Ehrenamtliche pflegen igs-Garten

Marion Elvers (links) und Jutta Brendel pflanzten Ende April eine Menge Blumen. Foto: au

Die Quelle des Glücks
Ehrenamtliche pflegen igs-Garten

(au) Wilhelmsburg. Es brummt und summt im ehemaligen igs-Garten „Wasser und Energie“ im Wilhelmsburger Inselpark, direkt gegenüber vom ehemaligen Wasserwerk: Die Schmetterlinge nehmen ein Sonnenbad, schimmernde Libellen kreuzen die Luftwege der fleißigen Bienen, die emsig von einer Blüte zur anderen fliegen. Dass dieses interessante Treiben überhaupt möglich ist, ist Jutta Brendel und ihren Mitstreiterinnen zu verdanken, die sich intensiv um die Pflege kümmern. Denn eigentlich sollte der Garten, der auch den Untertitel „Quelle des Glücks“ trägt, nach Ende der Gartenschau 2013 abgerissen werden.
Geplant und realisiert wurde der Garten für die igs 2013 von Jutta Brendel, die als Garten- und Freiraumplanerin arbeitet. Bereits während der Gartenschau entwickelte sich das Kleinod zu einem Ort der Ruhe, zur Tankstelle für Kraft und Energie. „Den Garten prägt neben fließendem Gewässer eine sehr schmale Wegeführung. Wer dem Weg folgt, erlebt den Verlauf unsichtbarer Energielinien, bringt die Aufmerksamkeit aus dem Kopf in die Füße und in die Gegenwart“, hieß es in der Beschreibung des Gartens.
Rund vier Jahre nach der Gartenschau strahlt der Ort immer noch Ruhe aus, großzügige Holzbänke laden zum Verweilen ein. Brendel, die es einfach zu schade fand, den Garten abzureißen, machte nach Ende der Gartenschau den Verantwortlichen den Vorschlag, den Garten mit Ehrenamtlichen aufrechtzuerhalten. „Die haben sich darauf eingelassen“, erinnert sich Jutta Brendel. Gesagt, getan: Schnell hatten sich rund sechs Frauen gefunden, die nun regelmäßig mit Herzblut und viel Engagement Unkraut zupfen, Blumen pflanzen und nach dem Rechten schauen, so wie Marion Elvers aus Winterhude.
Auch wenn sie selber nicht auf der Gartenschau gewesen ist, macht die Arbeit ihr große Freude. Zusammen mit Jutta Brendel pflanzte sie Ende April einen großen Teil der Pflanzen, die nun zahlreiche Insekten in den Garten locken. Wie bereits während der Gartenschauzeit sind auch jetzt die Blumen und Pflanzen so gesetzt, dass der Eindruck einer blauen Welle mit weißem Schaum entsteht.
„Wir vom Bezirksamt sind sehr froh, dass es die Ehrenamtlichen gibt. Sie haben dadurch noch mal eine ganz andere Bindung zum Garten. Wir finden es total schön, wie gut das funktioniert“, erklärt Nina Schewe, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Dass der Ort funktioniert, weiß Jutta Brendel, die auch Feng-Shui Beratung anbietet: „Hier kann man entspannen, man fühlt sich, man weiß aber nicht, warum!“
Wer ebenfalls Interesse am gärtnerischen Ehrenamt in der „Quelle des Glücks“ hat, wendet sich an Jutta Brendel unter jutta.brendel@pan-design.de. Gartenerfahrung wäre wünschenswert.

1 Kommentar

  1. Traurig, dass der Deutsche Staat sich immer mehr zurückzieht und wichtige Aktivitäten nur noch durch Ehrenamtliche aufrecht erhalten werden können.

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