Finkenwerder

Ideenwettbewerb für den Steendiek-Kreisel
Vorschläge bis 31. August einreichen

(pm) Finkenwerder. Der Regionalausschuss Finkenwerder hat auf Antrag der SPD-Fraktion einen Ideenwettbewerb zur Gestaltung der Innenfläche des im Frühjahr eingeweihten Steendiek-Kreisverkehrs ausgerufen.

Die SPD-Fraktion sucht nach Ideen für die Platzgestaltung des Steendiek-Kreisels.Foto: SPD

 

 

 

Bis zum 31. August 2017 können alle Bürger ihre Vorschläge beim Bezirksamt Hamburg-Mitte, Gremienbetreuung, Klosterwall 8, 20095 Hamburg, E-Mail: bezirksversammlung@hamburg-mitte.hamburg.de einreichen (Stichwort: Steendiek-Kreisverkehr).
Der Regionalausschuss werde dann noch im September 2017 über die Vorschläge entscheiden, so der Ausschussvorsitzende Ralf Neubauer (SPD).

 

 

 

Zum 100. Jubiläum in drei Jahren soll alles hübsch sein
Bezirk: Mittel für Gartenbauverein Finkenwerder

(pm) Finkenwerder. Bei Starkregen meldet der Gartenbauverein Finkenwerder e.V. 101 von 1920 regelmäßig landunter. Dann fließt das Wasser aus den Gräben nicht ab. Die Folge: Zahlreiche Kleingärten und Schuppen stehen unter Wasser. Früher erfolgte die Entwässerung in die Alte Süderelbe, berichtet Wolfgang Schmidt, 1. Vorsitzender dieser Kleingartensiedlung, die mit ihren 421 Parzellen eine der größten in Hamburg ist.

Bei Starkregen stehen zahlreiche Kleingartenparzellen unter Wasser
Foto: priv

Der unbefriedigende Zustand müsse sich ändern, wünscht er sich, weil die Schäden, die dadurch entstünden, beträchtlich seien. Es bestehen gute Chancen, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht, denn die Kleingärtner hatten sich mit diesem – und weiteren – Anliegen an die Politik gewendet.
Johannes Tönnies, Mitstreiter des 1. Vorsitzenden, trug das Anliegen zunächst dem SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs vor, der seinerseits die Verbindung zu Markus Schreiber, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter aus Finkenwerder, herstellte. Dieser versprach zu helfen. Bei mehreren Ortsterminen informierte er sich über die Probleme des Gartenbauvereins. Weil dieser 2020 sein 100. Jubiläum feiert versprach Schreiber sich für die belange der Kleingärtner einzusetzen, damit sie sich im Jubiläumsjahr auch von ihrer besten seite zeigen können. Mit Erfolg, wie sich jetzt zeigt.
Verteilt über die nächsten drei Jahre stehen etwa – die genauen Kosten werden noch ermittelt – 100.000 Euro zur Verfügung, die der Hauptausschuss der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte bewilligte. Der Gartenbauverein möchte damit den Zustand seiner Anlage bis zu seinem Jubiläum Anfang 2020 verbessern. Er hat sich verpflichtet, sämtliche Hecken (zweimal jährlich auch die 4000 Meter im Bereich des Bezirkes) zu pflegen. Im Gegenzug soll der Bezirk die Herstellung und Pflege der Stichwege, für die der Gartenbauverein zuständig ist, übernehmen, weil den Kleingärtnern die technischen Mittel hierfür fehlen: ein Tausch zum gegenseitigen Vorteil, so Schmidt.
Außer den Gräben – auch die unter den Wegen führende Verrohrung sollte im Hinblick auf das Fließwasser geprüft und gereinigt werden – wäre es wünschenswert, wie Tönnies weiter erläuterte, auch die (Haupt)Wege – sie müssten mit Granulat aufgeschüttet werden – und besonders die Parkplätze in Angriff genommen werden, die allesamt in einem schlechten Zustand sind. „Sie sollen nun generalüberholt werden,“ kündigte Schreiber an. Bäume und Gehölze müssten zurück geschnitten werden, damit auf jeden Fall zumindest die Feuerwehr durchkommt. Damit soll ein „verkehrssicherer Zustand“ hergestellt werden, wobei ältere Bäume natürlich erhalten werden – alles in allem, „ein bemerkenswerter Kraftakt“, wie Ralf Neubauer, der örtliche SPD-Vorsitzende, feststellte.
Markus Schreiber: „Mit dem Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg, dem Gartenbauverein und dem Bezirksamt sowie der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) soll nun ein verbindlicher Pflegeplan verhandelt und aufgestellt werden sowie dem Regionalausschuss Finkenwerder zur Kenntnis gegeben werden.“ Auch über eventuelle personelle oder finanzielle Schwierigkeiten bei der Umsetzung muss der Regionalauschuss informiert werden.
Dann steht der Jubiläumsfeier im Jahr 2020 nichts mehr im Wege. Nicht zuletzt wünscht sich der Gartenbauverein insgesamt einen Schuss mehr Anerkennung in der öffentlichen Wahrnehmung: „Auch Umgraben ist eine Form der Kultur, Gartenbaukultur eben, sagten Johannes Tönnies und Wolfgang Schmidt einstimmig.

