Einschränkungen durch G20-Gipfel in Wilhelmsburg?

Der Alte Elbtunnel wird während des G20-Gipfels aufgrund anstehender Arbeiten gesperrt. Foto: Thomas Wolf, www.foto-tw.de / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

Einschränkungen durch G20-Gipfel in Wilhelmsburg?
Alter Elbtunnel wird vier Tage gesperrt

 (au) Wilhelmsburg. Der G20-Gipfel steht kurz bevor: Am 7. und 8. Juli trifft sich die Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Hamburg. Bereits seit Wochen trainieren Polizei und Feuerwehr, um für das politische Treffen gewappnet zu sein. Für die Hamburgerinnen und Hamburger, insbesondere in der Innenstadt, wird es zu starken Einschränkungen im alltäglichen Leben kommen.
Inwiefern auch die Menschen in Wilhelmsburg betroffen sein werden, steht in den Sternen. Fakt ist, dass sich gerade diejenigen, die in die Innenstadt müssen oder wollen, mit einigen Hürden zu rechnen haben. So hat die Hamburg Port Authority (HPA) vergangene Woche bekanntgegeben, dass der St. Pauli Elbtunnel von Donnerstag, 6. Juli, 6 Uhr bis Sonntag, 9. Juli, 20 Uhr wegen anstehender Arbeiten komplett für den Verkehr gesperrt wird. Da während der Sperrung umfangreiche Wartungsmaßnahmen an der Steuerung der Aufzüge vorgenommen werden sollen sowie Arbeiten an der Fahrbahn und an den Wänden der Weströhre geplant sind, kann der Tunnel während der gesamten Zeit weder von Fahrzeugen noch von Radfahrern oder Fußgängern genutzt werden. Die Bereiche Kleiner Grasbrook und Steinwerder sind während der Sperrung über die Elbbrücken und den Veddeler Damm per Auto erreichbar.
In den sozialen Netzwerken stößt dieser Umstand bitter auf, von „Verarsche“ ist die Rede. So heißt es beispielsweise, die HPA solle einfach zugeben, dass der Alte Elbtunnel aus Sicherheitsgründen geschlossen werde und nicht wegen Wartungsarbeiten! Die Linksfraktion der Hamburgischen Bürgerschaft schreibt auf Facebook, dass das „ja mal ein Zufall“ sei. Und weiter: „Dass diese Maßnahme und vor allem ihr Zeitpunkt in irgendeinem Zusammenhang mit den im Hafen geplanten Protesten steht, werden die Verantwortlichen sicher weit von sich weisen.“ Laut Medienberichten sollen die Bauarbeiten lange geplant gewesen sein, der Termin sei aber durchaus bewusst gewählt, da durch die vielen Sperrungen sowieso mit wenig Verkehr zu rechnen sei und sich dieser Zeitpunkt dann anbieten würde.
Auch in Wilhelmsburg selber kann es zu verkehrlichen Einschränkungen durch Demonstrationen und/oder Aktionen kommen. Auf der Internetseite www.shutdown-hamburg.org haben G20-Gipfelgegner angekündigt, am 7. Juli den Hamburger Hafen lahmlegen zu wollen, als Treffpunkt wird Wilhelmsburg genannt.
Der HVV hat für die Zeit des G20-Gipfels ein Verkehrskonzept erstellt, das die Mobilität in der Stadt an den Gipfeltagen so weit wie möglich gewährleisten soll. Das Konzept gilt in der Zeit von Donnerstag, 6. Juli, ab 12 Uhr bis Sonnabend, 8. Juli um 20 Uhr. In diesem Zeitraum muss im Bereich der Innenstadt mit zeitweisen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Daher empfiehlt der HVV, das Auto stehen zu lassen und möglichst die U- und S-Bahnen zu nutzen.