzung des Bauausschusses am 8. Mai gehört dieses Projekt wohl der Vergangenheit an. Grund: Nach den Ausführungen von Experten zu den Aspekten „Faunistische Erfassung, Faunistische Potenzialabschätzung und spezielle artenschutzrechtliche Prüfung“ hat sich mit der SPD bereits die größte Fraktion im Gemeinderat gegen die Waldsiedlung ausgesprochen. Ausschlaggebendes Moment wären laut SPD-Ratsherr und Bau-Ausschuss-Vorsitzenden Thomas Grambow die gravierenden und kostenintensiven Maßnahmen zum Schutz der Tiere gewesen. Laut Grambow habe es schon längere Zeit Bedenken gegen die Waldsiedlung in seiner Partei wegen der Zerstörung der Natur gegeben. Mit den Gutachten seien sie so groß geworden, dass die SPD sich gegen das Projekt entschieden habe.
    Bauchschmerzen bereiteten den Genossen laut Grambow folgende Passagen im Gutachten: „Zur Vermeidung von Verstößen gegen die artenschutzrechtlichen Zugriffsverbote (§44 BNatSchG) sind umfangreiche Maßnahmen notwendig. Da das Plangebiet in unmittelbarer Nähe lokal bedeutender Laichgewässer liegt, wird es zweimal pro Jahr von einer großen Zahl von Amphibien (darunter der streng geschützte Moorfrosch) durchwandert. Ohne Vermeidungsmaßnahmen wären aus zahlreichen Gründen (Straßenverkehr, Kellerschächte, Katzen und Hunde, Bordsteinkanten usw. als Hindernisse, …) hohe Verluste bei der Frühjahrswanderung und bei der Abwanderung der Amphibien von den Laichgewässern zu erwarten. Um diese Verluste während der Wanderungen zu minimieren, ist es notwendig, die Amphibien möglichst um das Wohngebiet herumzuleiten. Dazu wird eine fest installierte Leiteinrichtung halbkreisförmig um das geplante Wohngebiet herumgeführt. Zudem sind Vermeidungsmaßnahmen innerhalb des zukünftigen Wohngebietes, Maßnahmen zum Schutz der Laichgewässer und ggf. auch Maßnahmen während der Bauphase notwendig.“ Und weiter: Für Reptilien würden zwei Maßnahmenflächen an der Ostgrenze des Plangebietes sowie habitatverbessernde Maßnahmen in etwa 450 Meter südöstlich gelegenen Offenflächen vorgesehen. Durch eine zeitliche Begrenzung der Baufeldräumung zwischen dem 1.10. und dem 28.02. würden Verluste bei Brutvögeln und Fledermäusen vermieden, führten die Referenten aus. Weitere Vorschläge ihrerseits waren: „Vorhandene Nester hügelbauender Ameisen werden vor dem Beginn der Bauarbeiten umgesiedelt. Eine insektenfreundliche Beleuchtung im entstehenden Wohngebiet und an den Zufahrtstraßen vermindert die Beeinträchtigung von Insekten- und Fledermauspopulationen in der Umgebung. Als vorgezogene Ausgleichsmaßnahme werden in mindestens zwei Waldbereichen mit vorhandenem Altholzbestand östlich des Plangebietes Gruppen von Fledermaus-Nistkästen angebracht, wobei sowohl Spalten- als auch Höhlenkästen Verwendung finden. Um die ökologische Funktion der betroffenen Fortpflanzungs- und Ruhestätten für Vögel und Fledermäuse im räumlichen Zusammenhang trotz der flächigen Waldumwandlung langfristig zu erhalten, werden in der Nähe des Eingriffsgebietes vorhandene Waldbestände aufgewertet. Ziel ist die Entwicklung totholzreicher und höhlenreicher, relativ lichter Bestände, in denen sowohl für zahlreiche Brutvogelarten als auch für die Wälder besiedelnden Fledermausarten ein hohes Angebot potenzieller Fortpflanzungs- und Ruhestätten sowie ein reiches Nahrungsangebot vorhanden ist.“
    Angesichts dieser Ausführungen seien die Investoren laut Grambow nicht begeistert gewesen. Für den SPD-Politiker sei jedoch klar, dass die Kosten für diese Schutzmaßnahmen zu hoch wären. Zudem fragt Grambow, wer denn nach einer möglichen Realisierung dieser Vorkehrungen die Überprüfung übernehme. Vor diesem Hintergrund lautete die SPD-Entscheidung: „Da lassen wir die Finger davon!“ CDU-Fraktionsvorsitzender Malte Kanebley könne zwar die Bedenken der SPD nachvollziehen, käme aber trotzdem zu einem anderen Ergebnis. Für die CDU wäre die Waldsiedlung keine Herzensangelegenheit, aber man habe mit dem Bund 2004 einen Vertrag abgeschlossen. Kanebley: „Abgemacht ist abgemacht. Wir halten uns an Verträge“. Er frage sich, was nun mit dem Gebiet passiere, das dem Bund gehöre. Der SPD schreibe er ins Stammbuch, dass sie ihr „komisches Gebaren“ vor sich selbst verantworten müsse. UWG-Fraktionsvorsitzender Jan Lüdemann befürchtet wie Kanebley Schadensersatzforderungen. Er frage die SPD, was ein möglicher Ausstieg die Gemeinde Neu Wulmstorf koste. Auch Lüdemann zeigt über das SPD-Verhalten erstaunt: „Kurz bevor der Zug losfährt, nicht die Fahrkarte zu bezahlen, ist schlecht.“
    Inwieweit wirkt sich das Gutachten eigentlich auf den Fischbeker Heidbrook aus? Der RUF fragte bei der IBA nach. „Die beiden Gebiete „Waldsiedlung Neu Wulmstorf“ und Fischbeker Heidbrook lassen sich nicht vergleichen, da es sich beim Fischbeker Heidbrook um eine Konversionsfläche eines ehemaligen Kasernengeländes handelt. Die frühere Kasernennutzung und die dadurch hervorgerufene Flächenversiegelung wirkten sich sogar nachteiliger aus als die heutigen Nutzungen als naturverbundenes Wohnquartier.
    Wir haben Ihnen die entsprechenden Hinweise als dem Umweltbericht des Gebietes herausgesucht. Der Umweltbericht (Teil der öffentlichen Begründung zum B-Plan NF66) stellt zusammenfassend fest (S. 52): Insgesamt bleiben die durch den Bebauungsplan Neugraben-Fischbek 66 hervorgerufenen Auswirkungen auf die Schutzgüter deutlich hinter den bislang zulässigen – und auch im Zuge des Kasernenbaus baulich umgesetzten – Auswirkungen gemäß der Bebauungspläne Neugraben-Fischbek 18 und des Baustufenplans Neugraben-Fischbek zurück. Dies ist vor allen Dingen mit der Tatsache begründet, dass der Anteil versiegelter Flächen in der Planung deutlich geringer ist als bei der vormaligen Kasernennutzung (ca. 9 ha). Für die durch die Konversion des Areals betroffenen Arten stellt der Umweltbericht weiter (S. 51 f.) fest: Unter Berücksichtigung der bereits durchgeführten Vermeidungs-, Minderungs- und vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen für die im Plangebiet vorkommenden faunistischen Besonderheiten (Fledermäuse, Schleiereule, Mauersegler und Blauflüglige Ödlandschrecke) können artenschutzrechtliche Betroffenheiten ausgeschlossen werden“, erklärte die Leiterin Kommunikation und Marketing, Anke Hansing.