Finkenwerder 32, eine unendliche Geschichte?
Behörde berichtet im Regionalausschuss

(pm) Finkenwerder. Der Bebauungsplan Finkenwerder 32 gilt längst als „never ending story“, als eine nicht enden wollende Geschichte. Rund 430 Wohneinheiten sieht der Plan zwischen Landscheideweg und Norderdeich vor. Immer wieder war das Verfahren zum Stillstand gekommen, zuletzt durch ein von Anliegern angestrengtes so genanntes Normenkontrollverfahren vor dem Hamburgischen Oberverwaltungsgericht.
Im Sommer 2015 einigte sich die Stadt schließlich mit den Klägern auf einen Vergleich. „Längst nicht alle Probleme waren oder sind damit ausgeräumt“, so Ralf Neubauer, Vorsitzender des Regionalausschusses Finkenwerder.
Am Dienstag, 27. Juni, beschäftigt sich der Regionalausschuss Finkenwerder ab 18.30 Uhr mit dem aktuellen Stand der Dinge. Vertreter der zuständigen Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) und des Landesbetriebs Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) berichten den Ortspolitikern, auch über den Zeitplan der geplanten Umsetzung. „Wir sind nach den letzten Gesprächen mit den Behörden wieder ein klein wenig zuversichtlicher“, fasst Ralf Neubauer (SPD) die Stimmung in der Finkenwerder Politik zusammen. Die öffentliche Sitzung des Ausschusses findet in der Pausenmehrzweckhalle des Gymnasiums Finkenwerder (Norderschulweg 18) statt.

Grausiger Fund bei Löscharbeiten
Feuer auf Binnenschiff im Travehafen

(au) Kleiner Grasbrook. Die Feuerwehr Hamburg hat am frühen Abend des 25. Mai, Christi Himmelfahrt, einen grausigen Fund gemacht: Die Feuerwehr Hamburg wurde in den frühen Abendstunden zu einem Feuer auf einem Binnenschiff in den Travehafen/Roßdamm gerufen. Dort hatten Anwohner Rauchentwicklung auf einem unbeladenen Binnenschiff von circa 100 Meter Länge bemerkt. Bei Ankunft der Einsatzkräfte stellte der Einsatzleiter ein Feuer im Vorschiff fest. Während der sofort eingeleiteten Löschmaßnahmen durch einen Löschtrupp teilte die Polizei dem Einsatzleiter der Feuerwehr mit, dass der Schiffseigner keinen Kontakt zum Besatzungsmitglied des Schiffes herstellen konnte, dieses jedoch an Bord vermutet wurde.
Aufgrund dieser Meldung forderte der Feuerwehreinsatzleiter sofort zusätzliche Einsatzkräfte mit dem Einsatzstichwort „Feuer – Menschenleben in Gefahr“ zur Einsatzstelle an. Bei der unverzüglich eingeleiteten Personensuche fand der Löschtrupp bereits nach sehr kurzer Zeit im Schiffsinneren eine stark verbrannte weibliche Leiche sowie drei tote Hunde. Die brennenden Teile der Inneneinrichtung konnten schnell gelöscht werden und weitere Personen waren nicht anwesend.
Nach Abschluss der Lösch- und Belüftungsmaßnahmen wurde die Einsatzstelle der Polizei zur Überprüfung der Personenidentität und Brandursachenermittlung übergeben. Im Einsatz waren insgesamt 38 Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg. Laut Medienberichten soll es sich um einen Suizid handeln, da ein Abschiedsbrief gefunden worden sein soll.

