Towers: Kein Stich in Crailsheim

Towers: Kein Stich in Crailsheim.

Lediglich 10 Minuten waren die Hanseaten ebenbürtig.

Pedro Calles: „Es war ein ausgeglichenes Spiel… für zehn Minuten. Ab dem zweiten Viertel mussten wir uns schweren Situationen stellen, die wir nicht bewältigen konnten. Wir sahen in diesem Spiel nicht gut aus. Aber trotz des Resultats bin ich stolz auf meine Spieler, sie haben trotz der Niederlage guten Charakter gezeigt.“ So fiel die Bilanz des Towers-Coaches nach der Niederlage in Crailsheim aus. 90:73 gingen die Hamburger in Baden Württemberg baden.
Maik Kotsar hatte sich mit seiner Schulterverletzung gar nicht erst auf die Reise in den Süden gemacht, Eddy Edigin fiel kurzfristig mit einem im Abschlusstraining erlittenen Nasenbruch aus. Punkte gab es in den ersten vier Minuten dennoch nur in Korbnähe. Justus Hollatz sorgte mit dem ersten Dreier der Partie für einen vorübergehenden Führungswechsel, räumte im Anschluss Ex-Teamkollege TJ Shorts mit einem Highlight-Block ab. Dennoch fehlte den Towers durch den Ausfall der beiden Big Men die gewohnte Abstimmung.
Weil sich die Crailsheimer im ersten Viertel jedoch ungewohnt unsicher aus der Distanz präsentierten (0/9), gehörte die Führung nach den ersten zehn Minuten dem Team von Pedro Calles. Den Beginn des zweiten Abschnitts diktierten dann erst mal die Hausherren, die Towers blieben fast drei Minuten punktlos. Dann vier schnelle Zähler von Justus Hollatz. Sie ermöglichten den kurzzeitigen Anschluss, ehe der Ex-Hamburger T.J. Shorts, mit dem sich die Hanseaten nicht über einen Verbleib an der Elbe einigen konnten, mit dem ersten Crailsheimer Dreier die Hypothek auf sechs Zähler anwachsen ließ. Zwei weitere Distanztreffer der Hausherren, die auch das Rebound-Duell deutlich dominierten, brachten den ersten zweistelligen Rückstand des Abends. Mit finsterer Miene forderte Pedro Calles die nächste Unterbrechung. Doch auch die konnte das Merlins Momentum nicht unterbrechen. Bis zur Halbzeit zogen die Gastgeber auf 21 Punkte davon.
Angesichts des hohen Rückstandes starteten die Hamburger mit einer defensiv orientierten Aufstellung in die zweite Hälfte und verkürzten nach zwei Ballgewinnen und Dreiern von DiLeo, Christen und Hollatz auf 13 Zähler. Nach dem dritten Distanztreffer endete die Drangphase jedoch abrupt, Crailsheim erhöhte die Hypothek erneut. Zu viel für den gebürtigen Hamburger Hollatz, der voranging und mit sechs weiteren Punkten die nächste Aufholjagd einleitete. Doch erneut wurde das Momentum, diesmal von einer fehlerhaften Uhr, gestoppt – 17 Zähler trennten die Kontrahenten nach drei Vierteln. Spätestens, nachdem der Rückstand nach drei Minuten im Schlussabschnitt auf 23 Punkte angewachsen war, war nicht nur den rund 2000 Zuschauern in Hohenlohe klar, dass der Sieger der Partie bereits vorzeitig feststand. In den verbleibenden Minuten, die Osaro Jürgen Rich noch für vier Punkte nutzte, trudelte die Partie mit etwas Auf und Ab aus. In der Schlussminute gelang den Towers noch einmal Ergebniskosmetik – in der letzten Sekunde setzte Robin Christen den Schlusspunkt. J. Brown mit 6 und Zach Brown mit nur 4 Punkten blieben in diesem Spiel gänzlich unter ihrem normalen Soll.
Im Anschluss an das zweiwöchige Nationalmannschaftsfenster geht es für die Hamburg Towers mit einem Heimspiel gegen Pokal-Halbfinalist Basketball Löwen Braunschweig (5. Dezember, 15 Uhr) weiter. Tickets für diese Partie und alle weiteren Spiele in der easyCredit Basketball-Bundesliga und im 7DAYS EuroCup gibt es ausschließlich im Online-Ticketshop (https://tickets.hamburgtowers.de/).



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