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  • Besondere Form des Gedenkens

    Besondere Form des Gedenkens.

    SPD erinnert an NS-Verbrechen.

    Seit Jahren erinnern die Genossen der SPD-Fraktion im Regionalausschuss Süderelbe an die Verbrechen der Nazis, die auch bei uns vor Ort sichtbar waren. Einer dieser Gedenktage ist der 15. April, der Tag, an dem 1945 die Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen durch britische Truppen erfolgte. Dorthin wurden die jüdischen Frauen gebracht, die bis zum Februar 1945 im Lager in Neugraben lebten.
    Zum Gedenken wird auch dieses Jahr am 15. April von den Genossen eine Gedenkveranstaltung stattfinden. Doch die derzeit bestehenden Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus erfordern hierzu besondere Maßnahmen. Der Fachsprecher und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Holger Böhm erläutert: „Gedenken und Schutz der Bevölkerung in Einklang zu bringen, muss möglich sein. Daher haben wir ganz klare Handlungsanweisungen, wie wir es dieses Jahr umsetzen wollen. Am Mittwoch um 10 Uhr beginnt es damit, dass durch unsere Genossin Marion Wolkenhauer ein Gesteck an der Gedenktafel am Neugrabener Markt niedergelegt wird. Auf eine Ansprache wird diesmal verzichtet und wir wollen auch keine Gruppe vor Ort haben. Stattdessen werden wir, über den Tag verteilt, als Einzelpersonen den Ort aufsuchen und zum Gedenken jeweils einen kleinen Stein dort ablegen. Dabei fordern wir deutlich dazu auf, dass es sich nur um Einzelpersonen handelt. Die Weitläufigkeit des Marktplatzes wird es ermöglichen, dass sich nicht unnötigerweise Menschen zu nahe kommen. Für diejenigen, die keinen eigenen Stein mitbringen können, wird ein Behältnis mit einigen Steinen dort abgestellt sein.“
    Doch nicht nur die Mitglieder des Ausschusses werden ihre Anteilnahme leisten. So erklärt Böhm, dass jede und jeder an diesem Tag aufgefordert ist, den eigenen kleinen Gedenkstein abzulegen. Doch in aller Deutlichkeit fordert er auch dazu auf, sich an die Abstands- und Umgangsregeln zu halten. Abstand von mehreren Metern zueinander, keine Gruppenbildungen und ein möglichst kurzer, aber würdevoller Aufenthalt vor Ort.

  • Erreichbarkeit der Gemeinde

    Erreichbarkeit der Gemeinde.

    Außerhalb der Öffnungszeiten im Notfall.

    Die Gemeinde Neu Wulmstorf hat für Notfälle eine Rufbereitschaft eingerichtet, die über die Einsatzleitzentrale in Winsen/Luhe alarmiert wird. Die Rufbereitschaft der Gemeinde Neu Wulmstorf ist in erster Linie für Einsätze der gemeindlichen Gefahrenabwehr und des Katastrophenschutzes vorgesehen. In Notfällen rufen Sie deshalb die Einsatzleitzentrale in Winsen/Luhe unter 04171 60060 an.

  • Vogelschießen abgesagt

    Die Entscheidung ist gefallen: Das Vogelschießen des Eißendorfer Schützenvereins fällt in diesem Jahr (22. bis 24. Mai) aus. „Diesen Traditionstermin Ende Mai auf einen unbestimmten Zeitpunkt zu verschieben, wird unserem Fest nicht gerecht“, so Pressesprecherin Andrea Schröder. „Womöglich hätten die kommenden Majestäten nur ein halbes Königsjahr, dass möchten wir von keinem Mitglied fordern.“

  • Keinen Honig an Bienen verfüttern

    Keinen Honig an Bienen verfüttern.

    Deutscher Imkerbund warnt vor Einschleppung des Faulbruterregers.

    Blüten besuchende Insekten sind zunehmend bedroht. Das weiß mittlerweile fast jeder. Der Deutsche Imkerbund e.V. (D.I.B.) nennt seit Jahren einen der Gründe: Sowohl Honig- als auch Wildbienen und anderen Blüten besuchenden Insekten fehlt es immer öfter an vielfältigem Nahrungsangebot. Eine falsch verstandene Hilfe für Bienen sei allerdings das Füttern der Insekten mit Honig auf dem Balkon oder am Haus, warnt D.I.B.-Geschäftsführer Olaf Lück. „Diese gut gemeinten Angebote gibt es immer wieder, aber sie können genau das Gegenteil bewirken“, mahnt er. Denn zum einen sorgen sich Imkerinnen und Imker fachgerecht um ihre Bienenvölker, auch jetzt in der schwierigen Corona-Situation. Denn die Imkerei als Nutztierhaltung gilt bei den gegenwärtig geltenden Ausgangsbeschränkungen als systemrelevanter Teil der Landwirtschaft.
    Zum anderen stammen rund 75 % aller Honige, die in Deutschland im Handel erhältlich sind, aus dem Ausland. Weil ein überwiegender Teil der Importhonige die für den Menschen unschädlichen Sporen des Bakteriums Paenibacillus larvae enthält, kann ein Honigbienenvolk an dem gefürchteten Erreger der Amerikanischen Faulbrut erkranken. Das bestätigen Untersuchungen.
    Thomas Krieger, Vorsitzender Imkerverein Harburg-Wilhelmsburg u.U., weist seinerseits auf Folgendes hin: „Das Bakterium befällt die Brut der Honigbiene und zerstört diese. Dadurch fehlt es an Nachwuchs im Bienenvolk – es wird geschwächt und geht ein. Adulte Bienen können zwar nicht angesteckt werden, aber sie verbreiten die Sporen des Erregers und tragen dazu bei, dass sich die Seuche innerhalb eines Volkes und benachbarter Bienenstände schnell ausbreitet. Oftmals sind in kürzester Zeit Bienenvölker einer ganzen Region betroffen. Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine meldepflichtige Tierseuche. Bereits im Verdachtsfall muss der Amtstierarzt informiert werden. Dieser leitet dann die gesetzlich geregelte, staatliche Seuchenbekämpfung ein.“
    „Deshalb sollten Laien auf keinen Fall Bienen mit Honig füttern“, appelliert Olaf Lück und empfiehlt jedem Einzelnen, der Insekten unterstützen möchte: „Helfen Sie unseren Bienen, indem Sie ihnen in Ihrem unmittelbaren, persönlichen Nahbereich nektar- und pollenspendende Pflanzen anbieten.“
    Gärten, Balkone und Terrassen ermöglichen die Gestaltung abwechslungsreicher Lebensräume für alle Blüten besuchenden Insekten. Eine kräuterreiche Wiese statt englischem Rasen, die Pflanzung oder Saat bienenfreundlicher Stauden, Hecken, Bäume, der Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz sind nur einige Beispiele. Der D.I.B. hat auf seiner Homepage www.deutscherimkerbund.de (Rubrik Bienen und Bestäubungsleistung/Bienenweide) viele weitere Ideen zusammengetragen.
    Auch die Fütterung mit Zuckerwasser als Nahrungsquelle im Garten oder auf dem Balkon sollte tunlichst unterlassen werden. Denn diese Futterquelle kann dazu führen, dass z. B. die Honigqualität empfindlich leidet.

