Neue Räume für TUHH im HIP One

pm -Die „SpielwieseÒ zum Relaxen im 3. Stock

Neue Räume für TUHH im HIP One.

Erster von vier Bauabschnitten in der Blohmstraße eröffnet.

Es ist eine Spielwiese der Superlative: Turmringe, ein Gerät, an dem vor Jahren Eberhard Gienger Titel um Titel holte, baumeln von der Decke, ein Kicker erwartet die Fußballfans und flippern kann man nach einer ermüdenden Diskussion auch. Sitz- und Liegemöglichkeiten in poppigen Farben laden dazu ein, hier seine Mittagspause zu verbringen und der Blick auf den Binnenhafen ist einzigartig. „Selbst die Klimaaktivistin Greta würde sich hier gerne aufhalten“, sagte der Haushherr Arne Weber und verwies auf die in Hamburg einzigartigen Umweltstandards, die hier zum Zuge kommen. Und: Wer hier an der Wasserstofftechnik forscht, muss keine Miete bezahlen“, betonte Weber ausdrücklich.
Hamburg Innovation Port in der Blohmstraße – die Idee, Wissenschaft und Wirtschaft unter ein Dach zu bringen – ist erfolgreich gestartet. „HIP One“ ist feierlich eröffnet worden. Die Gesamtfläche von ca. 6.000 Quadratmetern ist bereits an die neuen Mieter, die Technische Universität Hamburg (TUHH) sowie innovative Wirtschaftsunternehmen, übergeben. Das auf Nachhaltigkeit und Effizienz ausgerichtete Gebäude bietet neben Büro- und Laborflächen auch eine großzügige Spielebene mit Dachgarten zum Netzwerken, Arbeiten, Erholung und für Events. Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) und Senator Michael Westhagemann haben anlässlich der Eröffnung gesprochen.
Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, sagte beim Festempfang im 3. Stock: „Die Eröffnung des HIP One ist ein wichtiger Schritt für den Wissenschafts- und Innovationsstandort Hamburg. Hier entsteht ein kreativer und lebendiger Raum, der Menschen aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringt, um gemeinsam an nachhaltigen Lösungen für drängende Zukunftsfragen zu arbeiten. Ich bin gespannt auf viele spannende Impulse und innovative Projekte, von denen ganz Hamburg profitieren wird. Besonders freue ich mich auch für die TUHH, die mit den neuen zusätzlichen Flächen ihre Wachstumspläne weiter vorantreiben kann. Als kompetente Ansprechpartnerin trägt sie maßgeblich zur Weiterentwicklung des kreativen Innovationsraums an der Süderelbe bei. Ein starkes Signal geht bereits jetzt von der nachhaltigen und energieeffizienten Umsetzung dieses Bauprojekts aus. Allen neuen Mieterinnen und Mietern des HIP One wünsche ich viel Erfolg und eine gute Zusammenarbeit!“
Senator Michael Westhagemann betonte seinerseits: „Inhaltlich fügt sich das Vorhaben hervorragend in die Hamburger Innovationspolitik und in unser Innovationsparkkonzept. Der Hamburg Innovation Port fokussiert in Anlehnung an die Kompetenzen der umliegenden universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen auf Informatik und Digitale Technologien, insbesondere in den Bereichen Logistik, Produktionssysteme, Transport und Medical Engineering. Entsprechend kann ich gar nicht oft genug betonen, wie sehr der Senat privates Engagement in diesem Bereich schätzt. Mit den Worten „Hip one ist done“ beschloss er seine Rede.