Feuer, Wasser, Luft und Erde
Kreativworkshop zum Thema „Taufe“

(pm) Finkenwerder. Das Team der Familienkirche Finkenwerder lädt alle Vor- und Grundschulkinder zu dem zweiten Kreativworkshop am 24. Juni ein. Im Mittelpunkt steht diesmal „Johannes der Täufer“. Passend zu diesem Thema werden die Teilnehmer etwas mit Feuer, Wasser, Luft und Erde erleben und ein sommerliches Fest im Freien feiern.
Unterstützt wird das Team durch Pastor Torsten Krause sowie jugendliche Teamer. Die Gruppe trifft sich zwischen 10 und 13 Uhr im Gemeindehaus der St. Nikolai-Kirche. Anmeldungen sind bis zum 18. Juni im Kirchenbüro (Finkenwerder Landscheideweg 157, Telefon 040 7426833, E-Mail: buero.finkenwerder@kirche-hamburg.de) möglich.
Im darauffolgenden Familiengottesdienst am Sonntag, 25. Juni, um 11 Uhr wird das Thema „Taufe“ wieder aufgegriffen. Alle Taufinteressierten sowie Getaufte mit ihren Paten sind besonders herzlich eingeladen.

Für einen sauberen Kutterhafen

(pm) Finkenwerder. Der Kutterhafen auf Finkenwerder ist ein museales Kleinod. Noch schöner wäre es, wenn das Umfeld der Pontons während der Wintermonate nicht zu einer Müllkippe mutieren würde. Das haben die Freunde des Kulturschiffs MS Altenwerder, das ebenfalls dort liegt, zum Anlass genommen um einen Aufruf zu starten:  Am Sonntag, 7. Mai sollen der Kutterhafen und umliegende Flächen, für die eigentlich HPA zuständig ist, vom Müll befreit werden. Die Teilnehmer treffen sich um 11 Uhr bei der MS Altenwerder. Arbeitshandschuhe sollten mitgebracht werden. Abschließend wird als Dankeschön der Grill angeschmissen.

 

Megastützen werden saniert
Provisorische Umfahrung auf Finkenwerder Straße

 (pm) Waltershof/Finkenwerder. Im Bereich der Anschlussstelle Waltershof: beginnt am Sonntag der Bau einer provisorischen Umfahrung auf der Finkenwerder Straße. Es sind die Vorbereitungsarbeiten für die Sanierung der „Megastützen“ der Hochstraße Elbmarsch und der Erweiterung der Autobahn auf acht Spuren ab 2018
 Zur Erweiterung der A 7 südlich des Elbtunnels auf acht Spuren saniert die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau (DEGES) an der Hochstraße Elbmarsch ab diesem Sommer die „Megastützen“ des Brückenbauwerkes im Bereich der Anschlussstelle HH-Waltershof. Für die zwei bis drei Jahre dauernde Sanierung der Stützen mit einem Durchmesser von rund vier Metern im Bereich der Finkenwerder Straße sind provisorische Umfahrungen des Baufeldes in beiden Fahrtrichtungen notwendig. Die Arbeiten für die Herstellung der Umfahrung beginnen am 12. März und werden voraussichtlich bis Mitte Juli dauern.
Die Baustelleneinrichtung hat bereits am Donnerstag begonnen. Den Verkehrsteilnehmern bleiben die durchgängigen zwei Fahrstreifen auf der Finkenwerder Straße in beiden Richtungen erhalten.
Für den Bau bei gleichzeitigem Beibehalten der Anzahl durchgehender Fahrstreifen wird eine Bauzeit von rund sechs Jahren ab 2018 vorgesehen. Die vom Bund getragenen Baukosten werden derzeit auf etwa 220 Mio. Euro veranschlagt.
Die Umfahrung des jetzt entstehenden Baufeldes soll während der Arbeiten an den Stützen für den Verkehr zur Verfügung stehen. Die künftige Streckenführung ist darauf ausgelegt, dass trotz der Kurven zwei Lastwagen nebeneinander fahren können. Einzige Einschränkung: Es werden die Beschleunigungsstreifen für Verkehrsteilnehmer, die von der A 7 kommend auf die Finkenwerder Straße fahren, verkürzt. Und: Zum Ende der jetzigen Baumaßnahme wird an einem Wochenende eine Einengung auf einen Fahrstreifen je Fahrtrichtung notwendig sein.
 

