„Wann endlich wacht die Bundesregierung auf?“

„Wann endlich wacht die Bundesregierung auf?“.

UVNord-Präsident Uli Wachholtz die jüngsten Corona-Beschlüsse.

„Warum Friseure aufmachen dürfen, nicht aber Einzelhändler, die mit deutlich größeren Abständen und aufwendigen Hygienemaßnahmen den Schutz von Kunden gewährleisten, das erschließt sich uns nicht. Die Beschlüsse sind wieder einmal unausgegoren, ungerecht und unsystematisch. Sowohl das Herangehen der Kanzlerin wie auch der verkrustete Föderalismus schaden dem Standort Deutschland massiv, in gesundheitlicher und in wirtschaftlicher Hinsicht. Wann endlich wacht die Bundesregierung auf?“, kritisiert UVNord-Präsident Uli Wachholtz die jüngsten Beschlüsse des Corona-Gipfels der Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder.
Die Stimmung der norddeutschen Wirtschaft, so Wachholtz, wäre nicht ganz so negativ, wenn es dem Bund wenigstens gelungen wäre, zugesagte Hilfen schnell und unbürokratisch auszuzahlen. Deutschland bekleckere sich bei der Pandemiebewältigung nicht gerade mit Ruhm. Beispiele gebe es dafür mehr als genug:
„Eine mehr oder weniger wirkungslose App, fehlendes WLAN und Glasfaser in Schulen, keine geeigneten Lernplattformen, Stoßlüften in Kitas und Grundschulen, eine im internationalen Vergleich blamable Impfquote zeigen eindrucksvoll, wo wir derzeit stehen, nämlich weit weg von einem Spitzenplatz“, moniert Wachholtz.
Für die nächsten Monate befürchte man, dass in Deutschland politische Entscheidungen oder Nicht-Entscheidungen geprägt sein werden von den sechs Landtagswahlen und der Bundestagswahl, was heiße, „dass wir im internationalen Vergleich deutlich weiter abfallen. Keine gute Voraussetzung für Arbeitsplätze und Wohlstand in Deutschland. Insolvenzen, Arbeitslosigkeit, weniger Ausbildungsplätze, wegbrechende Branchen werden Themen sein, mit denen wir uns alsbald beschäftigen müssen“, so Wachholtz abschließend.