  • Besondere Form des Gedenkens

    Besondere Form des Gedenkens.

    SPD erinnert an Befreiung von KZ-Insassen.

    Seit Jahren erinnern die Genossinnen und Genossen der SPD-Fraktion im Regionalausschuss Süderelbe an die Verbrechen der Nazis, die auch bei uns vor Ort sichtbar waren. Einer dieser Gedenktage ist der 15. April, der Tag, an dem 1945 die Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen durch britische Truppen erfolgte. Dorthin wurden die jüdischen Frauen gebracht, die bis zum Februar 1945 im Lager in Neugraben lebten.
    In der Zeit vom 13. September 1944 bis zum 8. Februar 1945 wurde das am Falkenbergsweg gelegene Außenlager des KZ Neuengamme im oberen Bereich zu einem Frauenlager umgewandelt, in dem 500 junge jüdische Frauen schwere Arbeit verrichten mussten. Von da an war dieser Lagerkomplex das Frauenaußenlager Neugraben des KZ Neuengamme. Die 500 tschechischen Frauen waren zuvor nach der sogenannten „Selektion“ von SS-Ärzten als arbeitsfähig eingestuft worden und daher von Theresienstadt nach Auschwitz-Birkenau deportiert worden. Die Frauen, die dann von dort aus nach Hamburg transportiert wurden, kamen zunächst in das Lager Dessauer Ufer, einem Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme im Hamburger Stadtteil Veddel. Nach fünfmonatiger Haft im Außenlager Neugraben wurden sie ins Arbeitslager Tiefstack, ein weiteres Außenlager des KZ Neuengamme, gebracht. Mit der Abkommandierung der Frauen in das Außenlager Tiefstack wurde das Lager Neugraben am 8. Februar 1945 wieder aufgelöst. Von dort aus wurden die inhaftierten Frauen im Zuge der Räumung des KZ Neuengamme und seiner Außenlager im April 1945 nach Bergen-Belsen verlegt, wo sie eine Woche später von britischen Truppen befreit wurden. Dennoch starben viele Gefangene, darunter auch einige, die im Winter 1944/45 in Neugraben inhaftiert waren, an den Folgen der ständigen Unterernährung.
    Das Gedenken der Genossinnen und Genossen wird auch dieses Jahr am 15. April stattfinden. Doch die derzeit bestehenden Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus erfordern hierzu besondere Maßnahmen. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Holger Böhm erläutert: „Gedenken und Schutz der Bevölkerung in Einklang zu bringen, muss möglich sein. Daher haben wir ganz klare Handlungsanweisungen, wie wir es dieses Jahr umsetzen wollen. Am Mittwoch um 10 Uhr beginnt es damit, dass durch unsere Genossin Marion Wolkenhauer ein Gesteck an der Gedenktafel am Neugrabener Markt niedergelegt wird. Auf eine Ansprache wird diesmal verzichtet und wir wollen auch keine Gruppe vor Ort haben. Stattdessen werden wir über den Tag verteilt als Einzelpersonen den Ort aufsuchen und zum Gedenken jeweils einen kleinen Stein dort ablegen. Dabei fordern wir deutlich dazu auf, dass es sich nur um Einzelpersonen handelt. Die Weitläufigkeit des Marktplatzes wird es ermöglichen, dass sich nicht unnötigerweise Menschen zu nahe kommen. Für diejenigen, die keinen eigenen Stein mitbringen können, wird ein Behältnis mit einigen Steinen dort abgestellt sein.“
    Doch nicht nur die Mitglieder des Ausschusses werden ihre Anteilnahme leisten. So erklärt Böhm, dass jede und jeder an diesem Tag aufgefordert ist, den eigenen kleinen Gedenkstein abzulegen. Doch in aller Deutlichkeit fordert er auch dazu auf, sich an die Abstands- und Umgangsregeln zu halten. Abstand von mehreren Metern zueinander, keine Gruppenbildungen und ein möglichst kurzer, aber würdevoller Aufenthalt vor Ort.