 

SPD-Mitte im Wahlkampfmodus
Neujahrsempfang im Ohnsorg-Theater

 (pm) Finkenwerder. Die SPD strotzt aktuell förmlich vor Kraft. Auch die SPD-Mitte partizipiert an dieser Aufbruchstimmung, die sich seit der Nominierung von Martin Schulz  – noch bis vor wenigen Wochen Präsident des Europäischen Parlaments –  zum Kanzlerkandidaten der SPD,  landauf landab breit macht. Beim Neujahrsempfang im Ohnsorg Theater konnten sich die auch Redner Johannes Kahrs, Bundestagsabgeordneter und Chef der SPD-Mitte, Thomas Oppermann, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion

Thomas Oppermann: „In das Vertrauen der Menschen investieren“

und Falko Droßmann, Bezirksamtsleiter Mitte – dieser Euphorie nicht entziehen und setzten zu politischen Höhenflügen an.
„Wir als SPD haben jetzt gute Laune,“ begrüßte  Kahrs sein Auditorium und wusste zu berichten, dass es in Mode gekommen sei, in die SPD einzutreten. Er gab sich als Fan von Parteichef Sigmar Gabriel,  der als Kanzlerkandidat gehandelt worden war, zu erkennen. Der habe Walter Steinmeier als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten durchgesetzt und auch erkannt, dass er im Hinblick auf die Bundestagswahl am 24. September keinen Stimmungswechsel herbei führen könne. Schulz den Vortritt zu lassen sei ihm hoch anzurechnen. Die Wechselstimmumng sei aber auch darauf zurück zu führen, „dass die Welt ums uns herum zu zerbröseln droht,“ in den USA, in Frankreich, Ungaren, Polen und auch in der Türkei. Martin Schulz, ein gestandener Europäer, stünde für ein besseres Europa und nicht für das Europa, das man aus den ersten zehn Minuten der Tagesschau kenne. „Viel ist in Bewegung,“ so Kahrs in Bezug auf die Umfragewerte seiner Partei.  Der grassierenden Euphorie dürfte es zu verdanken sein, dass er bei der CDU bereits den Verlust von 10 Prozentpunkten auszumachen meinte.
Als „guten Griff“ bezeichnete auch Oppermann die Nomonierung von Martin Schulz. Mit Kahrs teilte er die Meinung, dass die AfD zwingend unter 10 % gehalten werden müsste, denn wer eine Ideologie aus der Nazizeit beleben wolle, gehöre nicht in deutsche Parlamente.Es müsse alles getan werden, um ein

Die SPD aus Finkenwerder mit ihrem Vorsitzenden Ralf Neubauer (2. Reihe 2. v.r.) und dem Bürgerschaftsabgeordneten Markus Schreiber (5.v.l., neben dem Bezirksamtsleiter Falko Droßmann) hatte zahlreiche Gäste aus dem Ort zum Neujahrsempfang eingeladen Fotos: pm

 

Auseinanderfallen Europas zu verhindern. Einem zusätzlichen deutschen Beitrag von 24 Milliarden Euro für die Bundeswehr – wie von den USA gefordert – steht Oppermann kritisch gegenüber. In Bildung und Forschung sowie den  Ausbau des digitalen Netzes oder die Sanierung von Schulen sei dieses Geld viel besser aufgehoben, sagte er, forderte damit aber den Widerspruch des Bezirksamtsleiters, ein ehemaliger Soldat, heraus.  Das Fazit von Oppermann: Wer aus dem Ausland auf Deutschland schaue, erlebe einen funktionierenden Rechtsstaat, eine florierende Wirtschaft, eine beispielhafte Lohnpolitik   und den höchsten Beschäftigungsstand. Auch erwarte er, dass der Staat die Einhaltung der Gesetze durchsetze: das gelte gleichermaßen bei der Behandlung von Schlepperbanden wie von Konzernen. Es sei nicht nur Zeit  für mehr Gerechtigkeit, rief er seinen Zuhörern zu, sondern auch an der Zeit, dass starke Schultern mehr tragen als die schwachen. „Wir brauchen Maß und Mitte“  – mit diesen Worten umschrieb er die Postionierung der SPD.
Der Bezirk Mitte, zu dem auch Finkenwerder gehört, ist nach Einwohnerzahlen größer als manche Landeshauptstadt wie Magdeburg oder Wiesbaden. Dann wäre Droßmann Bürgermeister. Als Bezirksamtsleiter obliege es ihm, dass der Bezirk unverändert „eines der attraktivsten Gebiete in Deutschland bleibt“. Wohnungsbau (auch frei finanzierter) sei oberste Priorität, längere Öffnungszeiten der Einwohnermeldeämter (ein Muss) und ein Dank an die vielen Ehrenamtlichen waren Teil seiner Rede, ebenso wie die Feststellung, dass eine starke Nato in der heutigen Welt unerlässlich sei.  Mit dem Seitenhieb, „die Opposition im Bezirk hat schlicht keine Ahnung“ entließ er ein euphorisiertes Publikum zu Kaffee, Schnittchen und Getränken.