HafenCity, Grasbrook und Billebogen

Bildnachweis: Foto: Elbe & Flut

HafenCity, Grasbrook und Billebogen.

Städtische Entwicklungsgesellschaften und Bezirk Mitte kooperieren.

Die Entwicklung von HafenCity, Billebogen und Grasbrook stellen gemeinschaftlich das größte zusammenhängende Stadtentwicklungsareal in der Stadt dar. Der über Jahrzehnte andauernde Prozess verändert und prägt große Teile des Bezirks Mitte und stellt entscheidende Weichen für eine sozial gerechte, nachhaltige Transformation zu gemischt genutzten innerstädtischen Wohn- und Arbeitsstandorten. Vor diesem Hintergrund haben die für die Entwicklung zuständigen städtischen Gesellschaften HafenCity Hamburg GmbH (HCH) und Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG (BBEG) mit dem Bezirk Hamburg-Mitte eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Im Zentrum der Vereinbarung stehen:
– die intensivierte gemeinsame Abstimmung und Kommunikation zwischen Bezirksamt und den Entwicklungsgesellschaften
– die gezieltere informatorische Einbindung der Bezirkspolitik – auch in den Vorbehaltsgebieten Grasbrook und HafenCity, in denen die Verantwortung für Bebauungsplan-Verfahren und Baugenehmigungen nicht beim Bezirk, sondern bei der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen liegen
– die Stärkung der gemeinsamen Kommunikation mit der lokalen und gesamtstädtischen Zivilgesellschaft und deren Beteiligung.
Die Kooperationsvereinbarung wurde am 21. Dezember von dem stellvertretenden Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Mitte, Sven-Olaf Schöpper, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte, Clemens Willenbrock, sowie der Geschäftsführung von HCH und BBEG mit Dr. Andreas Kleinau als Vorsitzendem und Theresa Twachtmann unterzeichnet.
Zuvor hatte sich bereits der neue Fachausschuss Elbbrücken bei der Bezirksversammlung konstituiert, der im Rahmen der Vereinbarung ebenfalls gemeinsam beschlossen wurde. Der Fachausschuss bündelt künftig die bezirkspolitische Arbeit für den Billebogen (mit Entscheidungsfunktion etwa in Bezug auf Bauleitpläne) und die Vorbehaltsgebiete (mit Beratungsfunktion zusätzlich zu der bestehenden Einbindung des Bezirks in die Kommissionen für Bodenordnung und Stadtentwicklung).
Vereinbart wurde zudem die kontinuierliche und intensive Beteiligung der Zivilgesellschaft und von weiteren Interessengruppen. Die gesetzlich vorgeschriebenen formellen Formen der Beteiligung von Bürgern und Trägern öffentlicher Belange sollen durch unterschiedliche informelle Formate (z. B. Informationsveranstaltungen, Workshops, Gesprächskreise, Befragungen und weitere Formate zur gemeinsamen Entwicklung mit den Bürgern) ergänzt werden.
Dr. Andreas Kleinau, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH und der Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG, sagte aus diesem Anlass: „Von der östlichen HafenCity bis zum Billebogen und dem künftigen Innovationsstadtteil Grasbrook schaffen wir in den nächsten Jahren einen neuen stadträumlichen Zusammenhang, aber auch viele neue Nutzungen. Wir freuen uns, mithilfe der Kooperationsvereinbarung das konstruktive Miteinander mit dem Bezirk Hamburg-Mitte weiter zu verstetigen und die Grundlage für neue Formen der Zusammenarbeit zu finden. Dies kommt nicht nur der Planung, sondern insbesondere auch der Kommunikation und Beteiligung zugute, die entscheidend zum erfolgreichen Gestalten eines so komplexen Wandels beitragen.“ Sven-Olaf Schöpper, stellvertretender Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Mitte, stellte seinerseits fest: „Mitnehmend, transparent und klar strukturiert. Mit dieser Botschaft schließen die städtischen Entwicklungsgesellschaften HafenCity Hamburg GmbH und Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH & Co.KG, die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte und das Bezirksamt Hamburg-Mitte eine Kooperationsvereinbarung, um die Entwicklung des Stadtraums im weiteren Umfeld des Stadteingangs Elbbrücken anzugehen. Anders als in der HafenCity beziehen sich die Planungen nun nicht mehr allein auf Brachen und Hafenflächen, sondern greifen in gewachsene Stadträume und damit in Lebenswirklichkeiten ein, die Ausgangspunkt der neuen Perspektiven und Entwicklungen sein werden. Durch klare Rollenzuweisungen und Verantwortlichkeiten sowie eine starke Kommunikation und Beteiligung schaffen wir die Grundlage für eine gelungene Stadtentwicklung, bei der am Ende ein Zugewinn für alle steht. Für die Hamburgerinnen und Hamburger, die dem Stadtraum bereits Atmosphäre und Charakter geben und diejenigen, die zukünftig dort leben möchten.“
„Wir bauen dabei auf Erfahrungen aus der Zusammenarbeit in der HafenCity auf und bündeln gleichzeitig unsere bezirkspolitischen Kompetenzen in einem neuen Ausschuss. Mit der Kooperationsvereinbarung möchten wir so nicht nur die Beteiligung der Bezirksversammlung, sondern aller interessierten Bürger:innen in unserem Bezirk stärken“, führte indessen Clemens Willenbrock, Stellvertretender Vorsitzender der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte