Was ein Elefantenrüssel mit Bionik zu hat!

Karl Henri von der Stadtteilschule Wilhelmsburg war als erster mit seinem Modell fertig Foto: ein

Was ein Elefantenrüssel mit Bionik zu hat!.

Uni Hamburg an der StS Wilhelmsburg.

„Das ist cool. Ich habe richtig viel dazugelernt“, erklärt der dreizehnjährige Arin Calcali aus der Klasse 7c der Stadtteilschule Wilhelmsburg, während er aus buntem Papier Streifen für sein „Greifermodell“ ausschneidet. Soeben haben Arin und seine Klasse 60 Minuten mucksmäuschenstill dem Vortrag der Juniorprofessorin Linnea Hesse von der Universität Hamburg zum Thema Bionik gelauscht. Ein interessanter Einstieg gleich am ersten Tag nach den Hamburger Frühjahrsferien.
Der Begriff Bionik setzt sich aus den Silben der zwei Wörter Biologie und Technik zusammen. In der Bionik geht es darum, Strukturen und Funktionen in der Natur zu erkennen und diese für die Technik zu nutzen. Allen bekannt: Der Klettverschluss an Kleidung oder Schuhen. Er beruht auf den Eigenschaften der Pflanze „Klette“. Den Klettverschluss und weitere faszinierende Beispiele aus dem Bereich der Bionik erklärte Professorin Hesse den Jugendlichen anschaulich. Dabei gelang es ihr, sie gleich auf mehreren Ebenen zu packen: Neben der Faszination für die Bionik begeisterte sie die Klasse zudem für das Forschen an der Universität. Sie gab interessante Einblicke in das System Universität und spickte diese anhand ihres eigenen Lebenslaufes. Damit nahm sie den Jugendlichen Berührungsängste und ermunterte sie zum Studium.
Klassenlehrer Jarek Bielat zeigte sich mit der Aktion sehr zufrieden: „Endlich ein niedrigschwelliger Zugang zur aktuellen Forschung! Die Schüler*innen konnten Bionik hautnah erleben, ohne Vorkenntnisse – von der Klette bis zum Elefantenrüssel. Besonders erfreulich: Der Einblick in den Uni-Alltag und Prof. Hesses Werdegang weckte echte Berufsorientierungsideen, etwa für Studiengänge in Biologie oder Robotik.“
Nach der Theorie folgte dann die Praxis: Die „Juniorstudenten“ versuchten, den Greifer eines Elefantenrüssels nachzubauen. Learning by doing: Sie lernten die Struktur und Aufbau des Rüssels und des „Fingers“ kennen. Der Elefantenrüssel dient der Wissenschaft als Vorlage zur Weiterentwicklung der Roboter: Bionik! Am Ende setzte sich der Spieltrieb der Jugendlichen durch und sie probierten ihre Modelle aus.



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