HIP ist ein vom Hamburger Bauunternehmen und Projektentwickler HC HAGEMANN privat initiierter Technologie- und Innovationsstandort im Channel Hamburg. Neben der Erweiterung der Technischen Universität Hamburg (TUHH) entstehen hier auf insgesamt 70.000 Quadratmetern Flächen für technologieorientierte Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Startups sowie Labore, Events und Coworking-Spaces. Eine Vernetzung zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und die Etablierung einer Gründer- und Start-up-Szene soll gezielt vorangetrieben und größtmögliche Synergien ermöglichen. Und weil Bedarf und Nachfrage so groß sind, sagte der Senator, an Weber gerichtet: „Arne (man dutzt sich), du kannst schon anfangen, weiter zu planen.“
TUHH-Präsident Ed Brinksma sieht dem Bezug des HIP ONE freudig entgegen: „Vor Ihnen steht ein glücklicher Mensch. Der Hamburg Innovation Port ist eine Bereicherung für den erweiterten Campus der TUHH im Binnenhafen Harburg und den gesamten Wissenschaftsstandort Hamburg. Unternehmertum, dass der TUHH dringend benötigte Räume, Gebäude und Flächen schafft, und Hamburgs Anspruch an eine wachsende Technische Universität erfahren im HIP eine beispielhafte Symbiose. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir mit der Einweihung unmittelbar die ersten Flächen beziehen können und neuen Raum für innovative und moderne Forschung schaffen können.“
Der „HIP One“ hebt sich nicht nur durch seine besondere Architektur der Architekten MVRDV mit der Keramikfassade aus dem Umfeld ab, sondern ist überdies ein Gebäude, das unter höchsten Ansprüchen an Nachhaltigkeit und Effizienz entwickelt und gebaut wurde, wie Arne Weber, Geschäftsführer HC Hagemann, ausführte. Auf konventionelle Lösungen, wie das Verwenden fossiler Brennstoffe, wurde dabei gänzlich verzichtet. Photovoltaik und Luft-Wärmepumpen liefern die benötigte Energie und Wärme. Zudem ist das Gebäude vollklimatisiert. Die Flächen verfügen über modernste Heiz-Kühl-Deckensegel, mit denen das Raumklima individuell gesteuert und beispielsweise im Sommer um bis zu sieben Grad im Verhältnis zur Außentemperatur reduziert werden kann.
Seit dem 1. Oktober hat die TUHH, gemäß dem verabschiedeten Wachstumskonzept, ihre ersten Flächen inklusive Labor im „HIP One“ übernommen. Auf den 4000 Quadratmetern von geplanten 15.000 Quadratmetern wird unter anderem in den hoch relevanten Bereichen der Umwelttechnik, Energiewirtschaft, Informatik und Themen der Künstlichen Intelligenz geforscht und gelehrt. Zudem hat das Start-up 3D.aero GmbH ihre Flächen bezogen. Dies erforscht, entwickelt und vertreibt innovative Roboter und Automatisierungslösungen für die Luftfahrtindustrie. In der 3. Etage befindet sich eine großzügige Spiel- und Eventfläche, die eigens für die Mieter, aber auch für Externe eingerichtet wurde. Spiel- und Sportgeräte, bequeme Lounge-Möbel, Community-Tables sowie eine Kaffee-Getränkebar sollen für Austausch und Entspannung sorgen und kreativen Raum für innovative Ideen liefern. Mit einem außergewöhnlichen Blick über das Hafengelände bietet der direkt angrenzende Dachgarten zusätzlich Platz für Gespräche und Aufenthalte im Freien. Die Spielfläche kann für Vorträge, Sitzungen und Firmenevents angemietet werden. Sie bietet aber auch Platz für Coworking und Zusammenkünfte aller Art außerhalb des Büros. Der zweite Bauabschnitt „HIP Two“ ist in der Planung und es entstehen weitere 20.000 Quadratmeter. Erste Flächen sind hier ab 2021 bezugsfertig.
Frank Horch, Vorgänger von Michael Westhagemann im Amt des Wirtschaftssenators, wagte den Blick in die Zukunft: Um die technische Avantgarde zu erleben, müsse man dann nicht mehr nach Silicon Valley reisen, meinte er.



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