  • Nicht mehr Kreisvorsitzender

    Nicht mehr Kreisvorsitzender

    Nicht mehr Kreisvorsitzender

    Ralf-Dieter Fischer tritt zukünftig kürzer

    Eine Ära geht zu Ende – zumindest teilweise: Ralf-Dieter Fischer wird sich Anfang Juni nicht mehr um den Vorsitz des CDU-Kreisvorsitzenden bewerben. Nach Rücksprache mit seiner Familie und eingehenden Gesprächen mit den Ortsvorsitzenden sei er zu dem Entschluss gekommen. Außerdem werde er bald 70 Jahre alt, sagte Fischer. Er habe dieses Amt nun 17 Jahre inne gehabt, nun sollen Jüngere einmal ran. Als Nachfolger für das Amt des Kreisvorsitzenden habe er Uwe Schneider vorgeschlagen, der auch antreten wolle. Führende CDU-Granden hätten ihn aber beschworen, sich für den Stellvertreterposten im Kreisvorstand zur Verfügung zu stellen. Dies habe er zugesagt, so Fischer. Darüber hinaus habe man als Sonderregelung vereinbart, dass mit Katharina Schuwalski und Birgit Stöver zwei Frauen als Stellvertreterinnen kandidieren werden, erklärt Fischer. Dieser will noch für die Wahlen zur Bezirksversammlung 2019 antreten. „Aber nicht für die letzte Reihe“, macht Fischer deutlich. Er wolle in der aktuellen und in der nächsten Legislaturperiode den Fraktionsvorsitz innehaben, betont Fischer.
    Der charismatische CDU-Politiker nennt als Erfolge seines Wirkens als Kreisvorsitzender die Mitwirkung der CDU bei der politischen Gestaltung in Harburg. Und das mit der Schill-Partei, der damaligen GAL und aktuell mit der SPD. Das zeuge von Flexibilität zum Wohl Harburgs. Auch bei den Neubaugebieten habe die CDU unter seiner Führung viel erreicht. Problematischen Mietskasernen, wie sie beispielsweise in Neugraben (NF-65) geplant worden seien, wäre ein Riegel vorgeschoben worden. Die erfolgreiche Entwicklung des Harburger Binnenhafens und die Realisierung des neuen Verwaltungszentrums in Harburg fielen ebenfalls unter seine Ägide, sagt Fischer. Dieser will es auf Anraten seiner Familie etwas ruhiger angehen lassen – mehr Zeit zum Reisen und für die Kunst wolle er sich nehmen, so Fischer.