„Der Austritt der 22“

mk -Die SPD-Bezirksabgeordnetinnen Beate Pohlmann (l.) und Marion Wolkenhauer verlassen den Distrikt Hausbruch

„Der Austritt der 22“.

„Massenflucht“ aus dem SPD-Distrikt Hausbruch.

Paukenschlag im SPD-Distrikt Hausbruch: 22 Genossen treten aus den Distrikt auf einem Schlag und wechseln geschlossen in den benachbarten SPD-Distrikt Neugraben-Fischbek. Offiziell umgesetzt wurde dieser spektakuläre Schritt im Rahmen einer Sitzung des SPD-Kreisvorstandes am 5. November. Nach gut informierten Kreisen verlas Fraktions- und Kreischef Frank Richter den Antrag der „Abtrünnigen“, die in diesem Dokument unter anderem nochmals die Gründe für ihr Ausscheiden aus dem SPD-Distrikt Hausbruch deutlich machten. Auf Nachfrage des Neuen RUF wollte von den ausgetretenen Genossen zu diesem, in der SPD-Historie in Harburg vor allem in der Größenordnung einmaligen Schritt, niemand so richtig Stellung beziehen. Spielte hier die Angst vor einem schlechten Abschneiden bei der bevorstehenden Bürgerschaftswahl 2020 eine Rolle? Nur soviel: Die Bezirksabgeordnete Beate Pohlmann erklärte auf RUF-Nachfrage, dass unter dem neuen Vorstand unter dem Vorsitz des 1. Vorsitzenden Sohejl Wanjani keine Veranstaltungen wie beispielsweise der Haakelauf stattfanden. Auch sei der Umgang mit den alteingesessenen Mitgliedern seitens der neuen Genossen nicht in Ordnung gewesen, so Pohlmann. Zu den „Wechselwilligen“ in den Distrikt Neugraben-Fischbek gehören neben Pohlmann beispielsweise die Bezirksabgeordnetinnen Natalia Sahling und Marion Wolkenhauer sowie das Ehepaar Brigitta und Manfred Schulz.
Mit dem „Austritt der 22“ scheint der Streit zwischen den altgedienten Mitgliedern und den „Newcomern“ eine neue Eskalationsstufe erreicht zu haben. Begonnen hatten die Spannungen nach der umstrittenen Wahl von Wanjani 2018. Daraufhin äußerten viele der alteingesessenen Mitglieder ihr Befremden über das Politikverständnis und Verhalten der neuen Mehrheit. Die Misstöne nahmen bereits bei der Aufstellung der Kandidaten für die Bezirkswahl 2019 überhand, als wegen organisatorischer Pannen bei dem Wahlgängen diese wiederholt werden mussten. Nun folgte sozusagen der dramatische Schlussakkord. Wie sieht der SPD-Distrikt Neugraben-Fischbek seine unverhoffte personelle Verstärkung? Das Mitglied des Distriktes Neugraben-Fischbek, Henning Reh, freut sich über die Hausbrucher Genossen. Man nehme sie gerne auf. Die Bezirksabgeordnetinnen Pohlmann, Sahling und Wolkenhauer würden sich in der Beezirksversammlung auch für die Belange in Hausbruch einsetzen, kündigte Reh an.



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